Tarragona
7. oktober 2025, Spanien ⋅ 🌙 20 °C
Die Nacht haben wir auf einem tollen Campingplatz verbracht. Es war ruhig und eng im Container-Tiny-Reihenhäuschen. Ursprünglich wollten wir einen Tag verweilen, aber weil für den Rest der Woche mehr oder weniger Regen vorausgesagt wird, sind wir zwar verbummelt-spät aufgestanden, haben uns aber am Mittag doch Richtung Tarragona in Bewegung gesetzt. Den ganzen Tag geht es mal nahe, mal 1-2 km entfernt, aber stets an der Küste entlang. Über kilometerlange, palmgesäumte Strandpromenaden, mit etwas Gegenwind, im Sonnenschein bei 25 Grad, vorbei an Bettenburgen und winzigen Strandhäuschhen erreichen wir nach etwa 30 Kilometern am Nachmittag Tarragona.
Auffällig finde ich bis jetzt, wie wenig Tiere in diesem Teil Spaniens zu sehen sind. Ausser den allerorten präsenten Mönchssittichen sieht man - wirklich nur vereinzelt - Möwen, Stare und einen Kuhreiher. Wir haben eine kleine Ringelnatter tot am Strassenand gesehen, aber nirgends Greifvögel, Kaninchen oder Hasen und nur eine einzige Eidechse. An einem Ort zirpten Zikaden.
Was man aber überall reichlich findet ist Abfall. Es ist unbegreiflich, dass mit dem winzigen, verblieben Rest Natur immer noch derart verächtlich umgegangen wird und die wunderschönsten Aussichtspunkte genauso vermüllt werden, wie überhaupt jeder Rastplatz auf unserer Strecke.
Mayens Fahrradkette ist mal abgesprungen, Lanyus Rad hat wohl ein Problem mit dem Tretlager, bei mir schleift die Vorderradbremse, aber ansonsten ist alles im Grünen Bereich.
Wir haben in einem kleinen Hostel eingecheckt und fahren dann in die Altstadt, steil hoch, den Rest müssen wir, die Räder tragend, über eine Treppe erklimmen. Wie fast alle Küstenstädte an der Mittelmeerküste Spaniens geht auch Tarragona auf eine Gründung durch die Römer zurück. Entlang der Via Augusta findet man Grabstätten, Tempel- und Wehrturmreste der Römer. Die ca. 2000 Jahre alte Stadtmauer der Römer umfasst Tarragona zum grossen Teil noch heute.
Seit Abfahrt in Zürich haben wir noch keine derart schöne Stadt gesehen, wie Tarragona, einfach zu schön, um nur kurz zu verweilen.
In der Altstadt finden wir eine Bar zwischen den uralten Mauern. Unter Olivenbäumen geniessen wir Zitronenlimonade und eine lokale Spezialität aus gekochten Kartoffelstückchen, frischem Sellerie und einer scharfen Tomatensauce.
Erst spät finden wir in den Schlaf.Læs mere
























Euch weiterhin ein tolle, erlebnisreiche Reise in Richtung Afrika. Wir sind von euren Eindrücken begeistert und von eurer Kondition überwältigt. Herzliche Grüsse, Chai und Thomas [Chai und Thomas]