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  • Day284

    Port Elizabeth

    June 12, 2017 in South Africa ⋅ ☀️ 22 °C

    🌤 22°C
    Wir schauen uns heute die Stadt an, aber zuerst müssen wir mal wieder Wäsche waschen bzw. waschen lassen 🙂. Das klappt hier übrigens alles genauso gut wie in Asien. Morgens abgeben und mittags wieder abholen und kostet zwischen 4 und 6 € die Ladung. Also abgeben, frühstücken, packen, auschecken und zum nächsten Hotel fahren und wieder einchecken. Wir haben Glück (Nebensaison), unser Zimmer ist kurz nach 10.00 Uhr bereits bezugsfertig. Wir haben für die letzte Nacht in 200 m Laufnähe zum Flugplatz unser Quartier, das Road Lodge Port Elizabeth Airport Hotel. Es ist einfach, aber nur um zu schlafen und morgen früh um 6.00 Uhr das Haus zu verlassen, reicht es allemal.
    Nun können wir in die City. Port Elizabeth ist mit über 310.000 Einwohnern eine der größten Städte Südafrikas und die größte der Ostkap-Provinz. Wirtschaftlicher Mittelpunkt ist der Hafen, der gleichzeitig drittgrößter Hafen Südafrikas ist. Die Region ist auch Schwerpunkt der südafrikanischen Autoindustrie und wird auch das „Detroit Südafrikas“ genannt. 37 Kilometer entfernt in der Stadt Uitenhage befindet sich ein Werk des Volkswagen-Konzerns, mit rund 6.500 Beschäftigten das größte in ganz Afrika. Neben VW haben sich auch General Motors, Ford, Continental, Johnson & Johnson, MAHLE und etliche andere Hersteller und Zulieferer in der Gegend angesiedelt. Mit seinen viele Stränden und dem vielseitigen Wassersportangebot, ist PE auch ein beliebtes Ferienziel und die Vielzahl der Hotels, Lodges, Gasthäuser und B&B's ist Zeugnis dafür.
    PE wir auch als "Windige Stadt" bezeichnet und das können wir heute mehrfach hautnah erleben. Besonders schön können wir das immer wieder an den anrollenden Wellen und der durch den Wind entgegengesetzt geblasenen Gischt sehen. Doch zuerst etwas Kultur: Es gibt einen Kunst- und Heritage Walk, der vom Campanile, einem 53 m hohen, 1923 erbauten Aussichtsturm mit Rundblick über die Stadt, beginnt. Er steht direkt am Hafen, wird gerade runderneuert und ist damit für uns nicht begehbar. Die Gegend ist alles andere als Vertrauen erweckend, aber wir machen uns auf den Weg. Wir steigen Treppen zum Market Square mit seinem 1885 erbauten und 1977 nach einem Brand wiedererrichteten Rathaus und der öffentlichen Bibliothek hinauf. Weiter über eine Mosaiktreppe in die Donkin-Reserve, das ist eine kleine Grünanlage auf einem Hügel mit einem tollen Blick über die Stadt zum Meer. Hier stehen der 1861 erbaute Leuchtturm, die Donkin-Pyramide und der höchste Fahnenmast Afrikas. Auf dem Weg und drumherum finden wir Kunst zur Geschichte Südafrikas und Aussprüche Nelson Mandelas als Wegweiser.
    Auf dem Weg zurück zum Auto machen wir unsere Mittagspause in einem typischen Grillrestaurant und bekommen eine kalte Grillwurst, ein lauwarmes Hühnchen und matschige Pommes mit einem annehmbaren Cole Slaw serviert. Warm wäre das Fleisch sicher besser, der Rest ist grauenvoll. Na ja, machen wir nicht wieder.
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