• Die Lachslords in Sunndal

    July 15 in Norway ⋅ ⛅ 19 °C

    Die Ausstellung über die britischen Lachslords gehört zu den wichtigsten Themen des Leikvin-Dorfmuseums. Sie erzählt von einer außergewöhnlichen Epoche, in der wohlhabende Adlige und Industrielle aus Großbritannien zwischen etwa 1850 und 1950 jeden Sommer nach Nordmøre reisten, um in den lachsreichen Flüssen zu fischen. Damals galt das Lachsangeln in Norwegen als exklusiver Zeitvertreib der britischen Oberschicht. Viele der Gäste pachteten ganze Flussabschnitte, errichteten Jagd- und Sommerhäuser und brachten einen Hauch britischer Lebensart in die abgelegenen Täler Norwegens.

    Im Museum sind zahlreiche originale Gegenstände aus dieser Zeit zu sehen – darunter elegante Möbel, Silbergeschirr, Fotografien, Angelgeräte, Kleidung sowie persönliche Erinnerungsstücke der englischen Familien. Die Ausstellung zeigt, wie eng das Leben der Einheimischen mit den wohlhabenden Gästen verbunden war und welchen wirtschaftlichen und kulturellen Einfluss diese auf die Region ausübten.

    Im Mittelpunkt steht die faszinierende Geschichte von Barbara Arbuthnott. Die aus einer schottischen Adelsfamilie stammende Lady kam 1866 erstmals nach Sunndal, verliebte sich in die Landschaft und verbrachte schließlich den Großteil ihres Lebens dort. Ihr Leben war geprägt von großem Reichtum, persönlichen Schicksalsschlägen und tragischen Verlusten. Gleichzeitig engagierte sie sich stark für die Menschen im Tal und gewann dadurch eine außergewöhnliche Stellung. Die Einheimischen nannten sie später sogar die „ungekrönte Königin von Sunndal“.

    Ihre Geschichte ist bis heute lebendig: Im Museum sind viele persönliche Besitztümer aus ihrem Nachlass ausgestellt, und ihr Grab befindet sich auf dem nahegelegenen Friedhof von Løykja, der ebenfalls zum Leikvin-Kulturpark gehört. Ihr bewegtes Leben inspirierte mehrere Bücher, einen Dokumentarfilm und sogar ein Musical, das in Sunndal regelmäßig aufgeführt wird. (ChatGPD)
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