• Schwanenstein

    May 4 in Germany 🌬 11 °C

    Auf dem Weg von Lohme Richtung Königsstuhl steht folgende Gedenktafel:

    „Der Schwanenstein gehört mit einem Gewicht vor 162 t und einer Größe von 60 m3 zu den größten sichtbaren Geschiebesteinen auf der Insel Rügen. Er wurde 1829 erstmals erwähnt und hat durch seine 90%ige Sichtbarkeit den ersten Platz in der Rangordnung unter den Findlingen.

    Die Sage beschreibt uns seinen Namen folgendermaßen:
    Auf Rügen werden die Babys vom Adebar oder vom Schwan gebracht. Es versteht sich von selbst, dass es im Sommer der Adebar und im Winter der Schwan ist, der die Babys bringt, und bis dahin sind die Kinder im Stein verborgen.

    Soweit die Geschichte und Sage.

    Mit diesen Gesteinsblöcken sind oft wahre und nicht immer erfreuliche Geschichten verbunden.

    Am 13. Februar 1956, die See war am zufrieren; waren einige Jungen aus dem Kinderheim und dem Dorf Lohme auf dem Eis. Wie so oft an unserer Küste, wechselten auch an diesem Tag schnell die Wetterverhältnisse. Aufkommender Sturm ließ das Eis brechen, und drei Jungen konnten sich auf den Schwanenstein retten.
Der Sturm wurde zum Orkan, eine fieberhafte Rettungsaktion begann.
    Fischer, Grenzsoldaten, ein Kutter des Fischkombinates Sassnitz und sogar ein Hubschrauber aus Berlin sollten zum Einsatz kommen. Aber alle diese Rettungsversuche wurden durch die heranstürzende See und den Sturm zunichte gemacht.
    Rettungstruppen von außerhalb, in Prora lief ein mit Panzern bestickter Pionierzug aus, blieben in den meterhohen Schneewehen stecken.
    Das Drama nahm ein trauriges Ende. Am Morgen des 14. Februar 1956; die See war spiegelblank; es war windstill und die Sonne schien, wurden die drei Jungen:

    Helmut Petersen
    Uve Wassilowsky
    Manfret Prewitz

    vom Schwanenstein als Eisblock geborgen.

    Die Beerdigung fand auf dem Friedhof Nipmerow statt. Auf Initiative von Kindern des Kinderheimes Lohme wurde am 14. Februar 1995 das Grab mit eihem Grabstein versehen.

    Bitte gedenken Sie am Schwanenstein dieser drei jungen und ihrer schrecklichen Geschichte.“
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