Papa steht wieder um 6.30 Uhr auf und bereitet alles für die Abfahrt vor, während Lanyu sich noch eine Stunde in den Schlafsack einmümmelt. Wieder ist alles am Morgen völlig durchnässt, aber der kühle Morgen ist die beste Zeit zum Radeln. Aufbruch um 8.30 Uhr. Wir kurbeln am Fluss Le Doubs entlang, bis mittags meist im Schatten der Bäume, eine ruhiges Paradies allerorten. Gelegentlich überholen uns andere Radfahrer (tatsächlich überholen uns ALLE, weil wir die Langsamsten sind :-), die meisten auf Rennrädern, ausstaffiert wie für die Tour de France. Dazu all die Ü-60er, die dank Elektrovelos wieder lange Touren machen können. Seltsamerweise fragt mich Lanyu unterwegs, ob es Flüsse gebe, die unterirdisch weiterfliessen und ich antworte, dass dies extrem selten vorkäme und eine Stunden später sehen wir genau das: ein Fluss, der durch einen Tunnel fliesst, 185 m, effektvoll beleuchtet, mit einem Wendebecken für die Boote und zwei Wasservorhängen, um die Fledermäuse am Einfliegen zu hindern.
Wir erreichen am Mittag Besancon, eine Grossstadt mit dem Charme von Bern oder Florenz: der Doubs fliesst durch die Stadt, flankiert von dicken Mauern, Kirchen, Kalksteinhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert, überragt von alten Brücken. Wir essen zu Mittag beim Subway im Schatten einer Hausecke. Am Nachmittag legen wir nochmal einen Zahn zu und landen auf einem Campingplatz am Zusammenfluss zweier Flüsschen.Read more
Traveler
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