• Liminal - Übergangszustand

    November 11, 2024 in Italy ☀️ 11 °C

    Es ist eine dieser Begegnungen, die aus dem Sichtreibenlassen entstehen: Vaporettostation Salute, spontaner Ausstieg. An der Punta della Dogana ist sichtbar “Exhibition” zu lesen. Für einen Biennale freien Montag ein erfreulicher Schriftzug, der im Titel verrät, “Pierre Huyghe - Liminal”. Auf Grund von Neugier und falsch gelesenem Eintrittspreis verlassen unerwartet 18 Euro mein Konto. Ein Abendessen, ist mein Gedanke. Was folgt, kann kein Gastrobesuch liefern. Kunst, die bewegt, verstört, aufwühlt, berührt. Zumindest mich. - Ich betrete einen dunklen Raum. Nur langsam gewöhnen sich die Augen an das fehlende Licht. Auf einer überdimensionalen Leinwand eine Frau, nackt, ausgeliefert, das Gesicht ein schwarzes Loch. Gebannt starre ich nach vorn, bin fasziniert. Distanz und Nähe verschmelzen, Vergangenes kommt in den Sinn, Neues entsteht. Transformation, Übergang. Die weiteren Projektionen, Objekte und eine Performance ziehen mich ebenso in den Bann.

    Nach zwei Stunden verlasse ich das Museum, schaue ins Sonnenlicht und bin geblendet. Was für eine Ausstellung, ist nun mein Gedanke.
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