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  • Day23

    20. Etappe: Foncebadón - Ponferrada

    April 12, 2019 in Spain ⋅ ⛅ 14 °C

    26,78km
    Heute war der bisher schönste Tag auf dem Camino. Früh morgens ging es hinauf zum Cruz de Ferro. Die Sonne scheint, die Luft ist kalt, Schnee liegt noch am Wegesrand, Pfützen sind vereisst. Dort angekommen bin ich von den vielen individuell bemalten und beschriebenen abgelegten Steinen sehr beeindruckt. Zu sehen wieviele Pilger hier Sorgen, Ängste, Wünsche und Sünden symbolisch abgelegt haben macht mich nachdenklich. Ich lege meinen Stein dazu. Es fühlt sich gut an. Anschließend geht es schon etwas bergab und ich freue mich so sehr über diese einmalige Natur. Im Hintergrund Berge mit schneebedeckten Gipfeln und dieses großartige Blau des Himmels. Dann kommt die Herberge Manjarin und ich lerne Thomá kennen, eine Legende und der wahrscheinlich letzte Templer. Anschließend gibt es eine kleine Auszeit und ich habe mich entschlossen dann jedesmal Tortilla oder Empanada zu essen und ein Bier zu trinken. Das hilft! Diese Bar scheint magisch zu sein, denn nach ein paar Minuten treffen hier wirklich alle ein! Auch Richard und Josep, der Künstler, der immer wunderbare Bilder malt. Dann geht es immer weiter bergab bis zum nächsten Halt. Eine tausendjährige Eiche wartet darauf umarmt zu werden und Kraft zu spenden. So gestärkt laufe (laufen, nicht wandern) ich den steilen Singletrailpfad hinab und fühle mich dabei wunderbar!
    Anschließend gibt es eine kleine Pause, dann lande ich in der Herberge Municipal und bin damit zufrieden. Abends gibt es original italienische Carbonara von Giacomo aus der Gemeinschaftsküche und ich muss nix tun, nicht kochen, nicht aufräumen und nicht spülen...
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