• Vom Weiberhimml in die harte Wirklichkeit

    July 21, 2005 in Italy ⋅ 🌧 23 °C

    Nur schweren Herzens und erst nach einem ausgiebigen Frühstück verabschiedeten wir uns vom Weiberhimml. Mit dem Bus rollten wir hinunter nach St. Walburg, wo unsere heutige Etappe an der Staumauer begann.

    Zunächst führte uns ein breiter Schotterweg stetig bergauf. Unser Ziel war die Spitzneralm auf knapp 2.000 Metern Höhe. Dort angekommen, legten wir eine ausgiebige Pause ein und genossen die wohlverdiente Rast, bevor wir weiter in Richtung Gampenalm fuhren. Einige kurze Schiebepassagen deuteten bereits an, dass der fahrbare Teil des Tages langsam überschaubarer werden sollte.

    Hinter der Gampenalm wurde aus dem Radfahren dann endgültig Wandern mit Mountainbike. Über einen langen, äußerst unwegsamen Trail mussten wir unsere Räder schieben und teilweise mühsam über Stock und Stein bewegen.

    Als die Wege endlich wieder fahrbar wurden, folgte nach einer kurzen Abfahrt der nächste Anstieg. Ein Schotterweg mit wechselnden und zum Teil heftigen Steigungen verlangte uns noch einmal einiges ab. Oben angekommen, wartete zur Belohnung eine steile Schotterabfahrt.

    Im nächsten Ort erwies sich eine Tankstelle als einzige Möglichkeit zur Einkehr. Also legten wir dort kurzerhand Rast ein und füllten unsere Getränkevorräte auf. Nicht jeder Verpflegungspunkt einer Transalp hat schließlich Almhüttenromantik zu bieten.

    Den restlichen Weg nach Campodenno legten wir auf Asphalt zurück.

    Über unsere Unterkunft am Etappenziel lässt sich leider wenig Erfreuliches berichten. Deshalb belassen wir es bei einem gut gemeinten Rat: Nachfolgende Gruppen sollten bei ihrer Übernachtungsplanung vielleicht einen großzügigen Bogen um diesen Ort machen.
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