• Andrea Schmitz
  • Christian Schmitz
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Skandinavien 2026

Een 61-daags avontuur van Andrea & Christian Meer informatie
  • klein, einfach, fein, direkt am Kanal

    28–31 jul., Zweden ⋅ ⛅ 20 °C

    Für die kommenden drei Nächte haben wir uns auf dem kleinen (nur 12 Plätze), einfachen Campingplatz „Glasbrukets vandrarhem & café“ einquartiert.
    Dieser liegt im kleinen Ort Borensberg, zwischen Linköping und Motala, Wunderschön gelegen auf einer Halbinsel zwischen dem Göta-Kanal und dem Motala-Ström, genießen wir die Ruhe und die herrliche Natur direkt am Kanal.
    Die rundum liegenden Gebäuden sind aus dem späten 19. Jahrhundert und beherbergen Gästezimmer und ein Café mit selbstgebackenem Kuchen. Einst lebten hier die Familien der Glasbruket-Beschäftigten, einer alten Glasfabrik. Die Gebäude liegen nur gut einen Kilometer von den Schleusen und dem kleinen Ort Borensberg am See entfernt.
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  • Im Freilichtmuseum Lindköping

    31 juli, Zweden ⋅ ☀️ 20 °C

    „Gamla Linköping ist weit mehr als ein Freilichtmuseum – es fühlt sich an wie eine kleine Zeitreise. Zwischen kopfsteingepflasterten Gassen, liebevoll restaurierten Holzhäusern und historischen Gärten entsteht der Eindruck, als wäre das Schweden von vor über hundert Jahren lebendig geblieben. Besonders spannend war, dass viele Gebäude tatsächlich aus der Altstadt hierher versetzt wurden, um sie vor dem Abriss zu bewahren. So schlenderten wir nicht nur durch ein Museum, sondern durch ein ganzes Stück bewahrter Stadtgeschichte – authentisch, lebendig und voller kleiner Details, die den Alltag vergangener Zeiten greifbar machen.“
    ChatGPD
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  • Das Haus der Familie Svensson

    31 juli, Zweden ⋅ 🌬 21 °C

    „Ein besonders bewegender Teil des Museums war das Haus der Familie Svensson. Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll den harten Alltag einer Arbeiterfamilie Anfang des 20. Jahrhunderts: Viele Kinder, beengte Wohnverhältnisse, Geldsorgen und die Folgen eines Arbeitsunfalls des Vaters prägen das Leben. Um über die Runden zu kommen, werden sogar Betten an Hafenarbeiter vermietet. Die detailreiche Darstellung vermittelt eindrucksvoll, wie entbehrungsreich und unsicher das Leben vieler Familien damals war.“
    ChatGPD
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  • Vom kleinen Holz zum großen Geschäft

    2 augustus, Zweden ⋅ ☁️ 17 °C

    Das Streichholzmuseum in Jönköping entpuppt sich als überraschend spannende Reise durch die schwedische Industriegeschichte. An einem so simplen Alltagsgegenstand lässt sich hier wunderbar nachvollziehen, wie Erfindergeist, Industrialisierung und Welthandel zusammenwirkten – und welchen Preis die Menschen dafür zahlten.

    Die Idee des Sicherheitsstreichholzes stammt vom Chemiker Gustaf Erik Pasch, der bereits 1844 den Phosphor aus dem Zündkopf auf die Reibefläche der Schachtel verlagerte. Pasch selbst wurde mit seiner Erfindung allerdings weder reich noch berühmt.

    Den Durchbruch schafften die Brüder Johan und Carl Lundström aus Jönköping. Für die Weltausstellung 1855 in Paris griffen sie auf Probehölzer zurück, die Johan bereits 1852 entwickelt hatte. Ihr verbessertes Sicherheitsstreichholz sorgte dort für großes Aufsehen und wurde mit Diplom und Medaillen ausgezeichnet. Die Streichholzschachtel der Gebrüder Lundström, eine Hülle um eine herausziehbare Lade, gilt als unser älteste Alltagsverpacker.

    Mit dem Erfolg begann die Industrialisierung der Herstellung. Anfangs wurden die Streichhölzer weitgehend von Hand gefertigt, später übernahmen immer ausgefeiltere Maschinen die Produktion. Höhepunkt war Alexander Lagermans „Komplettmaschine“ von 1892, der „Rolls-Royce unter den Streichholzmaschinen“. Sie vereinte zahlreiche Arbeitsschritte: Die Holzstäbchen wurden ausgerichtet, vorgewärmt, paraffiniert, mit Zündmasse versehen, getrocknet und schließlich automatisch zu jeweils 50 Stück in Schachteln gefüllt. Rund 50 Minuten dauerte die Reise eines Streichholzes durch die Maschine.

    Hinter diesem technischen Fortschritt standen jedoch Tausende Arbeiterinnen und Arbeiter, besonders viele Frauen und Kinder. Die Arbeitstage waren lang, die Bedingungen ungesund und gefährlich und die Löhne niedrig. Weil der Verdienst häufig nicht zum Leben reichte, wurden zu Hause zusätzlich Streichholzschachteln geklebt. Die ganze Familie half mit, selbst kleine Kinder. In den engen Wohnungen lagen überall Schachteln zum Trocknen, begleitet vom säuerlichen Geruch des feuchten Papiers.

    Die Fabrik ließ zwar Wohnungen für ihre Beschäftigten errichten, doch auch das hatte seinen Preis. Oft lebten große Familien in nur einem Zimmer und einer Küche. Wer seinen Arbeitsplatz verlor, verlor gleichzeitig seine Wohnung – und von den älteren Kindern wurde erwartet, ebenfalls in der Fabrik zu arbeiten.

    Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Jönköping schließlich zu einem Zentrum der internationalen Streichholzindustrie. Eisenbahn, Mechanisierung und niedrige Produktionskosten ermöglichten riesige Stückzahlen. Besonders der Export nach England und in das britische Empire florierte. Selbst die bunten Etiketten auf den Schachteln wurden zu wichtigen Werbeträgern und machten das schwedische Streichholz weltweit bekannt.

    Im 20. Jahrhundert betrat dann Ivar Kreuger die Bühne. Der schwedische Unternehmer vereinigte zahlreiche Streichholzhersteller und baute ein internationales Firmenimperium auf. Durch Kredite an Staaten sicherte er sich im Gegenzug Streichholzmonopole in vielen Ländern und wurde als „Streichholzkönig“ weltberühmt. Zeitweise kontrollierte sein Konzern einen großen Teil des weltweiten Streichholzmarktes.

    Doch Kreugers Imperium beruhte auf einem immer komplizierteren Geflecht aus Krediten und Finanzgeschäften. Nach der Weltwirtschaftskrise geriet das System ins Wanken. 1932 wurde Kreuger tot in seiner Pariser Wohnung aufgefunden; sein Tod wurde als Suizid eingestuft. Kurz darauf brach sein Firmenimperium zusammen und enorme finanzielle Unregelmäßigkeiten kamen ans Licht.

    So erzählt das Museum weit mehr als die Geschichte eines kleinen Holzstäbchens. Es zeigt Erfindergeist und technischen Fortschritt, den Aufstieg einer Großindustrie und eines weltweiten Firmenimperiums – aber auch die harte Realität der Menschen, deren Arbeit diesen Erfolg erst möglich machte. Gerade diese Verbindung machte das Streichholzmuseum für uns überraschend interessant.
    (Mit ChatGPD formuliert)
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  • Varberg überrascht

    3–4 aug., Zweden ⋅ ☁️ 18 °C

    Unser Stellplatz in Varberg liegt mitten im Hafen – eigentlich eher nur ein großzügiger Parkplatz, aber die Lage direkt am Wasser und zwischen den Booten macht ihn trotzdem erstaunlich stimmungsvoll.

    Kaum angekommen, macht uns Angelika erst einmal selbstgebackene leckere Blaubeerpfannkuchen mit Beeren, die die Beiden gepflückt hatten. Ein ziemlich guter Start für Varberg.

    Danach machen wir uns zu Fuß auf den Weg. Dhoppen in den Läden in einem alten Lagerhaus, laufen zum markanten Kaltbadehaus, das mit seinen Türmchen fast ein wenig orientalisch wirkt.
    Dann geht es hinauf zur Festung von Varberg. Die mächtige Anlage thront seit Jahrhunderten über der Küste. Ihre Ursprünge reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück; später wurde sie von den Dänen zu einer der stärksten Festungen Nordeuropas ausgebaut. Heute ist sie eines der Wahrzeichen der Stadt und bietet vor allem einen großartigen Blick über Meer und Hafen.

    Zurück am Wasser gönnen wir uns einen Wein im Hafen und müssen für das Abendessen anschließend nicht weit laufen: Das Restaurant liegt praktisch direkt neben unseren Wohnmobilen. Bequemer geht es kaum.

    Den Abend lassen wir schließlich bei ein paar gemeinsamen Spielen ausklingen.

    Varberg entpuppt sich als echte Überraschung, ganz ohne großes Programm: Hafen, Meer, ein bisschen Geschichte, gutes Essen und ein gemütlicher Abend – passt.

    (Text ChatGPD-unterstützt)
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  • Tjolöholm – beeindruckend, monströs und irgendwie

    4 augustus, Zweden ⋅ ☁️ 24 °C

    Schon beim ersten Blick ist klar: Tjolöholm ist kein zurückhaltendes Schloss. Es ist gewaltig, verspielt, wuchtig und fast ein wenig monströs – als hätte man ein englisches Tudor-Schloss aus einer anderen Welt an die schwedische Küste verpflanzt. Und tatsächlich war genau das die Idee. Zwischen 1898 und 1904 entstand hier eines der ungewöhnlichsten Schlösser Schwedens, geprägt von englischer Arts-and-Crafts-Architektur und Jugendstil.

    Im Inneren wird es nicht weniger beeindruckend. Dunkles Holz, mächtige Kamine, aufwendige Schnitzereien, Stoffe, Tapeten und Möbel bilden ein nahezu vollständig durchkomponiertes Gesamtkunstwerk. Die 36 Räume waren streng nach dem gesellschaftlichen Leben ihrer Bewohner organisiert: Herrschaft, Gäste, Kinder und Bedienstete bewegten sich weitgehend in getrennten Bereichen. Gleichzeitig versteckte sich hinter der historisierenden Kulisse modernste Technik. Es gab ein Warmluft-Heizsystem, ungewöhnliche Rundumduschen und sogar einen fast eine Tonne schweren, von Pferden gezogenen Staubsauger. Seine langen Schläuche wurden von außen durch die Fenster in die Zimmer geführt.

    Hinter diesem gigantischen Projekt stand vor allem Blanche Dickson. Gemeinsam mit ihrem Mann James Fredrik Dickson hatte sie Tjolöholm 1892 gekauft. Doch kurz nach Beginn der Bauarbeiten starb James auf geradezu absurde Weise: Eine kleine Verletzung am Finger hatte er mit dem bleihaltigen Folienpapier einer Weinflasche umwickelt – daraus entwickelte sich eine tödliche Blutvergiftung. Blanche führte den Schlossbau anschließend allein weiter, für eine Frau um 1900 durchaus bemerkenswert.

    Auch das Familienleben hatte seine besonderen Seiten. Zum Anwesen gehörte zeitweise das größte Gestüt Schwedens mit berühmten Vollblutpferden und sogar einer Fahrschule für zukünftige Kutscher. Tjolöholm war also weniger ein stiller Adelssitz als ein riesiger, durchorganisierter Kosmos aus Familie, Gästen, Bediensteten, Pferden und gesellschaftlichem Leben.

    Tragisch ist, wie kurz Blanche ihr vollendetes Lebenswerk genießen konnte. Bereits 1906 reiste sie nach Ceylon, dem heutigen Sri Lanka, um ihre Brüder auf deren Teeplantage zu besuchen. Auf der Rückreise erkrankte sie an Ruhr und starb mitten im Indischen Ozean.

    Das Schloss ging an ihre Tochter Blanche Bonde und deren Mann, Graf Carl Bonde. Mit ihren vier Söhnen bildeten sie die nächste Generation auf Tjolöholm. Bis zur Scheidung des Paares 1920 lebte die Familie hier; danach nutzte Blanche Bonde das Schloss hauptsächlich an Wochenenden und im Sommer und verbrachte die Winter in Stockholm. 1951 verließ sie Tjolöholm endgültig. Damit war das erst 1904 fertiggestellte Schloss nach nicht einmal fünf Jahrzehnten als Familienwohnsitz praktisch Geschichte. Danach stand es leer und begann zu verfallen, bevor es schließlich von der Stadt Göteborg übernommen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.
    ChatGPD
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  • Das kleine Dorf von Tjolöholm

    4 augustus, Zweden ⋅ ☁️ 25 °C

    Das Gut Tjolöholm wurde als ideale Gemeinschaft erbaut. Die Familie Dickson hatte eine lange Tradition der Philanthropie. Die Idee war, dass schöne Häuser dazu beitragen würden, glückliche Menschen zu schaffen, die wiederum eine bessere Gesellschaft gestalten könnten.

    Blanche Dickson hatte ein starkes soziales Engagement und kümmerte sich um die Arbeiter auf dem Gut. Sie ließ das Dorf in den Jahren 1902-1904 errichten, um sicherzustellen, dass sie gut lebten. Jedes Haus hatte seinen eigenen Garten zum Anbau von Kräutern, Gemüse und Blumen. Blanche Dickson vergab Preise für die am besten gepflegten Gärten und belohnte die Hausherrin mit dem saubersten und ordentlichsten Haus

    Jedes auf dem Gut geborene Kind erhielt ein Set Babykleidung und fünf Kronen wurden auf ein Bankkonto eingezahlt. Blanche Dickson besuchte die Mutter und ihr Neugeborenes auch oft. Alle Frauen und Kinder, die im Arbeiterdorf lebten, erhielten eine lokale Tracht, die sie an Feiertagen und besonderen Anlässen trugen. Wenn Mrs. Dickson oder Gräfin Blanche Bonde Gäste hatten, gingen diese oft ins Dorf, um die Häuser und Gärten zu besichtigen.
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