• Polarsprung mit Currywurst

    Mar 8–9, 2022, Europäisches Nordmeer ⋅ ☁️ 7 °C

    Heute war wieder Seetag. Die AIDAsol fuhr gemächlich 544 Seemeilen in Richtung Trondheim. Nach all den Abenteuern der letzten Tage tat es gut, einfach wieder auf dem Schiff zu sein, aufs Meer zu schauen und sich treiben zu lassen. Also zumindest bildlich. Die AIDA übernahm das echte Treiben dankenswerterweise für uns.

    Doch dieser Seetag war kein gewöhnlicher Seetag. Am Nachmittag wurde auf dem Pooldeck der **Polarsprung** zelebriert. Natürlich mit allem, was dazugehört: Musik, guter Laune, Glühwein, Currywurst bis zum Abwinken und Kapitän Thomas Mey zum Anfassen. Also nicht im Sinne von „bitte einmal kräftig durchkneten“, sondern eher als nahbarer Mittelpunkt dieser sehr besonderen Schiffsparty.

    Die Stimmung war ausgelassen. Menschen lachten, plauderten, prosteten sich zu und feierten mitten auf dem Meer diesen Moment, an dem man sich offiziell einreden durfte, etwas richtig Abenteuerliches getan zu haben. Schließlich waren wir weit im Norden unterwegs. Da darf man auch mal dramatisch werden.

    Fürs Protokoll erhielten wir natürlich eine **Polarsprung-Urkunde**. Ein Dokument, das mich ein wenig an meine Teilnahmeurkunden bei den Bundesjugendspielen erinnerte. Nur mit deutlich mehr Glühwein, besserer Aussicht und ohne den unangenehmen Zwang, irgendwo möglichst weit zu springen.

    Ich glaube, hier hatte ich mehr Spaß.

    So wurde aus 544 Seemeilen Richtung Trondheim ein Tag voller Lachen, Gespräche, Musik, warmem Wein, Currywurst und der beruhigenden Gewissheit, dass wir nun offiziell etwas vorzuweisen hatten. Falls später jemand fragen sollte, ob wir im Norden wirklich etwas geleistet haben: Ja. Wir haben den Polarsprung überlebt. Und sogar eine Urkunde dafür bekommen.
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