• Das Tor zur Provence

    Oct 6–8, 2023 in France ⋅ 🌙 13 °C

    Ein more basic breakfast als das unsrige geht nicht, low budget eben.
    Wir fahren mit dem Bus in die Innenstadt und entschädigen uns für diese Entbehrung mit einem asiatischen Reisgericht und Samosas.
    Valence gefällt uns beiden sehr, die sandfarbenen Marmorplatten und Kopfsteinpflaster, die Kalkstein-Bürgerhäuser, die vielen Platanen der Boulevards und die Rosenranken an den Fassaden geben der Altstadt den mediterranen Touch, den man mit der "unerträglichen Leichtigkeit des Seins" in Einklang bringen kann und die gleissende Sonne tut ihr Übriges, um diesen Eindruck zu verstärken. Valence gilt als das Tor zur Provence. Im Hintergrund reicht der Blick durch die Gassen immer mal wieder bis zur Rhone hinunter, jeder noch so kleine Platz ist voller Sonnenschirme und Cafés, aus den Boulangerien duftet es nach Leckereien.
    Ich hatte Lanyu Crêpes versprochen und - unvermeidlich - muss Nutella dazu gegessenen werden.
    Wir besuchen das Museum, welches an Napoleon Bonapartes Aufenthalt als junger Leutnant in der Stadt erinnert. Den berühmtesten Franzosen aller Zeiten kann ich Lanyu nicht ohne ein paar kritische Töne nahe bringen. Die vom jüngsten General der französischen Militärgeschichte angezettelten Kriege brachten hunderttausenden Europäern den Tod und seine Hybris endete auch für ihn tragisch. Aber all das verblasst im Glanz der vorangegangenen Siege. Auch meine Heimatstadt Krefeld wurde von dieser Zeit entscheidend geprägt, vor allem in der Stadtplanung und der Architektur, aber auch in der Sprache, denn alte Krefelder nennen z.B. heute noch den Regenschirm Parapluie und den Gehsteig Trottoir.
    Diesen Nachmittag haben wir wirklich genossen.
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