• Heimreise bei Hitzerekorden

    June 18 in Germany ⋅ ⛅ 32 °C

    Die vergangenen Tage auf dem Campingplatz verliefen weitgehend ereignislos. Bei drückender Hitze von nahezu 40 Grad versuchten wir, uns so gut es ging einzurichten. Juliane nutzte mehrfach die Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad im See, während ich mich eher für die verlässlich kontrollierbare Variante entschied – den kühlen Wasserstrahl der Campingplatzdusche.

    Am heutigen Morgen reift beim Frühstück schließlich die Entscheidung: Friedrichshafen lassen wir links liegen und treten direkt die Heimreise nach Bonn an. Die für das Wochenende angekündigten Rekordemperaturen geben den Ausschlag. Während ich mich auf klimatisierte Messehallen hätte einstellen können, wäre Juliane zwei Tage lang der unbarmherzigen Hitze ausgesetzt gewesen – ein Szenario, das wir beide nicht weiter verfolgen möchten.

    So machen wir das Wohnmobil rasch abfahrbereit und nehmen die rund 500 Kilometer lange Strecke über die Autobahn in Angriff. Die Fahrt verläuft überwiegend angenehm und zügig. Lediglich ein leichtes Knacken bei stärkeren Lenkbewegungen erinnert daran, dass die Straßen Osteuropas ihre Spuren hinterlassen haben. Die Domlager werden wohl in naher Zukunft erneuert werden müssen. Unser „Troll“ im Armaturenbrett hingegen hat sich überraschend still verhalten. Keine Kontrollleuchte, kein Notlauf – offenbar hat er sich wieder in die tiefen, öligen Regionen seines Verstecks zurückgezogen und gönnt uns eine Pause von seinen Eskapaden.

    Am späten Nachmittag erreichen wir schließlich die Heimat. Mit großer Erleichterung genießen wir wieder die Vorzüge einer funktionierenden Klimaanlage und lassen die Reise langsam ausklingen – im Bewusstsein, eine eindrucksvolle, lange und ereignisreiche Tour hinter uns zu haben.
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