Willkommen auf der Fopadech
August 8 in Spain ⋅ ☀️ 32 °C
Heute beginnt die eigentliche Geschichte: unser Segeltörn rund um Mallorca.
Drei Paare. Eine Woche. Ein Segelboot. Einmal um die Insel herum – und als kosmischer Höhepunkt die totale Sonnenfinsternis. Man könnte sagen: Die Rahmenbedingungen für ein kleines Abenteuer sind ganz ordentlich.
Mit an Bord dieser Reise:
Wanderwolf & Mondwölfin – also Thorsten und Jana, unterwegs zwischen Neugier, Fernweh und der gelegentlichen Frage, was wohl hinter der nächsten Kurve wartet.
Dazu Roland als unser Skipper & Gaby sowie Bernd & Claudia – gemeinsam sechs Menschen, sechs Persönlichkeiten und vermutlich mindestens ebenso viele Vorstellungen davon, was eine gute Reise ausmacht.
Für ein paar Tage teilen wir Wege, Erlebnisse, Geschichten, Essen, Getränke und hoffentlich jede Menge Momente, an die wir uns noch lange erinnern werden.
Für die letzten Vorbereitungen, bevor es dann an Bord geht, teilten wir uns auf. Während Bernd und die Damen zunächst einen nahegelegenen Supermarkt plünderten, um unsere Vorräte für die kommenden Tage sicherzustellen, warteten Roland und ich darauf, endlich unser schwimmendes Zuhause übernehmen zu dürfen.
Die Fopadech.
Schon beim Namen stellte sich natürlich die Frage: Was um alles in der Welt bedeutet eigentlich Fopadech?
Unser Skipper hatte darauf selbstverständlich eine Antwort.
Der Name stamme aus dem wallonisch-seemännischen Sprachgebrauch des 17. Jahrhunderts. Ursprünglich habe es fou-passe-dèche geheißen – „der Narr, der über das Leck geht“.
Gemeint sei damit der jüngste Mann an Bord gewesen, dem man bei einer undichten Schiffswand die ehrenvolle Aufgabe übertrug, den Rumpf von außen abzudichten.
An einem Tau hängend.
Kopfüber.
Während das Schiff weiterfuhr.
Wer dieses Verfahren dreimal überlebte, durfte sich fortan Fopadech nennen – ein Mensch also, der eine eigentlich unmögliche Aufgabe mit einer bemerkenswerten Mischung aus Unerschrockenheit und fehlendem Selbsterhaltungstrieb erledigt.
Später, so die Geschichte weiter, sei der Begriff in die Häfen der Bretagne gelangt und habe dort seinen spöttischen Charakter verloren. Ein Fopadech sei schließlich einfach derjenige gewesen, den man ruft, wenn alle anderen längst aufgegeben haben.
Eine großartige Geschichte.
Dumm nur, dass davon kein einziges Wort stimmt.
Unser Skipper hatte uns schlicht erstklassiges Seemannsgarn aufgetischt. Aber es war so schön gesponnen, dass wir beschlossen, es nicht mit unnötigen Fakten zu beschädigen.
Und ganz ehrlich: Für ein Boot, das sechs Menschen eine Woche lang um Mallorca tragen soll, passt der Name eigentlich hervorragend.Read more


