Tag 40, Landschaftsroute Sognefjellet
May 8 in Norway ⋅ ☁️ 10 °C
Die Reise geht weiter: Wir verlassen unseren Stellplatz mit der beeindruckenden Aussicht und machen uns wieder auf den Weg. Ein festes Ziel haben wir für heute nicht eingeplant. Da wir die Strecke bereits mehrfach gefahren sind, wissen wir in etwa, was uns erwartet.
Unsere erste Etappe führt uns nur wenige Kilometer weit zum Aussichtspunkt Flydalsjuvet, von dem aus sich ein fantastisches Panorama über den Geirangerfjord eröffnet.
Unser nächstes Ziel, ein Stück Geschichte, ein Teilstück der alten Straße samt Brücke, ist ein faszinierendes Relikt vergangener Tage. Es vermittelt ein unmittelbares Gefühl dafür, wie schmal die Verkehrswege früher beschaffen waren – eine authentische Zeitreise in die Geschichte des Straßenbaus. Es ist erfreulich, dass diese baulichen Zeitzeugen bewahrt und nicht einfach dem Abriss preisgegeben wurden.
Der nächste Halt befindet sich direkt in einer Straßenkehre. Dort gibt es eine kleine Ausbuchtung, die einen Blick auf den Forfriskendefossen bietet. Allerdings ist die Landschaft noch tief verschneit, sodass der eigentliche Verlauf des Wasserfalls unter der Schneedecke kaum auszumachen ist.
Weiter führt uns die Route zunächst über die Straße 15. Dort halten wir noch im Ort Bismo an einem Campingplatz. Hier stehen einige uralte Traktoren, welche sich förmlich als Fotomotiv anbieten.
Anschließend geht es zu unserem heutigen Höhepunkt: der Rv55. Die Norwegische Landschaftsroute Sognefjellet erstreckt sich über 108 Kilometer zwischen Lom und Gaupne und markiert den höchsten Pass Nordeuropas.
Der Kontrast ist beeindruckend: Von saftig grünen Wiesen schlängelt sich die Straße durch das Tal hinauf in eine hochalpine Winterlandschaft, bis sie schließlich ihren Scheitelpunkt auf 1434 Metern über dem Meeresspiegel erreicht.
Wir überlegen kurz, direkt oben auf dem Pass zu übernachten, verwerfen diesen Gedanken jedoch schnell wieder. Die Strecke wird nach der Wintersperre üblicherweise erst am 1. Mai freigegeben; danach kann es jedoch vorkommen, dass sie nachts oder bei plötzlichem Wetterumschwung kurzfristig wieder gesperrt wird.
Bei der Suche nach einer Alternative über die Stellplatz-App entsprechen die ersten Optionen leider nicht unseren Vorstellungen. So kommt es, dass wir deutlich weiterfahren als ursprünglich geplant und erst gegen 19 Uhr unser Ziel erreichen: einen Stellplatz direkt am malerischen Lustrafjord.
Die Route:
Gefahrene Kilometer: 199
Kosten: 28 €/Tag
Start/Ziel: Trollstigen – LustrafjordRead more






















