• Don't pay the ferryman!

    February 23 in Germany ⋅ ☁️ 11 °C

    Morgens ein ausgiebiges Frühstück, verbunden mit langen Gesprächen, doch dann wird es Zeit, zu gehen. Eigentlich müsste ich heute nur locker 50 Kilometer weit den Rhein hinauf, aber ich habe andere Pläne.
    Über die Düsseldorfer Flughafenbrücke wechsle ich wieder auf die rechte Rheinseite. In der Altstadt kehre ich beim Bäcker ein für Kakao und Kuchen. Das Wetter ist viel angenehmer als gestern. Nachmittags lässt sich sogar die Sonne sehen und ich kann am Fluss auf einer Bank sitzen, dösen und den Schiffen zuschauen.
    Schließlich erreiche ich den Fähranleger in Zons. Von hier aus hätte ich nur noch 10 km zu fahren. Auch andere Passagiere warten schon. Da kommt der Kneipenwirt von nebenan zu uns und verkündet, dass der Fährverkehr wegen Hochwassers eingestellt ist!
    Da ist guter Rat teuer. Die nächsten Brücken sind zurück in Düsseldorf oder vorwärts in Leverkusen. Beides bedeutet einen erheblichen Umweg.
    Ich entscheide mich für Leverkusen. Nach einer Stunde bin ich da. Wegen des Hochwassers und umfangreicher Bauarbeiten rund um die Brücke wird der Fahrradverkehr weiträumig umgeleitet. Als ich nach einem kilometerlangen Umweg endlich auf der Rheinbrücke bin, wird es schon dunkel.
    Ich knipse mein Licht an, fahre noch 10 km über dunkle Radwege und treffe mit zwei Stunden Verspätung gegen 7 endlich bei Claudia, Toni und Marcel ein.
    Lange nicht gesehen! Der Abend vergeht mit Plaudern und Essen. Ich darf in Marcels Anbau wohnen.
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