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  • Day5

    Windige Pfade

    April 11, 2019 in Spain ⋅ 🌬 19 °C

    Am Morgen gab es einen schönen Sonnenaufgang bei leichter Bewölkung. Vom Supermarkt habe ich frische "Brötchen" geholt und gleich zwei mehr, damit wir uns für unterwegs eine Mahlzeit schmieren können. Nach dem Frühstück gingen wir los und mittlerweile hat es sich mehr zugezogen. Jetzt war es komplett grau bewölkt und sehr windig, aber das habe ich schon durch unsere Wetter-App am Abend zuvor erfahren. Zum Wandern eigentlich sehr gut.

    Wir gingen Richtung Ortsausgang wo uns ein Wegweiser zum GR131 - dem europäischen Fernwanderweg E7 - begegnete. Unsere Routenplanung erfolgte auf der Grundlage vom E7. Allerdings wichen wir wegen fehlender Unterkünfte oder entfernt liegende Sehenswürdigkeiten auch schon einmal ab. Heute sollten wir fast komplett dem E7 folgen.

    Hinter "Orzola" ging es zuerst an der Straße entlang, aber bald auch schon aufwärts durch die landwirtschaftlich betriebende Gegend auf einem Wanderpfad. Vorbei am eindrucksvollen Vulkan "Volcan La Corona". Der erste Ort dahinter war "Máguez", wie die anderen Orte auch, wirkte dieser verschlafen. Wir kamen etwas vom Weg ab und folgten der Straße. Dann kamen wir nach "Haria". Dort war ich schon einmal, kann mich aber nicht mehr daran erinnern. Wir durchquerten den Ort, um an dessen Ende auf dem E7 das letzte Wohnhaus von César Manrique zu besuchen. Hier wohnte er von 1988-1992. Der Eintritt kostet 10€, was happig war. Innen bekamen wir die komplette Wohneinrichtung von César Manrique zu sehen. Leider konnte er dieses Wohnhaus nicht vollenden, da er 1992 tödlich verunglückte. Aber das alte von ihm selbst umgebaute Landhaus war wunderschön und wir wären am liebsten selbst eingezogen.

    Nach der Besichtigung gingen wir auf einem andern Wanderpfad weiter, welcher durch ein ausgetrocknetes Flussbett führte. Es ging teils steil nach oben und wir wurden unterwegs mit fantastischen Aussichten belohnt.

    Alsdann erreichten wir den Aussichtspunkt auf den Ort und Strand "Famara". Was für eine Aussicht, einfach grandios. Hier oben war auch eine Radarstation. Diese ließen wir links liegen und folgten einem unklaren Trampelpfad bis zu einer festen Straße. Dieser folgten wir zu einer Kirche namens "Eremita de las Nieves" = Kapelle des Schnees. Diese lag auf dem Hochplateau über "Famara".

    Nach einem kurzen Moment, folgten wir nun einer Schotterpiste bis zu unserem heutigen Ziel "Teguise". Es sei noch erwähnt, dass wir uns dabei wieder auf dem E7 befanden. Die Strecke war gekennzeichnet durch viel Natur und teils kräftigen Windböen. Zum Nachmittag hin klarte es zusehends auf.

    In "Teguise" gingen wir sogleich zu unserer Unterkunft, einem alten kleinen Landgut, welches sehr liebevoll zu einem kleinen aber feinen Bed & Breakfast Hotel umgebaut wurde und später ein wenig zum Sightseeing in den Ort. Dort kurz in den Supermarkt und in einem Restaurant gegessen.
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