• Rückenwind im Apfelparadies

    July 19, 2005 in Italy ⋅ ☁️ 24 °C

    In der Pension Tirol starteten wir mit einem wirklich leckeren Frühstück in den Tag. Zur besonderen Stärkung vor der Etappe gab es sogar ein Glas Sekt – schließlich sollte man eine Alpenüberquerung nicht unnötig nüchtern angehen.

    Wir verließen Nauders, passierten die Grenze nach Italien und umfuhren den Reschensee auf seiner rechten Seite. Im Gegensatz zum Vortag ging es auf italienischer Seite nun fast durchgehend bergab. Dazu erlebten wir etwas, das Radfahrern nur selten vergönnt ist: Rückenwind.

    Unsere erste Rast legten wir in Glurns ein, natürlich bei einem original italienischen Cappuccino. Anschließend führte uns die Strecke durch den Vinschgau, vorbei an scheinbar endlosen Apfelplantagen. Links und rechts erhoben sich die Berge wie eine gewaltige Ansichtskartenkulisse.

    In Laatsch machten wir bei Käse und Speck erneut Pause. Gut gestärkt folgten wir danach unserem GPS-Navigator, der uns auf einen herrlichen Singletrail führte. Immer wieder öffnete sich der Blick weit über das Vinschgau – eine dieser Passagen, für die man eine Transalp überhaupt erst fährt.

    An der Pension Untermelz in Naturns endete unsere heutige Etappe. Bei warmem Sonnenschein erholten wir uns am Pool, bevor wir am Abend im Restaurant dafür sorgten, dass von den Nudeln möglichst wenig übrig blieb.

    Italien hatte uns empfangen, wie man es sich schöner kaum wünschen konnte.
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