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Sommerreise 2026 Rumänien

Sebuah petualangan yang berakhiran terbuka oleh WilhelmBN & Juliane Baca selengkapnya
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    🇷🇴 Ciumârna, Rumänien

    Totale Erschöpfung & herrlicher Ausblick

    Kemarin, Rumania ⋅ ⛅ 15 °C

    In der Nacht schaut die Grenzpolizei bei uns vorbei. Der Wagen steht einige Zeit neben unserem Wohnmobil, ohne dass uns jemand anspricht oder stört. Auffällig ist vor allem die Dunkelheit. So wenig künstliches Licht erlebt man selten – sobald man aus dem Fenster schaut, verschwindet die Umgebung praktisch vollständig. Am Morgen werden wir vom Geläut der Klosterkirche geweckt. Die Glocken klingen angenehm dunkel und voll, fast so, als würde dort eine besonders alte oder wertvolle Glocke hängen.

    Wir lassen den Morgen ruhig angehen und fahren irgendwann los. Lange dauert die Ruhe allerdings nicht: Plötzlich beginnt unter dem Fahrzeug ein lautes Quietschen. Der erste Gedanke geht natürlich sofort Richtung Bremse oder Lenkung. Nach einigen vorsichtigen Tests scheint aber beides in Ordnung zu sein. Und genauso plötzlich, wie das Geräusch auftaucht, verschwindet es einige hundert Meter später wieder.

    Bis Borșa ist es nur eine kurze Strecke. Der Ort zieht sich, wie viele Orte hier, kilometerlang entlang der Straße. Noch vor dem eigentlichen Ortsende biegen wir auf einen kleinen Platz unterhalb eines Skigebietes ab und machen erstmal Mittagspause. Danach entschliessen wir uns zu einer kleinen Tour zu einem Wasserfall. Auf dem Weg zum Sessellift kommen wir mit einem Rumänen ins Gespräch, der mit Frau, Hund, Katze und Wohnmobil neben uns steht. Daraus entwickelt sich ein längeres und interessantes Gespräch über Reisen, Fahrzeuge und Rumänien allgemein. Mit dem Lift geht es zügig hinauf auf den Hausberg. Von dort sind es angeblich nur noch etwa ein Kilometer bis zu einem Wasserfall. „Nur ein Kilometer“ bedeutet hier allerdings: mehrfach steil bergab und natürlich ebenso steil wieder hinauf. Relativ schnell stoßen wir an die Grenzen unserer Kondition und sind entsprechend froh, als wir wieder am Lift ankommen.

    Für heute reicht das Programm. Einige Kilometer weiter finden wir auf einer Bergkuppe etwas abseits der Landstraße einen Platz für die Nacht. - https://maps.app.goo.gl/GyVEejCRxWTCgbXc8 - Von dort haben wir zunächst einen herrlichen Blick auf die schneebedeckten Gipfel der Karpaten. Der Ausblick hält allerdings nicht lange. Dicke dunkle Regenwolken ziehen auf und legen innerhalb kurzer Zeit einen grauen Schleier über die gesamte Landschaft.
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  • Wildschweinabwehr und bunte Friedhöfe

    10 Mei, Rumania ⋅ ⛅ 18 °C

    Die letzte Nacht ist eigentlich fast perfekt – wenn nicht die Wildschweinabwehr gewesen wäre. Irgendwann kurz nach Einbruch der Dunkelheit, ziemlich genau zur Zeit des ersten Einschlafens, beginnt draußen ein dauerhaftes Piepen. Über eine halbe Stunde lang. Juliane reicht mir irgendwann Ohrenstöpsel, wodurch das Ganze zumindest erträglich wird. Im Laufe der Nacht wiederholt sich das Schauspiel mehrfach. Irgendwann gewöhnt man sich offenbar daran oder resigniert einfach.

    Am Morgen besorgen wir uns an der Information zwei Eintrittskarten, und eine Rangerin schließt uns die Holzkirche der Heiligen Erzengel Michael und Gabriel auf. Die Kirche stammt aus dem 18. Jahrhundert und wirkt innen deutlich kleiner, als man von außen vermutet. Wände und Decke sind vollständig mit bunten biblischen Szenen bemalt. Auf den Bänken und selbst auf dem Boden liegen gemusterte Stoffe. Der Raum ist traditionell aufgeteilt: vorne der Bereich für die Männer, dahinter der für die Frauen. Wir hinterlassen noch einen kleinen Beitrag für die Renovierung und fahren weiter.

    Unser nächstes Ziel ist der Fröhliche Friedhof. Eigentlich sind es nur etwa sechzig Kilometer, durch die kurvige und teilweise gebirgige Strecke brauchen wir jedoch fast zwei Stunden.

    Der Friedhof wirkt tatsächlich ungewöhnlich freundlich – soweit man das über einen Friedhof sagen kann. Die Grabkreuze sind bunt bemalt und zeigen Szenen aus dem Leben oder Hinweise auf den Tod der jeweiligen Person. Manche wirken ernst, andere fast humorvoll. Auch die dazugehörige Kirche fällt sofort auf. Innen wie außen ist sie reich mit bunten Ornamenten und Motiven verziert und erinnert stellenweise eher an einen buddhistischen Tempel als an eine orthodoxe Kirche.

    Nach einem verspäteten Mittagessen in einem der touristischen Lokale sehen wir uns noch einen alten Waschplatz an. Dort werden zwei große Waschbecken direkt mit sprudelndem Bachwasser gespeist.

    Danach fahren wir weiter zu einer größeren Klosteranlage in der Nähe. Eigentlich wollen wir dort den restlichen Tag verbringen. Unter den großen Kastanienbäumen gibt es allerdings keinen Internetempfang – ein heutzutage nicht zu unterschätzender Mangel. Also zieht es uns weiter entlang des Grenzflusses zur Ukraine hinauf in die Berge.

    Dort finden wir oberhalb einer kleinen Klosterkirche einen abgelegenen Platz für die Nacht. Ruhig, einsam und diesmal hoffentlich ohne technische Wildschweinabwehr.
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  • Zigeunermädchen und Kirchen

    9 Mei, Rumania ⋅ ☁️ 18 °C

    Eigentlich verbringen wir eine ruhige Nacht auf dem Campingplatz bei Turda, trotzdem fühlen wir uns am Morgen nicht wirklich fit. Nach dem Frühstück fahren wir dennoch weiter und steuern zunächst einen großen Supermarkt an, um Vorräte aufzufüllen.

    Während ich draußen die Einkäufe im Wohnmobil verstaue, geht Juliane noch schnell in einen Drogeriemarkt. Kaum ist sie verschwunden, steht plötzlich eine hübsche junge Zigeunerin vor mir – genau so, wie man es seinen Vorstellungen kennt: weiße Bluse, bunter Rock, Kopftuch über den schwarzen Haaren. Mit deutlichen Gesten macht sie mir klar, dass sie gerne mit ins Wohnmobil kommen würde. Da ich bekanntermaßen ein keuscher und asketischer Mensch bin, lehne ich ebenso deutlich ab. Daraufhin verschwindet sie so schnell wieder, wie sie aufgetaucht ist.

    Von Turda aus fahren wir weiter Richtung Baia Mare. Die Strecke ist überraschend gut ausgebaut und vielerorts mit Hinweisen auf Fördermittel der Europäischen Union versehen. Trotzdem merken wir unterwegs zunehmend, wie müde wir eigentlich sind. Deshalb suchen wir uns an einem kleinen Angelsee ein vermeintlich ruhiges Nachtquartier.

    Die Ernüchterung folgt schnell: Direkt neben dem Platz verläuft eine Bahnlinie. Jeder Zug klingt so, als würde er mitten durchs Wohnmobil fahren. Zusätzlich liegt wenige Meter entfernt ein Bahnübergang, an dem selbstverständlich jeder Lokführer ausgiebig pfeift.

    Unser Entschluss steht schnell fest: Hier bleiben wir nicht.

    Also fahren wir weiter, tanken noch in Baia Mare und suchen anschließend bewusst die Einsamkeit. Nach einigen Kilometern finden wir schließlich einen Platz nahe der Holzkirche der Heiligen Erzengel Michael und Gabriel, einem UNESCO-Weltkulturerbe unweit des Ortes Șurdești.

    Dort wollen wir die Nacht verbringen.
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  • Treppen, Salz und ein Riesenrad unter Ta

    8 Mei, Rumania ⋅ ⛅ 20 °C

    Den gestrigen Tag verbringen wir weitgehend auf der Wiese unseres Nachtquartiers. Unser Gastgeber überrascht uns am Morgen mit sechs frischen Hühnereiern, die wir uns direkt als Spiegeleier zubereiten. Den restlichen Tag wechseln sich Sonne und Regenschauer ab. Viel Anlass, unterwegs zu sein, gibt es daher nicht. Also beschäftigen wir uns mit Internet und Fernsehen und machen einfach einen ruhigen Tag.

    Heute geht es weiter nach Turda. Obwohl die Bundesstraße gut ausgebaut ist, brauchen wir für die rund hundert Kilometer fast zwei Stunden. Gerade Straßen scheint es in diesem Teil Rumäniens kaum zu geben. Ständig folgen Kurven, dazu immer wieder kleinere Ortsdurchfahrten.

    In Turda fahren wir direkt zum alten Salzbergwerk, der Salina Turda. Schon der Weg nach unten hat es in sich: Über kleine und teils steile Treppen geht es tief hinab in das Bergwerk. Unten angekommen eröffnet sich eine etwas eigenartige Mischung aus Industriedenkmal und Freizeitpark. In mehr als hundert Metern Tiefe gibt es einen kleinen See, ein Riesenrad und verschiedene Freizeitangebote – im Grunde eine Kirmes unter Tage.

    Beeindruckend ist vor allem die riesige Halle, deren Höhe ungefähr der Tiefe entspricht, in der man sich befindet. Ansonsten wirkt vieles eher touristisch als spektakulär.

    Da der Aufzug nur bis etwa fünfzig Meter Höhe funktioniert und der obere Teil außer Betrieb ist, steht erneut Treppensteigen auf dem Programm. Danach genießen wir die restliche Auffahrt und stehen bald wieder im Tageslicht.

    Rumänien wird uns langsam als das Land der Treppen in Erinnerung bleiben.

    Den restlichen Tag verbringen wir ruhig auf einem Campingplatz im Süden von Turda.
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  • Steile Auffahrten und kalte Höhlen

    6–8 Mei, Rumania ⋅ ☀️ 22 °C

    Die erste Herausforderung des Tages besteht darin, überhaupt wieder von der Flussaue hinauf auf die Landstraße zu kommen. Die Auffahrt ist steil, unser Wohnmobil schwer – erst im dritten Anlauf stehen wir wieder sauber auf der Straße. Zusätzlich machen die tief hängenden Dachüberstände die enge Auffahrt nicht einfacher.

    Bis zum ersten Ziel ist es eigentlich nicht weit, die nächste Herausforderung wartet allerdings schon. Die Zufahrt zur Höhle führt über eine schmale, kurvige Bergstraße mit ordentlicher Steigung. Meistens geht es nur noch im ersten Gang vorwärts. Nach gut einer halben Stunde erreichen wir schließlich den Parkplatz unweit der Höhle. Ein kurzer Fußweg später stehen wir vor dem Eingang der Scărișoara-Höhle. Von dort geht es über eine steile Metalltreppe rund fünfzig Meter in die Tiefe. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind eindeutig von Vorteil.

    Unten angekommen erwartet uns vor allem eines: Kälte. Die Höhle selbst besteht im Wesentlichen aus einer einzigen großen Halle mit einem eher kurzen Rundweg. Insgesamt weniger spektakulär als erwartet. Der anschließende Aufstieg fordert dafür deutlich mehr als der Abstieg. Oben angekommen setzen wir uns erstmal auf die bereitstehenden Bänke und sammeln wieder etwas Kraft.

    Nach einer kurzen Pause fahren wir weiter nach Roșia Montană. Der ehemalige Bergbauort wirkt eigenartig – irgendwo zwischen Geisterstadt, einfachem Dorf und zaghaftem Tourismusprojekt. Einige Häuser stehen leer oder verfallen, daneben finden sich kleine renovierte Bereiche.

    Zum touristischen Teil gehört auch ein Bistro am Hauptplatz, in dem wir unser spätes Mittagessen einnehmen. Danach geht es weiter.

    Der nächste Schreck folgt wenig später: Unser Fahrradträger am Wohnmobil ist verbogen, außerdem ist die rechte Leuchte teilweise zersplittert. Wann genau das passiert ist, können wir nicht sagen. Vor Ort finden wir jedenfalls keine Splitter auf der Straße, weshalb der Schaden wohl schon etwas älter sein muss.

    Wir nehmen trotzdem noch die letzte Etappe des Tages in Angriff und fahren weiter in Richtung Turda. Unterwegs finden wir auf einer privaten Wiese einen Platz für die Nacht und richten uns dort ein.
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  • Bärenhöhle – kurz hoch, tief rein

    5 Mei, Rumania ⋅ ☀️ 20 °C

    Unser erster Weg heute Morgen ist kurz. Mit den altersbedingt inzwischen unverzichtbaren Wanderstöcken und einer erfreulich entgegenkommenden Treppe mit genau 132 Stufen erreichen wir den Eingang der Peștera Urșilor zügig und erstaunlich komfortabel.

    Nach Zahlung des Obolus von 8 € pro Person heißt es erstmal warten. Etwa eine halbe Stunde später startet die Führung – leider ausschließlich auf Rumänisch. Wir haben jedoch Glück: Ein junger Rumäne, der Englisch spricht, übersetzt uns ungefragt die wichtigsten Inhalte. Das macht die Sache deutlich einfacher.

    Die Höhle selbst beeindruckt. Große Räume, viele ausgeprägte Tropfsteinformationen und teils skulpturartige Strukturen. In dieser Form haben wir das bisher nur in den Postojna-Höhlen erlebt – wobei unser Besuch dort so lange zurückliegt, dass die Erinnerung eher vage ist.

    Der Name der Höhle kommt nicht von ungefähr: Hier wurden rund 140 Skelette von Höhlenbären gefunden. Die Tiere nutzten die Höhle früher als Winterquartier, bis ein Erdbeben den Eingang verschloss – mit entsprechendem Ausgang für die Bewohner. Ein Skelett am Ende der Höhle steht stellvertretend für die anderen. Nach etwa 45 Minuten stehen wir wieder draußen.

    Wir wollen weiter zur nächsten Höhle und fahren zunächst ein Stück zurück. An der Quelle füllen wir noch einmal Wasser auf – nachdem wir die Nacht ohne Durchfall, Ruhr oder Cholera überstanden haben, scheint das vertretbar.

    Nach etwa 30 Kilometern erreichen wir das Nachbartal und die Straße Richtung Ziel. Es folgt eine Strecke mit gefühlt tausend Kurven, hoch auf rund 1.200 Meter und anschließend wieder hinunter. Fahren, lenken, bremsen – in gleichmäßiger Abfolge.

    Unten im Tal finden wir auf dem Grundstück eines Einheimischen einen Platz für die Nacht. Den Rest des Tages verbringen wir dort recht unspektakulär: auf der Wiese neben einem kleinen Bach, in der Sonne, ohne Programm. Passt.
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  • Grenzübertritt nach Rumänien

    4 Mei, Rumania ⋅ ☀️ 20 °C

    Entgegen unserer Erwartung ist die Nacht ruhig, obwohl wir an einem lokalen Touristen-Hotspot stehen. Am Morgen kümmern wir uns um das Formale: Wir fahren jetzt mit gültiger Vignette und lösen auch gleich online das Ticket für Rumänien. Ein gutes Gefühl, alles geregelt zu haben.

    Heute nehmen wir die Autobahn in Richtung Oradea. Die Straße ist sehr gut ausgebaut und gleichzeitig erstaunlich leer. Wir „fliegen“ also mit Höchstgeschwindigkeit durch weites, flaches und einsames Grasland – zumindest fühlt es sich so an. Entsprechend schnell erreichen wir die Grenze, danach geht es über die Landstraße weiter.

    Wir fahren durch kleine, ruhige Vororte, bevor uns Oradea mit seinem eher nüchternen, teils sozialistisch geprägten Stadtbild empfängt. Der einzige Campingplatz liegt hinter einer Bahnlinie und ist nur über schmale Straßen mit ordentlicher Steigung erreichbar. Das sparen wir uns und fahren weiter.

    Nächster Versuch ist Băile Felix, ein Kurort in der Nähe. Dort wird allerdings so viel gebaut, dass wir auch hier nicht bleiben möchten.

    Also weiter. Nach etwa sechzig Kilometern erreichen wir die hügeligere Region rund um die Peștera Urșilor(Bärenhöhle). Unterwegs füllen wir unser Trinkwasser an einer Quelle auf – landestypisch und rustikal.

    Am Ende finden wir einen kleinen Platz unweit der Höhle und richten uns dort für die Nacht ein. Ruhig gelegen, genau passend nach diesem Fahrtag.
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  • Schwarzfahren auf holprigen Strassen

    3 Mei, Hungaria ⋅ ☀️ 21 °C

    Der Start in den Tag ist unspektakulär. Wir kommen ohne Hektik los, der Himmel ist wieder klar und blau. Kurz nach der Abfahrt ändern wir unsere ursprüngliche Planung: Statt über Győr fahren wir nun nördlich am Balaton vorbei, über Székesfehérvár weiter in Richtung Kecskemét. Die Namen muss man ein paar Mal lesen, bis sie sitzen.

    Die Strecke verläuft größtenteils über Landstraßen und soll laut Navigation mautfrei sein. Allerdings tauchen immer wieder Mautbrücken über der Straße auf. Das passt nicht ganz zusammen und sorgt für Unsicherheit. Also halten wir an und versuchen, das Thema zu klären. Nach gut einer Stunde Recherche mit teils widersprüchlichen Angaben auf offiziellen Seiten entscheiden wir uns für eine Vignette, von der wir hoffen, dass sie die richtige ist. Ganz sicher sind wir nicht – ob für den bisherigen Abschnitt doch noch Gebühren oder gar Bußgelder anfallen, wird sich zeigen.

    Die Weiterfahrt ist dann eher zweckmäßig. Wir kommen durch viele kleinere Orte, die Straßen sind teilweise in sehr schlechtem Zustand. Es rüttelt und klappert ordentlich – unabhängig davon, ob wir schneller oder langsamer fahren. Der Fahrradträger verändert unterwegs selbstständig seine Position, und auch im Innenraum bleibt nichts ganz an seinem Platz. Die Mikrowelle verschwindet kurzerhand im Schrank, ohne dass wir nachhelfen.

    Die lange Fahrt lässt Zeit für Gedanken. Die Landschaft erinnert mich immer wieder an unsere Tour durchs Baltikum. Wenig Industrie, viele kleine Dörfer, dazwischen weite, offene Ebenen. Die Straßen sind über weite Strecken schlecht. Auch die Sprache bleibt für mich ungewohnt und schwer greifbar - nicht ableitbar, die orientierung fast nur am Navi.

    Gegen Abend erreichen wir schließlich ein Naherholungsgebiet mit einem kleinen See. Dort wollen wir die Nacht verbringen und es ruhig angehen lassen – nach der Strecke genau das Richtige.
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  • Richtung Ungarn – Abstecher zum See

    2 Mei, Hungaria ⋅ ☀️ 23 °C

    Die Nacht an der Gedenkstätte in Mauthausen verläuft ruhig. Bis in den späten Morgen stehen wir allein auf dem großen Parkplatz. Entsprechend entspannt kommen wir los und fahren wieder hinunter ins Donautal.

    Im nächsten Ort hält Juliane kurz an und besorgt einen Reiseführer für Rumänien. Das ergänzt unsere Planung ganz gut – unterwegs schnell etwas nachschlagen zu können, ist einfach praktisch.

    Wir folgen anschließend der „Romantischen Donaustraße“. Der Name ist nicht übertrieben: Immer wieder tauchen Burgen und Schlösser auf, meist etwas erhöht über dem Tal. Nach einiger Zeit lotst uns das Navi von der Strecke weg auf eine kleinere Landstraße. Der Unterschied ist deutlich spürbar. Kaum Verkehr, keine größeren Orte mehr. Stattdessen einzelne Höfe, kleine Siedlungen und viel offene Landschaft. Die Wiesen sind frisch grün, dazwischen blüht Löwenzahn – ein recht typisches Bild für diese Jahreszeit.

    Kurz darauf erreichen wir die Grenze nach Ungarn. Ohne große Planung entscheiden wir uns, die Route leicht zu ändern, und fahren über Sopron weiter in Richtung Neusiedler See. An der Südspitze finden wir eine kleine Marina und legen eine längere Pause ein.
    Nach der Fahrt tut es gut, sich etwas zu bewegen. Ein paar Schritte am Wasser entlang, danach einfach sitzen und nichts tun. Die Sonne ist angenehm, es ist ruhig – ein guter Moment, um kurz durchzuatmen.

    Übernachten können wir dort leider nicht. Ein Hinweis am Platz macht klar, dass am Abend geräumt wird. Also fahren wir weiter nach Fertőrákos. Dort finden wir an einem Badesee einen Stellplatz für die Nacht.

    Der Platz ist zweckmäßig und für eine Zwischenübernachtung völlig ausreichend. Allerdings bleibt es bis nach Mitternacht recht unruhig. Immer wieder kommen Autos, Stimmen sind zu hören, es ist mehr los als erwartet. Nicht ideal, aber es bleibt bei einer Nacht – und am nächsten Morgen geht es ohnehin weiter Richtung Osten.
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  • KZ-Gedenkstätte Mauthausen

    1 Mei, Austria ⋅ ☀️ 20 °C

    Weiter Richtung Osten – und ein stiller Halt

    Nach einem gewohnt entspannten Frühstück geht es für uns auf die Autobahn in Richtung Passau. Der Himmel ist klar, sattblau – und genau so bleibt es den ganzen Tag. Selbst am Abend, als der Vollmond aufgeht, ist keine Wolke zu sehen.

    Wir sind früh in Passau. Da wir die Stadt bereits kennen, fällt die Entscheidung leicht: weiterfahren. Unser Ziel liegt deutlich weiter im Osten – Rumänien. Deutschland, Österreich und Ungarn sind für uns diesmal eher Durchgangsstationen.

    Die Hauptverbindung Richtung Osten ist allerdings wegen Bauarbeiten mehrfach gesperrt. Die Umleitungen führen uns über teils steile, aber gut ausgebaute Bergstraßen. Es ist eine Strecke, die mehr Zeit kostet, aber auch ihren eigenen Reiz hat: weite Blicke über die Landschaft, saftig grüne Wiesen, einzelne Bauernhöfe, kleine Dörfer. Alles wirkt ruhig und weitläufig.

    Nach einiger Zeit erreichen wir kurz vor Linz wieder das Donautal. Der Fluss begleitet uns nun über viele Kilometer – eine angenehme, fast beruhigende Strecke.

    Am frühen Nachmittag kommen wir schließlich in Mauthausen an. Dort befindet sich die KZ-Gedenkstätte. Auf dem Besucherparkplatz dürfen wir kostenfrei über Nacht stehen – eine praktische Möglichkeit, die wir nutzen.

    Einen Teil des restlichen Tages verbringen wir in der Gedenkstätte. Die Anlage wirkt auf den ersten Blick fast wie eine mittelalterliche Burg, auch wenn sie erst in den 1930er-Jahren errichtet wurde. Innerhalb der massiven Mauern sind noch einige Baracken erhalten. Sie sind jedoch vollständig leergeräumt.

    Das hinterlässt gemischte Eindrücke. Einerseits ist der Ort an sich schon eindrucksvoll und schwer genug. Andererseits hätte man sich stellenweise eine noch deutlichere Darstellung des damaligen Geschehens gewünscht, um das Ausmaß besser greifbar zu machen.

    Den restlichen Tag verbringen wir ruhig in unserem Wohnmobil. Ein stiller Ausklang nach einem Tag, der landschaftlich schön beginnt und nachdenklich endet.
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  • Pettendorf

    30 April, Jerman ⋅ ☀️ 16 °C

    Entspannt gestartet – und einfach gut angekommen

    Heute Morgen läuft alles überraschend ruhig. Eigentlich sind wir sicher, gestern Abend schon fast alles erledigt zu haben – aber wie das so ist, tauchen am Ende doch noch ein paar Dinge auf. Nichts Dramatisches, eher diese typischen Kleinigkeiten, die man schnell unterschätzt. Trotzdem: Es fühlt sich nicht hektisch an. Und tatsächlich rollen wir noch vor zehn Uhr vom Hof.

    Vor uns liegt ein langes Wochenende, entsprechend rechnen wir fest mit viel Verkehr. Umso schöner die Überraschung: Die Autobahn ist frei, es geht gut voran, kein Stau, kein Stop-and-Go. Fahren, ankommen, den Moment genießen. Genau so stellt man sich einen Reisetag vor.

    In der Nähe von Würzburg legen wir eine kurze Pause ein. Ein Kaffee, ein Frikadellenbrötchen – mehr braucht es gerade nicht. Danach geht’s entspannt weiter, die restlichen Kilometer fühlen sich fast leicht an.

    Am späten Nachmittag kommen wir in Pettendorf an, dort, wo Naab und Donau zusammenfließen. Der Ort ist uns vertraut – wir waren ja erst im Februar hier. Umso schöner, wieder anzukommen. Wir stehen erneut auf dem Parkplatz des Gasthofes, der es erlaubt, hier kostenlos zu übernachten.

    Natürlich gehört es für uns dazu, am Abend auch einzukehren. Und das zahlt sich aus: deftige deutsche Küche, dazu ein richtig gutes bayerisches Bier. Genau das, worauf wir uns gefreut haben.

    - Bayern eben.
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    Awal trip
    30 April 2026