• Von der Erft zur Ahr

    24. huhtikuuta 2014, Saksa ⋅ ⛅ 16 °C

    So tauche ich am Ortsrand von Rodert in den Münstereifeler Wald ein. Es geht nur leicht bergan, bis ich nach ca. 1,5 Stunden den mit 531 müNN höchsten Punkt des Tages, die Kapelle „Decke Tönnes“ erreiche. Nicht, dass der Heilige Antonius übergewichtig gewesen wäre, aber die Kapelle fällt etwas breit aus. Ich nutze die nahegelegene Hütte für eine Rast und trage mich und mein ehrgeiziges Vorhaben ins Hüttenbuch ein. Dann quere ich die Landstraße und verschwinde wieder im Wald.

    Ein Telefonat mit der Jugendherberge Altenahr bringt Ernüchterung: das Haus ist ausgebucht. Ich könne aber im Ort ein Fremdenzimmer nehmen. Nun ja, ich laufe erst einmal weiter und schaue, was sich ergibt. Bald überquere ich die Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz – die 66 km NRW-Anteil meines Floriansweges habe ich also schon geschafft … Rechts von mir kann ich das Radioteleskop von Effelsberg erkennen, ein gigantisches Bauwerk.

    Dann schlängelt sich der Weg über eine sonnige Wiese hinab nach Kirchsahr. Der kleine Ort ist schnell durchquert, und es geht am Hang gegenüber steil bergauf. Der Untergrund besteht aus groben Steinbrocken, auf denen man immer wieder ins Rutschen kommt. Ich kämpfe mit meinem Rucksack, und irgendwann komme ich doch oben an. Hier in der Nähe soll es eine römische Wallanlage geben, doch dafür habe ich im Moment keinen Sinn. Der Weg zieht mich weiter über eine Hochebene, an ein paar Gehöften vorbei, durch einen kleinen Ort und längs einer wenig befahrenen kurvigen Landstraße, bevor es dann schließlich talwärts zur Ahr geht. Noch geht es ein Weilchen den Fluss entlang – immerhin ohne Höhenmeter, bis ich Altenahr erreiche.
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  • Von der Urft zur Erft

    23. huhtikuuta 2014, Saksa ⋅ ☀️ 16 °C

    Nach einem guten Frühstück laufe ich an der Jugendherberge in Gemünd los. Vorher lasse ich mir noch mein Wanderbuch an der Rezeption stempeln. Ich laufe bis Kall, allerdings im Tal und umgehe so die sinnlosen Höhenmeter über den Steinerberg.

    Ich suche zunächst eine Apotheke auf und besorge mir Blasenpflaster und eine Salbe, denn irgendwie „bahnt sich da was an“ an den Füßen. Liegt es an den Schuhen? Ich trage Adidas GSG Stiefel … vom Tragekomfort wie ein Turnschuh, aber dank der groben Profilsohle und dem hohen Schaft durchaus trekkingtauglich. Damit bin ich eigentlich bislang immer sehr gut gelaufen. Hmmm …??

    Es geht entlang einer Landstraße hinauf nach Keldenich, von hier hat man einen weiten Blick über die Umgebung. Danach gehts durch das Königsbacher (?) Tal wieder abwärts nach Urfey. In dem kleinen Ort komme ich mit einer Frau ins Gespräch, die aus Norddeutschland hierhin gezogen ist, und sich seitdem fühlt wie im Urlaub. Ja, die Eifel … da wohnen, wo andere Urlaub machen. Über einen kleinen, versteckten Pfad geht es hinauf nach Weyer. Eine große Kirche dominiert die Anhöhe – leider verschlossen. Ich schaue mir unterwegs immer gerne Kirchen und ihre Architektur an. Diesmal leider nur von außen. Einige hundert Meter dahinter mache ich eine ausgedehnte Rast. Aus meinem Rucksack hole ich Brot, eine Salami, eine Banane … und lasse mir es schmecken, während ich die weite Aussicht genieße.

    Es folgt der Abstieg zur Kakushöhle, danach geht es über Pesch zum Römischen Tempel. Hier folgt eine weitere Pause, und eine Notoperation. Ich habe mir mittlerweile einige große Blasen gelaufen, eine davon unter einem Zehnagel. Nicht gerade unter OP-Verhältnissen, aber so sorgfältig wie möglich versuche ich den Druck ein wenig zu lindern, klebe Blasenpflaster auf und mache mich auf den weiteren Weg, nachdem ich den interessanten Ort erkundet habe.

    Es geht durchs Hornbachtal, durch einen Wald bergauf und über eine große Freifläche ohne Weg, nur eine Pfadspur in der Wiese. Die ersten Häuser von Bad Münstereifel sind bald erreicht, und dann kommt’s … ein Steilstück, wie ich es noch nie gesehen habe – zumindest nicht als asphaltierte Straße … bestimmt 25% Gefälle. Eine Qual für Füße und Waden, bis ich dann unten in Bad Münstereifel angekommen bin. Der Ort ist schnell durchhumpelt auf der Suche nach einer Apotheke, die sich allerdings am anderen Ortsende befindet, wie man mir im ApothekenMUSEUM mitteilt. An der Apotheke bekomme ich nicht nur eine schmerzlindernde Salbe, sondern auch eine Wegbeschreibung zur Jugendherberge … wie sollte es anders sein, steil bergauf in das Örtchen Rodert.

    Dieser Abend wird ruhig: Duschen, etwas leckeres zum Abendessen. Ich unterhalte mich noch mit einer jungen Pilgerin, die – ganz klassisch – den Jakobsweg läuft und informiere sie schon einmal über den Abstieg und den 25%er, den sie am nächsten Tag aufwärts bewältigen muss. Von einer möglichen „Entschärfung“ will sie nichts wissen – sie folgt der Muschel. Und auch sie will am nächsten Tag nach Blankenheim. Abends erhalte ich von der Rezeption die Telefonnummer des Naturfreundehauses Maria Laach, wo ich für die übernächste Nacht reservieren will, und auch gleich den begehrten Stempel für mein Wanderbuch.
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  • Aufbruch ins Unbekannte

    22. huhtikuuta 2014, Saksa ⋅ ⛅ 12 °C

    Es war schon ein seltsames Gefühl, die Haustür zuzuziehen und endlich loszulaufen. Um 8:30 gings los, die lange Wiese hinter unserem Haus hinab und durchs Kalltal nach Simmerath, Proviant einkaufen. Weiter über Feldwege Richtung Kesternich, von wo aus ich einen letzten Blick auf Lammersdorf und unser Haus werfen konnte, dann gings durchs Weidenbachtal nach Rurberg. Pause. Brötchen. Schiff gucken und Kraft tanken für den steilen Kermeter-Aufstieg. Oben lange Zeit eben und ohne größere Richtungswechsel, aber immer in Straßennähe. Wolfgarten kommt in Sicht. Ein Radler im nahegelegenen Gasthof, dann der Aufstieg auf den Feuerwachtturm. Geniale Aussicht, dann folgte der steile Abstieg nach Gemünd und zur Jugendherberge.Lue lisää

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