Lieblinge
July 18, 2025 in Italy
⛅ 17 °C
Die Tour neigt sich dem Ende, heute wären wir auf der Raschötzhütte oberhalb von St. Ulrich zu Gast. Hinter uns liegen das Heiligkreuz Hospiz und die Mauersberghütte. Alle drei sind uns bekannt und so schauen wir heute auf unsere persönlichen Favoriten der vergangenen Jahre zurück.
1) Unterwegs zu besagter Schutzhütte unterhalb des Heiligkreuzkofel holte uns kurz vorm Ziel der Regen ein. Einer der alten Heuschober auf den Alementara-Wiesen zeigte sich offen: Unser Fluchtpunkt vor der Nässe. Mit ihr kam jedoch die Kälte und gegen sie half nur Bewegung. Sportliche Übungen tauchten im Gedächtnis auf. Se hielten den Körper warm und den Geist wach, während die Augen immer wieder zum Himmel blickten. Lang blieb der Regen.
2) Von der Schlüterhütte - bei uns mit „die Hütte, mit der unfreundlichen Wirtin“ kodiert - gibt es einen wunderbaren Singletrail in Richtung Würzjoch. In Erinnerung ist die erste Abfahrt an dieser Stelle: Start über den Wolken, die das gleißendere Sonnenlicht reflektierten.
3) Die Scontinihütte in Nähe des Lagazoi. Sie sollte unsere Lagerstatt für einige Tage bieten. Von hier wollten wir täglich aufbrechen. Doch die steile, teils betonierte, teils schlottrige Auffahrt und der Gedanke dies mehrmals tun zu müssen, ließ uns zweifeln. Wir fanden die Lösung, fragten in der Wirtschaft im Tal, ob Platz für unsere Räder sei und wanderten die folgenden Tage das Steilstück. Eine Option, die danach immer mal wieder Eingang in unsere Touren fand.
4) Unterkünfte sind das „Schmankerl“ des Tages. Jede ist anders, besonders. Schräg war ein altes Kinderheim, erreichbar nach einer mit 30% Steigung ausgezeichneten Teerstraße. Nur wir zwei in einem großen Schlafsaal mit Eisenbetten. Eine filmreife Kulisse.
5) Nichts ist schöner als ein Bad bei großer Hitze in einem der Gebirgsflüsse oder Seen. Passt das Wetter, steht es fest auf dem Programm. Es kostet immer wieder Überwindung - rückblickend ein Genuss.
Was mir auch immer wieder ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert: Total verdreckte Räder am Ausgang eines Bikeparks.
Morgen geht’s in die Heimat.
Ein letzter Eintrag wird sich der Schönheit vor der Haustür annehmen.Read more






