Zu Fuß zu meinem Schutzpatron - aus der Eifel bis nach Österreich.
  • Jul30

    Cham - nächster Abschnitt geschafft

    July 30, 2016 in Germany ⋅ 21 °C

    Die letzte Etappe dieses Abschnitts … fast schon wehmütig mache ich mich in Grassersdorf auf den Weg, laufe erst lange auf Landsträßchen nach Rötz und durch die kleine Stadt hindurch, bevor ich dann im Wald verschwinde. Es geht heute ein paarmal bergauf und bergab, drei Berge sind zu überqueren, zwischendurch komme ich durch kleine Weiler.
    Im Bereich des Kürnberges fällt mir ein sehr schön gemachter, irgendwie anderer Waldlehrpfad auf. Viel Interaktivität lenkt mich aus meinem Trott ab, und ich probiere die „Spielgeräte“ aus, erfahre den Wald aus einer anderen Sicht, werde zum neugierigen Kind.
    DIe letzten Kilometer vor Cham geht es dann auf einem Obstbaumweg entlang … viele der Bäume tragen alte Fruchtsorten, es ist allerdings noch nichts reif. Cham empfängt mich durch die Hintertür: Fabrikanlagen, Bürogebäude, nicht wirklich reizvoll. Kurzerhand suche ich eine Pension in Bahnhofsnähe, checke ein und mache mir einen schönen Nachmittag in Cham, mit Blasmusik, Obatzda, Brezn und einer Maß Bier.
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  • Jul29

    Nach Rötz-Grassersdorf

    July 29, 2016 in Germany ⋅ 🌧 18 °C

    Auch diese kurze Etappe ist relativ unspektakulär. Auf einem Kreuzweg geht es bergan zur Johanniskapelle. Hier kommen mir die Worte des Philosophen Jean Paul, die ich auf dem Weg nach Wunsiedel gelesen habe, wieder in den Sinn. Sie treffen meine Einstellung zu Religion sehr gut. „Der Mensch muss von Geburt an sehr religiös sein, wenn nach dem theologischen Unterricht davon noch so viel übrig ist.“ Ich bewundere die Kunst der Bildstöcke entlang des Weges, und irgendwie geben sie mir Kraft, auch wenn ich sicherlich nicht fromm und betend daherschreite.
    Kurz vor dem Ort Thanstein führt der Weg auf einem Damm zwischen zwei Teichen entlang – Kilometer 800. Das wird im kleinen Laden des Ortes gebührend mit einer Flasche Limonade und einem leckeren Müsliriegel gefeiert, bevor es über den Schwarzwihrberg zu meinem Etappenziel geht. Dunkle Wolken schieben sich vor mir her, aber ich werde nicht nass, komme trocken in Grassersdorf an und beziehe mein Zimmer in der Pension.
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  • Jul28

    Oberviechtach

    July 28, 2016 in Germany ⋅ ⛅ 21 °C

    Für heute habe ich mich entschieden, nicht dem Goldsteig zu folgen, sondern einem kleinen, regionalen Wanderweg. Er ist um einiges kürzer. Und auch obwohl der Goldsteig zu den Premiumwegen zählt, ist er nicht so überlaufen, wie ich es von diesen Wegen kenne. Relativ wenige Leute habe ich insgesamt hier getroffen. Dennoch: 10 km weniger Strecke sprechen für sich. Der Weg selbst ist allerdings sehr unspektakulär. Die Orte Gleiritsch und Teunz liegen auf dem Weg.
    Früh am Nachmittag treffe ich in Oberviechtach ein, habe ein Hotelzimmer direkt am Marktplatz. Das Restaurant des Hotels heißt „El Camino“ und ist auf scharfe Burger spezialisiert. Den berühmtesten Bürger von Oberviechtach kenne ich aus einem Kinderlied: Doktor Eisenbarth.
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  • Jul27

    Nach Trausnitz

    July 27, 2016 in Germany ⋅ ⛅ 22 °C

    Die letzten Kilometer bis Trausnitz haben es in sich. Nur ein ganz schmaler Pfad unmittelbar am Ufer der Pfreimd. Immer wieder Felsen, die zu überklettern sind, oder schlammige Passagen, um die man herumbalancieren muss. Eigentlich ein wunderschöner, naturbelassener Weg, aber nicht, wenn man schon 20 km in den Knochen hat und sich über einem ein mittleres Gewitter zusammenzieht. Immer wieder schaue ich aufs GPS und versuche abzuschätzen, wie weit es noch bis Trausnitz ist. Während die ersten Regentropfen fallen, komme ich an der Burg an, in der sich heute eine Jugendherberge befindet.Read more

  • Jul26

    Entlang der Waldnaab nach Weiden

    July 26, 2016 in Germany ⋅ ⛅ 23 °C

    Was für ein Tourstart. Das Waldnaabtal hat sich tief eingeschnitten und einen Cañon geformt, durch den ich hindurchlaufe. 12 km geht es neben dem rauschenden Fluss her, immer wieder an atemberaubenden Felsformationen mit Namen wie Butterfass oder Tischstein vorbei. Dabei ist es noch früh am Tag und entsprechend kühl. Kaum ein Mensch begegnet mir hier in diesem Naturparadies.
    Viel zu schnell bin ich in Windischeschenbach, der Hauptstadt des Zoigl-Brauwesens. Weiter geht’s, zunächst am, später hoch über dem Fluss nach Neustadt. Mache ich hier Quartier? Gewitter ziehen auf und grollen in der Ferne, aber ich mache mich weiter auf die letzten 6 km nach Weiden. Zunächst geht es über Wiesenwege, dann lange durch Vororte, bis ich im Zentrum der Stadt bin.
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  • Jul25

    Auf dem Goldsteig nach Falkenberg

    July 25, 2016 in Germany ⋅ ⛅ 23 °C

    Der Goldsteig führt rasch aus Marktredwitz und durch offenes Land hinauf zum Marktredwitzer Haus. Eine Rast, eine kühle Apfelschorle nach dem Anstieg. Ein Stückchen weiter geht es noch hinauf bis zur Burgruine Weißenstein, dann gehts kontinuierlich abwärts nach Friedenfels.
    Hinter dem Ort mit dem romantischen Namen und der betriebsamen Brauerei geht’s flach weiter. Der Weg verläuft durch ein Labyrinth von Fischteichen, die nur durch schmale Dämme getrennt sind. Da ich hier eine Abzweigung vom Goldsteig suche, kann ich mich nicht auf die Markierungen verlassen, sondern schaue an jeder Ecke aufs GPS … ohne dieses Gerät hätte ich mich hier verirrt. Zwischendurch muss ich auch noch eine Schwanenfamilie davon überzeugen, den Weg zu räumen und mich durchzulassen.
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  • Jul23

    Vom Fichtelsee nach Marktredwitz

    July 23, 2016 in Germany ⋅ 🌧 23 °C

    In morgendlicher Stille umrunde und überquere ich den mystisch anmutenden Fichtelsee, und werde prompt von einem netten Mitmenschen mit Buon Camino begrüßt, was dazu führt, dass ich an der nächsten Weggabelung statt dem Q der Jakobs-Muschel folge und eine Runde um den Fichtelsee drehe. Dann tauche ich in den Wald ein. Wenig später beginnt es zu regnen. Immerhin steht ein prall gefüllter Heidelbeerstrauch neben der Bank, an der ich meine Regensachen anlege. Der Regen verfolgt mich heute. Nageler See und Reichenbach … hier möchte ein älterer Herr mich „auf der Walz“ unterstützen und drückt mir 5€ in die Hand.
    Luisenburg. Plötzlich sind hunderte Menschen da. Freilichtbühne mit Festspielen, Felslabyrinth und Biergarten sorgen für den Menschenauflauf. Schrecklich … nur schnell wieder in den Wald zurück. Im nächsten Ort Bad Alexandersbad gerate ich gar in den Start einer Oldtimerrallye. Schnell wieder in den Wald und weiter nach Marktredwitz.
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  • Jul22

    Die Quellen des Fichtelgebirges

    July 22, 2016 in Germany ⋅ ☀️ 22 °C

    An der Egerquelle mache ich eine erste Pause. Die heutige Etappe ist kurz und hat nur wenige Anstiege. Über das Gasthaus Kärches an der stark befahrenen Bundesstraße geht es hinauf zur Quelle des Mains. Wenig später stehe ich auf dem Weißmainfels, der Wasserscheide zwischen Nordsee und Donau. Als letzte und vierte große Quelle des Fichtelgebirges kommt noch die Quelle der Fichtelnaab, dann geht es hinab in den Ort Fichtelberg und in das vorreservierte Gasthaus.Read more

  • Jul21

    Torfmoorhölle

    July 21, 2016 in Germany ⋅ 🌧 17 °C

    Ich spazierte durch die heruntergekommene Stadt zum kleinen Bahnhof – Endhaltepunkt der Stichbahn von Münchberg und nahm den nächsten Schienenbus. In der Tat ließ der Regen nach, als ich ankam. Ich besuchte noch eine Apotheke und einen Supermarkt, dann ging ich langsam los.
    Die Etappe war nun auf 15 Fußkilometer verkürzt, relativ eben und unattraktiv. Ich durchquerte Großlosnitz und Zell, erreichte dann die Quelle der Sächsischen Saale. Wenig später trennten sich nach 10 Etappen E3 und E6. Schade, das blaue Andreaskreuz hatte ich als Wegbegleiter richtig lieb gewonnen. Beide Wege treffen sich in Wunsiedel noch einmal, aber während der E3 die Gipfel des Fichtelgebirges mitnimmt, orientiert sich der E6 an den vier Quellen. Somit weniger Höhenmeter.
    Ein paar km noch bis Torfmoorhölle, einem einsamen Gasthaus mitten im Wald
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  • Jul20

    Helmbrechts

    July 20, 2016 in Germany ⋅ 24 °C

    Der heißeste Tag der Woche steht an. Und es ist die letzte der vier langen Etappen mit reichlich Höhenmetern. Dementsprechend früh breche ich in Nordhalben auf. Zunächst geht es sehr steil bergab ins Rodachtal, zum kleinen Museumsbahnhof der Stadt. Wenig später geht es genau so steil 200 hm hinauf, bis ich ca. 2h später zwar gerade mal 4 km weit gekommen bin, dafür aber die wesentliche Höhe des Tages genommen habe. Nun geht es eben durch den kühlenden Wald nach Geroldsgrün. Weiter steigt mein Weg bergan, ich komme nach Göhren, wo mich ein bunt gemalter Florian am Feuerwehrhaus begrüßt, und ich einen Blick auf den letzten Anstieg des Tages, den fast 800m hohen Döbraberg habe.
    Doch zunächst geht es noch einmal leicht bergab und ich muss eine stark befahrene Bundesstraße kreuzen, bevor der Anstieg nach Schwarzenbach beginnt. Dahinter zieht der Weg, jetzt wieder mit dem Blaukreuz markiert steil an bis auf das Gipfelplateau des Döbraberges.
    Die letzten 10 km nach Helmbrechts führen teils durch Wald, teils über Wiese, sind allerdings sehr schlecht markiert und gepflegt. Erschöpft komme ich in Helmbrechts an. Die kleine Industriestadt hat ihre Blütezeit überlebt und wirkt etwas verkommen.
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