• Olé.
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Berge erfahren

Mountainbiketour durch die Dolomiten Read more
  • Trip start
    July 11, 2025

    Start

    July 11, 2025 in Germany ☁️ 21 °C

    The same procedure as every year: Wie passen die Räder auf den Gepäckträger? 15 Minuten später ist die Frage geklärt. Los geht’s, Richtung Süden. - Um eine Stunde später zu stoppen. Rot strahlen die Rückleuchten der Autos vor uns. Schneckentempo. Warten. Geduld. Das Ziel rückt schrittweise näher.

    Mittlerweile wird klar, warum wir bereits über zwei Stunden im Stau stehen. Die Polizei sucht mit einem Großaufgebot, unterstützt von einem Hubschrauber, einen flüchtigen Mann bei Schönwald. Die A93 ist zur Sachverhaltsaufnahme teilweise komplett gesperrt. Wir sind aufgefordert, keinen Anhalter mitzunehmen. - Ein wenig wie im „Tatort“. Nur ist dieser als Spielfilm nach 90 Minuten vorbei.

    Es regnet. Dunkelt. Österreich ist weit weg. Wir wechseln auf die A4 und sind nach vier Stunden in Münchberg. Derweil wird die Sperrung der A93 aufgehoben. Mein Vorteil als Bahnreisender: Mich erschüttert nichts mehr. Ankommen ist das Ziel. Wann ist nicht entscheidend.

    23:30 Nussdorf am Inn. Nachtruhe.
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  • Expedition

    July 12, 2025 in Italy ☁️ 15 °C

    Eine kurze Nacht im Auto: Hinlegen. Der Wind weht. Einschlafen. Regen trommelt aufs Dach. Einschlafen. In der Ferne Kirchenglocken. Einschlafen. Es wird hell. Aufstehen. Übermüdet 6:30 im Café einen heißen Cappuccino genießen. Es wird …

    Zieleinlauf drei Stunden später: Seis, Liftstation. Rucksäcke packen, sechs Kilo Inhalt müssen für eine Woche reichen - wir sind geübt darin. 10:00 Start in den Tag.

    Er wird besonders. Alles, was sonst in einer Woche stattfindet, passiert heute. Waldwege erkunden, die sich später als gesperrt offenbaren. Herumirren im Gelände - hier war bestimmt noch keiner, der Bauer schüttelt den Kopf. Doch die Richtung stimmt, die Straße wird sichtbar. Hinauf treten. E-Biker ziehen vorbei. Der Rucksack drückt ungewohnt auf den Rücken - pausieren hilft. Die Seiser Alm wird sichtbar.

    Wir müssen heute in die Schlernbödelehütte. Rollen über Wanderwege in die Richtung. Singletrails tun sich auf, schöne Abfahrten. Der Weg wird schmaler. Fahren wechselt mit Schieben. Weg und Blick traumhaft, fürs Rad wohl nicht gemacht. Wir treffen auf bekannte Blicke von Wanderern: Mitleidig und verständnislos. Was machen die zwei hier? Das fragt sich auch die Wirtin in der Schlernbödelehütte. Ihr seid mit dem Rad hier? An ein telefonisches JA Anfang des Jahres, ob wir die Herberge radeln erreichen können, erinnert sich heute niemand.

    Genussvolles Grinsen in unseren Gesichtern. Was für ein Tag!
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  • Ruhepause

    July 13, 2025 in Italy 🌧 12 °C

    Pläne sind gut. Gut ist ebenso sie mitunter zu ignorieren. Unsere fielen am gestrigen Abend zusammen. Die Schlernbödelehütte ist ein wunderbares Quartier, aber nicht als Ausgangspunkt fürs Mountainbiken geeignet. Fazit: kein zweiter Tag an gleicher Stelle - neue Hütte suchen. Die Saltner Schwaige betrat die Bühne. Dank des Anrufs unserer lieben Wirtin stand das neue Quartier fest.

    Die Entscheidung erwies sich als die richtige. Die Nacht nass, die Wege auch, der Morgen grau. Konzentriertes Rollen - besser schieben - auf Wanderwegen. Zeitiges Ankommen. Was uns zu Wanderungen, Entspannen, Wäsche waschen und Bikepflege verführte. Die Sonne schaute dabei zu. Genussprogramm.

    Derweil man in der Kapelle der Schlernbödelehütte heute in einer Gedenkmesse allen im Schlerngebiet tödlich verunglückten Personen gedachte.
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  • Radschlag

    July 14, 2025 in Germany ☁️ 21 °C

    Als wir an einem Morgen beim Hüttenfrühstück am Teebeutel diesen Spruch entdeckten, lachten wir herzlich. Denn fürs Radfahren ist er denkbar ungeeignet. Loslassen würde unweigerlich zu einem schmerzlichen Kontakt von Körper und Gelände führen.

    Irgendwann erfuhren wir, dass auch Festhalten nicht vor jenem Kontakt schützt. Eine Kleinigkeit genügte, um Marko ins Rutschen zu bringen - obwohl jene Fahrbewegung ihn in fast 15 Jahren gemeinsamer Alpentouren bestimmt hundert Male problemlos gelang. Nichts dramatisches, aber mit Schwellung lässt sich nicht biken. Und mit Schmerzmittel durchhalten, halten wir für verantwortungslos.

    Als wir abreisten, begann es zu regnen. Ein Trostpflaster zum Abschied.

    Fazit folgt …
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  • Fazit

    July 15, 2025 in Germany ☁️ 17 °C

    Es ist Zeit aufzustehen, Zeit fürs Frühstück. Die Ersten haben bereits die Hütte verlassen, sind auf dem Weg. Unsere Startzeit liegt bei 9:00 Uhr. Heute werden wir nicht erfahren, wie gut der Kaffee ist, wie spartanisch oder üppig die erste Mahlzeit des Tages.

    Wir wissen aber, nächstes Jahr geht’s weiter. In einigen Tagen wird Marko wieder auf sein Rad steigen können, ich in dieser Zeit bei der iBug aktiv sein. Drei Hütten sind uns entgangen, Wege nicht gefahren wurden. Uns verbindet eine vertrauensvolle Freundschaft, für die ein Tourabbruch selbstverständlich ist. Die gemeinsame Zeit war so intensiv, dass sie sich wie sieben Tage anfühlen. Alles war drin, nur das Bad im Gebirgsfluss oder -see fehlte. Und so nehmen wir es mit Humor und sagen uns: Wer kann schon von sich sagen, nach einer Woche Urlaub noch vier freie Tage in diesem Zeitraum zu haben.

    PS: An den kommenden drei Tagen nehmen wir euch mit auf Touren der vergangenen Jahre.
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  • Vorbereitung

    July 16, 2025 in Germany ☁️ 18 °C

    Schaue ich auf unsere Touren zurück, so gab es Zeiten, da trainierte ich im Winter und hatte vor dem Start 500-1000 Jahreskilometer auf dem Zähler stehen. Der Fitnesszustand war gut für die Berge, kein Grund zur Sorge. Da dem in der Intensität nicht mehr so ist, entschlossen wir uns einst für eine Probefahrt zur Vorbereitung der sommerlichen Tour. Eine gute Idee: Wir wissen wo wir stehen und haben ein zusätzliches Wochenende im Alpenvorland.

    Die Vorbereitung 2025 fand im Chiemgau statt. Wir waren bereits im letzten Jahr in dem Gebiet. Relativ schnell zu erreichen, gute Wege, auf denen sich schell die Höhenmeter sammeln. Zudem liegt ein See zum abendlichen Bad in unmittelbarer Nähe. Das Hefeweizen schmeckt danach um so besser.

    Ich glaube, die Bilder sprechen für sich .,.
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  • Genuss

    July 17, 2025 in Italy ☀️ 12 °C

    Wir sind bekennende „Genussradler“. Was dass heißt? Uns sind Angaben von absolvierten Kilometern und Höhenmetern egal, wir mögen keine Fahrten im Regen, wir lieben es am Tag auf schmalen Wegen unterwegs zu sein und am Abend in einer Berghütte zu sitzen, trinken gemütlich ein Hefeweizen. Ferner entdecken wir gern Neuland - was uns oft zum Verfahren, mitunter Verschieben, bringt. Unser Motto ist „Die Richtung stimmt“ und unser Humor sagt „Alles fahrbar“. - So gelingt (fast) jede Tour.Read more

  • Lieblinge

    July 18, 2025 in Italy ⛅ 17 °C

    Die Tour neigt sich dem Ende, heute wären wir auf der Raschötzhütte oberhalb von St. Ulrich zu Gast. Hinter uns liegen das Heiligkreuz Hospiz und die Mauersberghütte. Alle drei sind uns bekannt und so schauen wir heute auf unsere persönlichen Favoriten der vergangenen Jahre zurück.

    1) Unterwegs zu besagter Schutzhütte unterhalb des Heiligkreuzkofel holte uns kurz vorm Ziel der Regen ein. Einer der alten Heuschober auf den Alementara-Wiesen zeigte sich offen: Unser Fluchtpunkt vor der Nässe. Mit ihr kam jedoch die Kälte und gegen sie half nur Bewegung. Sportliche Übungen tauchten im Gedächtnis auf. Se hielten den Körper warm und den Geist wach, während die Augen immer wieder zum Himmel blickten. Lang blieb der Regen.

    2) Von der Schlüterhütte - bei uns mit „die Hütte, mit der unfreundlichen Wirtin“ kodiert - gibt es einen wunderbaren Singletrail in Richtung Würzjoch. In Erinnerung ist die erste Abfahrt an dieser Stelle: Start über den Wolken, die das gleißendere Sonnenlicht reflektierten.

    3) Die Scontinihütte in Nähe des Lagazoi. Sie sollte unsere Lagerstatt für einige Tage bieten. Von hier wollten wir täglich aufbrechen. Doch die steile, teils betonierte, teils schlottrige Auffahrt und der Gedanke dies mehrmals tun zu müssen, ließ uns zweifeln. Wir fanden die Lösung, fragten in der Wirtschaft im Tal, ob Platz für unsere Räder sei und wanderten die folgenden Tage das Steilstück. Eine Option, die danach immer mal wieder Eingang in unsere Touren fand.

    4) Unterkünfte sind das „Schmankerl“ des Tages. Jede ist anders, besonders. Schräg war ein altes Kinderheim, erreichbar nach einer mit 30% Steigung ausgezeichneten Teerstraße. Nur wir zwei in einem großen Schlafsaal mit Eisenbetten. Eine filmreife Kulisse.

    5) Nichts ist schöner als ein Bad bei großer Hitze in einem der Gebirgsflüsse oder Seen. Passt das Wetter, steht es fest auf dem Programm. Es kostet immer wieder Überwindung - rückblickend ein Genuss.

    Was mir auch immer wieder ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert: Total verdreckte Räder am Ausgang eines Bikeparks.

    Morgen geht’s in die Heimat.
    Ein letzter Eintrag wird sich der Schönheit vor der Haustür annehmen.
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  • Heimat

    July 19, 2025 in Germany ☀️ 20 °C

    Ich bin immer wieder überrascht, wie schön es vor der Haustür ist. Wir haben alles, nur nicht in großen Dimensionen: Wald, Berge, Wasser - Kultur und Kunst. Es ist ausreichend. Und fahre ich wenige Kilometer, erweitert sich dieser Kosmos. Zwei der „gewonnenen“ Urlaubstage verbrachte ich in der Sächsischen Schweiz zwischen Hohnstein und Bad Schandau. Merkte: Das Gute liegt manchmal so nah. Dankbar nehme ich es mit in meinen Alltag.Read more

    Trip end
    July 19, 2025