Totale Erschöpfung & herrlicher Ausblick
Ieri, Romania ⋅ ⛅ 15 °C
In der Nacht schaut die Grenzpolizei bei uns vorbei. Der Wagen steht einige Zeit neben unserem Wohnmobil, ohne dass uns jemand anspricht oder stört. Auffällig ist vor allem die Dunkelheit. So wenig künstliches Licht erlebt man selten – sobald man aus dem Fenster schaut, verschwindet die Umgebung praktisch vollständig. Am Morgen werden wir vom Geläut der Klosterkirche geweckt. Die Glocken klingen angenehm dunkel und voll, fast so, als würde dort eine besonders alte oder wertvolle Glocke hängen.
Wir lassen den Morgen ruhig angehen und fahren irgendwann los. Lange dauert die Ruhe allerdings nicht: Plötzlich beginnt unter dem Fahrzeug ein lautes Quietschen. Der erste Gedanke geht natürlich sofort Richtung Bremse oder Lenkung. Nach einigen vorsichtigen Tests scheint aber beides in Ordnung zu sein. Und genauso plötzlich, wie das Geräusch auftaucht, verschwindet es einige hundert Meter später wieder.
Bis Borșa ist es nur eine kurze Strecke. Der Ort zieht sich, wie viele Orte hier, kilometerlang entlang der Straße. Noch vor dem eigentlichen Ortsende biegen wir auf einen kleinen Platz unterhalb eines Skigebietes ab und machen erstmal Mittagspause. Danach entschliessen wir uns zu einer kleinen Tour zu einem Wasserfall. Auf dem Weg zum Sessellift kommen wir mit einem Rumänen ins Gespräch, der mit Frau, Hund, Katze und Wohnmobil neben uns steht. Daraus entwickelt sich ein längeres und interessantes Gespräch über Reisen, Fahrzeuge und Rumänien allgemein. Mit dem Lift geht es zügig hinauf auf den Hausberg. Von dort sind es angeblich nur noch etwa ein Kilometer bis zu einem Wasserfall. „Nur ein Kilometer“ bedeutet hier allerdings: mehrfach steil bergab und natürlich ebenso steil wieder hinauf. Relativ schnell stoßen wir an die Grenzen unserer Kondition und sind entsprechend froh, als wir wieder am Lift ankommen.
Für heute reicht das Programm. Einige Kilometer weiter finden wir auf einer Bergkuppe etwas abseits der Landstraße einen Platz für die Nacht. - https://maps.app.goo.gl/GyVEejCRxWTCgbXc8 - Von dort haben wir zunächst einen herrlichen Blick auf die schneebedeckten Gipfel der Karpaten. Der Ausblick hält allerdings nicht lange. Dicke dunkle Regenwolken ziehen auf und legen innerhalb kurzer Zeit einen grauen Schleier über die gesamte Landschaft.Leggi altro







Herrliche Bilder! Die Anstrengung hat sich gelohnt! [Stjernie]