• Miami Platja

    October 8, 2025 in Spain ⋅ 🌩️ 25 °C

    Aufbruch erst gegen 11 Uhr. Die Sonne scheint, aber der Wetterbericht droht mit tagelangem Regen und Gewittern.
    Frühstück im arabischen Imbiss in der Stadt. Das Inhaberehepaar streitet sich vor allen Leuten wie die Kesselflicker. Für kleines Geld hauen wir uns die Bäuche voll.
    In einem Fahrradgeschäft kaufen wir für Mayen eine Gel-Sattelauflage, da sie über lädierte Vier Buchstaben klagt.
    Abfahrt gegen 13 Uhr. Am Meer entlang sind die Ausblicke auf das Meer, die raue Felsenlandschaft und die zahlreichen Olivenhaine schon eine Tour wert.
    Unterwegs sehen wir eine ca. 40 cm lange Kreuzotter auf einem Betonsockel, die in der Sonne Wärme tankt. Ansonsten erstaunlich wenige Schmetterlinge, angesichts der überall blühenden Blumen und Sträucher. Fingerlange Heuschrecken, aber nach Gottesanbeterinnen halte ich vergeblich Ausschau.
    Wir erreichen den Touristenort Salou am Nachmittag, fläzen uns auf weisse Kunststoffstühle in einem Joghurt-Eiscafe. Mayen und Lanyu gehen kurz im Meer baden.
    Entlang einer schier endlosen Promenade und gewundener, schmaler Fahrradwege unter Palmen und Kiefern geht es trotz leichten Gegenwindes gut voran. Aber alsbald geht Mayen die Luft und Laune aus. In einem Olivenhain setzt sie sich entmutigt und trotzig hin - nichts geht mehr. Mühsam schleppen wir uns noch nach Miami Platja ins Hotel. Kriegsrat. Wie soll es weiter gehen? Totaler Abbruch und Umkehr? Papa mag das Gejammer und die ständigen Beschwerden, das Hinterherhängen auch nicht mehr. Wir einigen uns darauf, das Reiseziel auf die Erreichung von Valencia zu beschränken, womit Murcia entfällt, denn das wären weitere 250 km gewesen. Verteilt auf die verbliebene Reisezeit müssten wir mit moderaten 30 km Tagesleistung klar kommen. Das schafft auch Mayen. Zudem entscheiden wir, einen Tag in Miami zu bleiben.
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