• Ein "nasser" Start

    8. marts, Marokko ⋅ ☁️ 14 °C

    25. Februar 2026, 17:00 Uhr - endlich ist es soweit. Unser Hab und Gut ist sicher in einem Estrich verstaut (fleissige Helferchen und jahrelanges Tetris-Training sei Dank), die Wohnung blank geputzt und abgegeben und der Land Rover, unser vorläufiges Zuhause, steht mit scharrenden Reifen abfahrbereit unter dem Haus.
    Nächster «Termin» in drei Tagen zum Check-in am Fährhafen in Genua und anschliessend 52 Stunden ohne «muess no», «sött no», «chönnt no», denn so lange dauert unsere Seefahrt nach Tanger in Marokko.
    Ganz so entspannt ist die Autofahrt zu Kolumbus Geburtsort dann doch nicht. Kurz vor der Check-in Zeit bemerken wir eine ansehnliche Pfütze welche sich über unseren Wohnkabinenboden erstreckt. Alles Grübeln, Studieren und Suchen bringt wenig, auf die Schnelle finden wir das Leck nicht und da mittlerweile bereits Samstagmittag ist, sind die Geschäfte für Ersatzteile bereits geschlossen. So kappen wir den Leitungsdruck und trocknen alles so gut es geht. Die Lösung vertagen wir nach Marokko.

    Afrika empfängt uns freundlich, stürmisch und dann nass. Die Windböen zerren an unserem Gefährt und der Saharastaub, welcher bis in die Schweiz geweht wird, lässt den Himmel düster und bedrohlich wirken. Nach einigem Detektiv spielen, finden wir das undichte Teil. Ein neuer Wasserhahn für die Küche muss her. Die Suche nach besagtem Teil führt uns kreuz und quer durch Tanger, gibt uns einen ersten Einblick in die engen, verwinkelten Gassen der emsigen Medina (Altstadt) und an den Hafen. Etwas wirklich Passendes finden wir nicht, so kommen wir schlussendlich zu einer Gartenbrause, welche den Zweck für’s Erste auch erfüllt und vor allem dicht ist.

    Die nächsten Tage sind oft nass bei kühlen 8 bis 14°C. Passend zum vielen Regen, welcher hier schon in den letzten Wochen gefallen ist, leuchtet uns die hügelige Landschaft in den saftigsten Grüntönen entgegen, gespickt mit orangen, gelben und weissen Tupfern von Ringelblumen, Raps und Kamilleblüten.

    Nach einem kurzen Abstecher an den Atlantik schlängeln wir uns über kleinere und grössere Strassen gen’s Riffgebirge. Noch nie wurde uns von so vielen Menschen lächelnd zugewunken wie hier.
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