• Ein Zeichenspiel mit viel Gelächter

    August 27 in Germany ⋅ ☁️ 26 °C

    Dieses Spiel habe ich erst im Frühjahr im Kurs von Barbara Yelin gelernt, wo es ebenfalls viel Gelächter hervorgerufen hat. Es funktioniert wie „Stille Post“, nur wird nicht geflüstert, sondern gezeichnet. Die Vorzeichnerin weiß als einzige, was sie erreichen will. Sie beginnt ihre Zeichnung und der Partner zur Linken kopiert Strich für Strich, was er oder sie sieht. Die nächste wiederum kopiert den zweiten und so weiter die Reihe entlang. Dabei zerfließt die Sinnhaftigkeit der Zeichnung ebenso wie die Sinnhaftigkeit der Sätze bei der Flüsterpost. Interessant wird es, wenn Zeichner weiter hinten in der Reihe versuchen,doch etwas Greifbares aus Sinnlosem entstehen zu lassen.
    In unseren Zeichnungen verschwindet der Mann nach und nach aus dem Bild, das Hündchen verwandelt sich in einen Engel und aus dem Spiegel der ideegebenden Arnolfini-Hochzeit wird ein Gockelhahn. Schon während des Zeichnens ist das Gelächter groß; als wir die Bilder in Reihe betrachten, erst recht. Denn aus den oben beschriebenen Entwicklungen im Bild kann man natürlich allerhand Philosophisches und Feministisches herauslesen…
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