Wir schlafen gut im Wohnmobil und im Dorf ist es nachts sehr ruhig. Nur der Wind rauscht durch den Olivenbaum, vor den Gartenlampen huscht lautlos eine Fledermaus auf und ab und an den Mauern lauern kleine Geckos auf Beute.
Auch in diesem Dorf gibt es eine Stierkampfarena, klein und nur für die französische Art des Spektakels konstruiert, bei der der Stier nicht zu Schaden kommt. Die jungen Männer rennen am Stier vorbei und pflücken eine sog. Kokarde zwischen den Hörnern des Stiers ab, dann springen sie über eine kleine weisse Stufe und die rote Umfassung der Arena in Sicherheit - manchmal hechten sie kopfüber. Und auch in Galician werden die schwarzen Stiere für diese alte Tradition gezüchtet.
Am Mittag heisst es Abschied nehmen von unseren Gastgebern Patrick und Giselle sowie von Laurian, Moana und Maelys. Wir hatten eine gute Zeit miteinander.
Schweren Herzens haben wir, nach mehreren Telefonaten mit unserem Zuhause, zugestimmt, vorzeitig nach Hause zurückzukehren, anstatt, wie zuvor vereinbart, mindestens bis Barcelona zu fahren. Dafür hatten wir nur noch ungefähr eine Woche gebraucht, aber eine intakte Familie ist uns wichtiger.
Wir pedalieren die rund 30 km nach Nimes, quartieren uns im B&B-Hotel ein und gehen zu Fuss in die Stadt zum Amphitheater.
Morgen geht es per Zug zurück nach Zürich. Die Weiterfahrt nach und durch Spanien verschieben wir aufs nächste Jahr.Baca lagi