Wir wollen die kompletten Kanaren durchwandern und dabei von Insel zu Insel mit der Fähre übersetzen.
  • Day38

    Auf Wiedersehen!

    May 14 in Spain ⋅ ⛅ 19 °C

    Heute heißt es Abschied nehmen. Abschied von einem wundervollen Urlaub, einer herrlichen Wanderung, ganz vielen Erlebnissen und positiven Eindrücken.

    Die Nacht war wieder extrem ruhig und wir beide haben etwas unruhig geschlafen. Eigentlich wollten wir um 07:00 Uhr aufstehen, aber es war noch so gemütlich das wir uns entschieden haben, den Bus nach "Santa Cruz de La Palma" zwei Stunden später zu nehmen.

    Unsere Rucksäcke hatten wir gestern Abend zum größten Teil schon gepackt gehabt, was bei dem wenigen was wir dabei hatten, auch recht schnell ging. So konnten wir uns seelenruhig dem Frühstück und der Aussicht widmen, welche wir ein letztes Mal mit dem Blick von unserer Terrasse auf das Meer aufgesogen haben. Wir haben so gut wie alle Reste verbraucht, etwas ließen wir für die Fahrt übrig. Wir zogen die Betten ab, wuschen das Geschirr und räumten alles auf. Dann gingen wir los und vor den ersten Schritten bzw. 45 Minuten, hatten wir schon grossen Respekt.

    Es ging bergauf und das 45 Minuten lang. Die erste halbe Stunde extreme Schräglage wegen dem Berghang und das mit den Rucksäcken. Die Stirn tupfend und schaufend, kamen wir im Ort "Los Canarios" an. Der Rücken war klatschnass und wir brauchten erst eine kleine Weile, bevor Olaf in die "Bar Prada" ging, um dort noch ein paar Mandelplätzchen zu kaufen. Dann gingen wir zur Bushaltestelle und warteten auf den Bus. Der kam auch recht pünktlich und wir fuhren über eine Bergstraße zur Hauptstadt von "La Palma". Unterwegs fuhren wir über einige verstreute Ortschaften und laut Olaf hatte man wohl einen tollen Blick auf die Küste. Da habe ich allerdings aus den bekannten Gründen nicht hingesehen.

    Alles in allem war es eine gute Fahrt und ich musste daran denken, wie es wohl dem Menschen ergehen muss, der die vielen Serpentinen nicht ertragen kann. Das ist schon eine Herausforderung, rechts dann nach links und zurück das Ganze.

    In der Hauptstadt "Santa Cruz", gingen wir in eine Bäckerei und nahmen nochmals ein Frühstück zu uns. Dann wurden noch ein paar Souvenirs gekauft und im Schatten ausgeruht. Heute erschien es uns besonders heiß hier zu sein. Die Sonne brannte richtig und wir fuhren deshalb auch schon eher zum Flughafen. Der Flughafen ist schon eine Sache für sich. Im Gegensatz zu Berlin. Die scheinbar nie ihren neuen Flughafen fertig bekommen, wurde dieser hier zu groß gebaut. Kaum ein Mensch war da. Bei der Sicherheitskontrolle waren wir die einzigsten und wurden auch sehr freundlich empfangen. Man konnte sich mal so richtig Zeit lassen.

    Wir setzten uns danach in die Wartehalle, da unser Flug auch scheinbar noch Verspätung hatte. Dort vertreiben wir uns die Zeit mit dem Smartphone, gut das es die gibt. Wie immer sind Getränke und Essen teuer, aber wir hatten Hunger und noch einen langen Flug vor uns. Dann kam der Flieger. Eine leichte Verspätung und wir hoben doch noch recht pünktlich ab.

    Der Flug war sehr ruhig und wir landeten sogar etwa 10 Minuten früher in Berlin.
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  • Day37

    Der Leuchtturm am Ende des Weges

    May 13 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Wie gestern besprochen, wollten wir heute einen ruhigeren Tag angehen.

    In der Nacht war es so ruhig, dass es schon fast gruselig war. Kein Zirpen, kein Hundegebell, kein Schaf, kein Hahn, keine Vögel, kein Lüftchen oder anderes. Das war irgendwie unheimlich.

    Trotzdem haben wir gut geschlafen und standen für unsere Verhältnisse spät auf. Das Frühstück bestand aus Kaffee, Obst, Kekse und etwas Saft. Mehr hatten wir nicht, da gestern Sonntag war und alle Supermärkte geschlossen hatten. Aber es war mehr als ausreichend.

    Nach dem Frühstück gingen wir los. An unserer Casa vorbei und auf einem Wasserkanal entlang. Das war möglich, weil der mit Betonplatten abgedeckt war. So kamen wir relativ schnell zum "Roque Teneguia". Der Roque Teneguía gehört zu den geschützten Naturdenkmälern des Gebietes "Volcanes de Teneguía" und wurde durch die Lava der Ausbrüche des San Antonio im Jahr 1677 teils verdeckt. Die palmerischen Ureinwohner haben dort ihre Felsgravuren hinterlassen. Er ist der Namensgeber für den Vulkan Teneguia.

    Wir gingen dann am Vulkan "Teneguia" vorbei. Der Teneguía ist ein Vulkan an der Südspitze der Kanaren-Insel La Palma. Der 439 Meter hohe Schlackenkegel entstand im Jahre 1971. Die ausgestoßene Lava floss an mehreren Stellen bis ins Meer und schuf dort ungefähr 29 ha neues Land.

    Zwischen recht ausgedehnten Lavafeldern, folgten wir dem GR131. Er führte uns bis zum Leuchtturm "Faro de Fuencaliente" und war dort auch der Endpunkt unserer mehr als 5 Wochen dauernden Kanarenwanderung. Das Gebäude wurde in den Jahren 1882 bis 1898 aus Steinen aus dem Ort Arucas (durch diese Stadt sind wir durchgelaufen) auf der Insel Gran Canaria erbaut. Der Turm wurde im Jahr 1903 als Navigationshilfe für die Küstenschifffahrt an der Südküste der Insel eröffnet. Er ist eine größere Variante des Turmes Faro de Punta Abona (auch hier sind wir auf unserer Reise vorbei gekommen), der sich auf der Insel Teneriffa befindet. Bei den Erdbeben der Jahre 1949 und 1971 wurde das Gebäude so stark beschädigt, dass der Leuchtturmwärter nicht mehr hier wohnen konnte. 1985 übernahm die Funktion ein neuer Leuchtturm, direkt neben dem alten in dem sich jetzt ein Informationszentrum befindet.

    Direkt neben dem Leuchttürmen, befindet sich eine sehr berühmte Salzgewinnungsanlage. Die "Salinas de Fuencaliente".
    Die zu diesem Gebiet gehörige Fläche ist sieben Hektar groß und gehört zum Naturdenkmal Los Volcanes de Teneguía. Im Jahre 1994 erhielt der Betreiber Gelder aus einem Fond der UNESCO, die zur Renovierung und Erweiterung der Anlage dienten. Die Anerkennung als Gebiet wissenschaftlichen Interesses hatte allerdings zur Folge, dass das geplante Museum und ein Restaurant nicht gebaut werden konnten, da eine andere Nutzung der Saline als zur Salzgewinnung nicht erlaubt war. Erst nach jahrelangem Tauziehen wurde im Jahr 2012 die Genehmigung zum Bau eines Besucherzentrums mit Museum und Restaurant erteilt. Bereits im Jahr 1971 musste die Saline für mehr als ein Jahr die Arbeit einstellen. Grund war der Ausbruch des Vulkans Teneguía, der nur etwas oberhalb der Saline liegt und dessen Lavaströme in der Nähe des benachbarten Leuchtturms ins Meer flossen. Der Vulkanausbruch hätte beinahe das Ende der Saline bedeutet. Einer der Lavaflüsse kam nur knapp 200 m vor der Saline zum Stehen.

    In dem Restaurant waren wir dann etwas essen und sahen uns die Saline an. Auf Informationstafeln rund um die Saline, erfuhren wir sehr viel über Salzgewinnung, Wissenschaftlichkeit und Wirtschaftlichkeit der Saline. Das fanden wir in höchsten Maße interessant.

    Anschließend gingen wir noch zu einem Lavasandstrand in der Nähe. Hier wurde erst vor einigen Jahren eine alte und sogar heilige heiße Heilquelle, die "Fuente Santa", wieder entdeckt. Diese wurde im 16 Jahrhundert bei dem Vulkanausbruch des Vulkans San Antonio verschüttet. Gesehen haben wir von der Quelle allerdings leider nichts, da diese sich in einem verschlossenen Stollen befindet. Angedacht ist wohl, hier mal ein Thermalbad zu errichten.

    Dann fuhren wir mit dem Bus über Serpentinen nach "Los Canarias". Die Fahrt an sich machte mir wegen der spektakulären Höhe der Straße wenig Spaß. Im Ort kauften wir dann etwas zu Abend und gingen zurück in unsere Casa. Dort sortierten wir Dinge die wir mitnehmen und welche die wir hier lassen wollten aus und packten unsere Rucksäcke. Derweilen kochte ich Abendbrot und wir nahmen es zum Sonnenuntergang mit eine Flasche (Bio-) Wein auf der Terrasse ein. Wir waren schon etwas wehmütig und auch traurig, aber wir freuen uns unsere Familien und Freunde wieder zu sehen und unseren Hund Spooky.

    Wir sprachen noch die Planung für morgen ab und bereiteten uns auf die letzte Nacht unserer wunderschönen Wanderung quer über ALLE kanarischen Inseln vor.
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  • Day36

    Die (fast) letzte Etappe

    May 12 in Spain ⋅ ⛅ 19 °C

    Zu herrlich dieses Appartement. Das Erwachen ist einfach mit dieser Akustik zu schön. Gerne würden wir länger liegen bleiben. Aber heute haben wir eine etwas längere und auch schwere Etappe vor uns. Gestern Abend haben wir diese noch besprochen und sind bei der ursprünglichen Planung geblieben. Angedacht hatten wir noch eine Busfahrt, um den Aufstieg etwas abzumildern. Aber die 30 Minuten Zeiteinsparung haben es einfach nicht gebracht.

    Wir standen auf und packten komplett unsere Rucksäcke. Dann gingen wir zum Frühstück. Greta und Paul haben es schon wieder vorbereitet. Wir gratulierten Greta zum heutigen Muttertag. Sie freute sich sehr darüber. Das Frühstück, was sie zauberte, war wieder fantastisch und mit viel Liebe gemacht. Paul suchte die Konversation und heute gab es statt Piano etwas Geigenmusik. Nach dem Frühstück bedankten wir uns ganz herzlich bei ihnen und gingen los.

    Laut unserer Planung stand uns ein 4 stündiger Aufstieg bis auf 1900m bevor und danach dann wieder 1300m hinunter. Insgesamt hatten wir einen Höhenunterschied von von 2600m zu bewerkstelligen.

    Das Wetter war gut, sonnig und leicht windig. Wobei wir uns beim letzteren mehr gewünscht hätten. Es ging bergauf - was soll ich sagen. Die Aussichten waren herrlich und der Weg führte durch herrlichen Kiefernwald. Immer wieder blieben wir stehen und machten Fotos oder aber um etwas Pause zu machen.

    Das setzte sich bis zum sehr touristischen Rastplatz "Refugio El Pilar" fort. Auch hier wären noch die Spuren des gestrigen Events "Transvulcania" zu sehen. Die Bühne wurde abgebaut. Viele Spanier haben sich hier schon versammelt, gemeinsam im Bund mit der Familie den Sonntag mit Grillen zu verbringen. Geredet wird natürlich auch und entsprechend war die Geräuschkulisse. Auch wir machten hier Pause, um danach dann den Weg bergauf fortzusetzen. Auch hier wieder herrliche Ausblicke auf die Caldera de Taburiente - da wo wir gestern drin waren. Es ging höher und höher. In meiner Magengegend grummelte die Vorahnung, dass es bald eine Herausforderung für mich geben wird. Und so war es dann auch. Es ging rechts steil hinunter und es ging links steil hinunter und wir mussten ebenfalls hinunter. Hinunter - wie ich dieses Wort hassen gelernt habe. Aber wie es mit jeder Angst ist, sie hat Macht. Aber die hat sie nur, weil ich sie ihr gebe. Ich sage der Angst wo es lang geht und nicht umgedreht. Also ging ich nach einer kleinen Pause HINUNTER. Und unten angekommen stellte ich fest, es ist nichts passiert.

    Der Weg war seit längerer Zeit wieder der GR131 und hier müssten auch die Läuferinnen und Läufer von gestern langelaufen sein. Das war an den vielen Fußspuren gut zu erkennen. Der Weg war nicht nur der GR131, sondern auch die "Routa del Volcano". Sie heißt deshalb so, weil sie an vielen Vulkanen vorbei führt. Entsprechend war auch der Weg. Teilweise kleinster Schotter aus Lavasteinchen und dann wieder aus Lava-Asche. Es war anstrengend diesen Weg zu gehen, der nun nur abwärts ging. Das erschöpfte uns sehr und schnell stellte sich die Ermüdung ein. Wenn man kraftlos daher geht passiert es schnell, das man ins stolpern kommt

    Auch hier unterwegs an den Vulkanen vorbei, war die Aussicht herrlich. Das Farbenspiel aus schwarzem bis rotbraunem Vulkangestein und dem grün der frischen Kiefern und gelben Blumen bzw. dem blauen Himmel. Dazu das Gesurre von den Bienen war wunderschön.

    Aber wir wollten endlich ankommen. Wir redeten schon davon, was wir alles essen und vor allem trinken werden. Dann erreichten wir den Ort "Los Canarios". Den ersten Ort nach 8 Stunden Wanderung ohne Einkehrmöglichkeiten. Hier in der "Bar Parada", sollten wir den Schlüssel für unsere Casa erhalten und man würde uns auch dorthin fahren. Wir meldeten uns an der Theke an und tranken erst einmal zwei Bier. Nach guten 20 Minuten kam die Besitzerin mit ihrem Auto und sie fuhr uns kreuz und quer durch die verstreuten Ortschaften. Damit zeigte sie uns Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Dann brachte sie uns zu unserer Casa, wo wir zwei Tage bleiben werden. Sie zeigte uns das Haus und schwubs war sie wieder weg.

    Die Dusche war herrlich. Endlich wieder sauber und vom Staub befreit. Dann wollten wir in ein nahes Restaurant essen gehen. Dort angekommen stellten wir fest, dass es geschlossen war. Okay. Was nun? Wir gingen diverse Optionen durch. Heute war Sonntag. Einkaufen war nicht möglich. Also blieben nur Restaurants oder die Reserven von uns. Wir entschieden uns für die Restaurants. Das Problem daran war jedoch, dass die Orte hier so am Hang verteilt sind, dass wir 40 Minuten erneut nur bergauf gehen mussten im dann festzustellen, dass so gut wie alles geschlossen hatte. Nur ein kleiner Imbiss hatte auf. Dort gingen wir dahin und haben sehr gut gegessen und konnten noch Wasser kaufen.

    Danach gingen wir zurück. Es war dunkel und der Weg führte logischerweise jetzt abwärts. Keine Ahnung wie das Gefälle teilweise war, aber wir gingen manchmal sehr schräg daher. Gut in der Casa angekommen, bereiteten wir uns für die Nacht vor. Morgen soll es ein letzter und auch entspannter Tag mit einer kleinen Wanderung hinunter bis zur südlichen Spitze von La Palma und dem Leuchtturm werden.
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  • Day35

    Was für ein Tag

    May 11 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Wow - ich habe gut geschlafen. Es war so ruhig bis auf ein leises Rauschen des Windes in den Palmen und ein paar Vögelchen.

    Ungern standen wir auf. Zu schön war es in dem Bett zu liegen und den Geräuschen zu lauschen. Aber auch heute hatten wir Programm. Zuerst frühstücken, danach mit dem Bus nach "Los Llanos" fahren, irgendwie in die Caldera kommen - entweder Kleinbus oder Taxi oder laufen - dann am Parkplatz in der Caldera ein Sammeltaxi mit anderen Wanderen nehmen, weil 52€ durch 5 besser ist und wir noch 1000m aufsteigen müssen, dann Rundweg durch (halbe) Caldera wieder zum Parkplatz, dort entweder Taxi rufen oder bis "Los Llanos" laufen und von dort mit dem Bus bis "El Paso" und dort in den Supermarkt (Wasser kaufen, weil Folgetag Sonntag ist), essen gehen und danach in das Appartement an der Straße zurück gehen. Aber es kam alles anders, oder teilweise anders.

    Das Frühstück war wunderbar. Greta, die Hausherrin, zauberte eine herrliche Guacamole und es gab frisch gepressten Mandarinensaft aus dem eigenen Garten. Dazu selbstgemachte Marmeladen, Brot, Obst und etwas Gemüse. Wunderbar. Der Hausherr Paul war offensichtlich für den Kaffee und Gespräche zuständig. Kaffee mögen wir, aber Gespräche am Morgen? Nun gut. Wir machen auch Ausnahmen. Nach einer Weile stellte Paul Musik an. Offensichtlich wollte er auch Kultur zum Frühstück, denn es gab reine Klavierstücke zu hören. Aber auch das war okay. Nachdem wir viele Dinge ausgetauscht haben und was wir heute Vorhaben und Greta zweimal wegen der Guacamole gelobt wurde, mussten wir so langsam los zum Bus. Denn wir planten 20 Minuten Pünktlichkeit mit ein - hust. Am Abend zuvor, haben wir uns bei Google die Bushaltestelle herausgesucht und Google gab uns auch gleich die Fahrzeiten mit auf den Weg.

    So saßen wir dann an der Bushaltestelle, welche bei den Mülltonnen war und nur aus einer Sitzbank aus Beton bestand. Ein mulmiges Gefühl stieg in mir auf. Den wir waren scheinbar an der falschen Bushaltestelle. Falsch deshalb, weil sie nicht für unsere Richtung war. Manchmal kennt man das, da kommt ein Bus und man winkt ihn heran. Ich checkte eine andere App und sie da, die Bushaltestelle für unsere Richtung war weiter oben hinter einer Kurve eingezeichnet. Fuck Google. Der Bus kam eh zu spät und da sind wir einfach losgegangen. Aber plötzlich sahen wir ihn doch noch kommen und liefen zu dieser (falschen) Bushaltestelle zurück und winkten freundlich dem Busfahrer zu. Aber es half nichts. Er winkte ab und fuhr vorbei.

    Dann eben doch zu Fuß nach "Los Llanos". Wir gingen so eine Weile, bis wir zu einer anderen Hauptstraße kamen. Auch hier fuhren Busse und laut Google sogar in 6 Minuten und 3 Minuten später noch einer. Herrlich. Ein Bus-Paradies. Jedoch warteten wir hier ebenso vergebens auf einen Bus. Denn es kam einfach keiner. Diesmal stimmte sogar die Richtung der Bushaltestelle. OK - dann doch zu Fuß - lach. Diesmal aber wirklich.

    Gesagt getan und wir gingen los. Richtige Fußwege waren leider nicht vorhanden und so gingen wir am Strassenrand entlang bis wir laute Musik hörten. Mitten in der Stadt war mächtig was los. Strassen waren gesperrt und eine Art Parkour aufgebaut. Heute morgen erzählte und Paul, dass "Los Llanos" heute ein wichtiges und nicht nur kanarisches Event statt findet. Der "Ultra-Marathon Transvulcania". Ein 74km langer und mit 8540m Höhenunterschieden extrem schwerer Lauf. Von der Küste bis zum "Roque de los Muchachos" und dann "Los Llanos". Echt beeindruckend was die Läuferinnen und Läufer dort vollbringen. Wir kamen zu den Proben an. Verschiedene Fernsehteams übten das Event. Wir gingen zum Busbahnhof und hofften, dass ein Kleinbus uns in die Caldera bringt. Fehlanzeige. Ein Taxi zu finden war in dem Trouble eine Herausforderung. Erst wollten wir gehen und waren eigentlich auch schon auf dem Weg in die Caldera, dann entschieden wir uns noch einmal Google zu vertrauen und den eingezeichneten Taxistand aufzusuchen. Fehlanzeige. Wegen des Festivals kein Taxi da in gesperrter Zone. Gut, Olaf erinnerte sich an mehrere Taxis, als wir in die Stadt kamen. Letzter Versuch und wir gingen dorthin und siehe da, es gab Taxis. Olaf fragte eine Fahrer und er stimmte zu. Wir stiegen ein und fuhren in die Caldera. Die Strasse dorthin war in keinem so guten Zustand und sie war schmal und es war hoch - schrecklich hoch.

    Am Parkplatz angekommen verabschiedeten wir uns von Carlos dem Taxifahrer und gingen in die Caldera de Taburiente, dem Wanderhighlight auf La Palma. Was wie eine Art Schlucht aussah, war eigentlich vor tausenden von Jahren der Abfluss der Lava. Wir folgten der Schlucht und kamen an einen kleinen Wasserlauf vorbei. Immer wieder mussten wir über Steine den Wasserlauf überqueren, wobei dann kleine Frösche vor uns flüchteten.

    Da wir nicht mit einem anderen Sammeltaxi zu einem höheren gelegenen Mirador und eigentlichen Startpunkt unserer heutigen Wanderung gefahren sind, planten wir um. Wir folgten weiter den Weg in der Schlucht, kletterten über Steine, gingen etwas oberhalb der Schlucht auf einem Pfad und sahen alte Wasserkanäle bzw. Einrichtungen, die für die Wasserregulierung früher notwendig waren und heute nur Ruinen sind. Dann kamen wir zu unserem ersten Highlight. Dem Wasserfall "Cascada del Colores". Eine kleine, ähm... Sehr kleine Staumauer wo Wasser aus einem Loch herauslief und durch die verschiedenen ausgewaschen Minerale ein Farbenspiel an der kleinen, ähm... sehr kleinen Staumauer zauberte. War schön anzusehen.

    Ein Stück zurück und dann etwas hoch, war der Mirador zum "Roque Idafe" - eine ehemalige Kultstätte der Guanchen und ein erloschener Vulkanschlot. Dann ging es zurück zum Parkplatz in der Hoffnung, das dort jetzt ein paar Taxis stehen. Aber nein, keine da und wir gingen dann zu Fuss den steilen Weg hoch, welchen wir zuvor mit dem Taxi herunter gefahren sind. Wir waren erstaunt, wie schnell wir waren und in 90 Minuten wieder "Los Llanos" erreichten.

    Das Event Transvulcania 2019 hatte bereits sein Höhepunkt erreicht, denn die ersten Läufer sind schon angekommen. Trotzdem schauten wir dem Treiben etwas zu und tranken jeweils zwei Mojitos. Dann entschieden wir uns hier in der Stadt essen zugehen und mit dem Bus nach "El Paso" zu fahren und dort im Supermarkt Wasser kaufen. Wir haben ein wunderbares vegetarisch/veganes Restaurant gefunden und dort herrlich gegessen. Anschließend stürzten noch mal in den Trouble und sahen noch einigen erschöpften aber auch glücklichen und stolzen Läufern beim Zieleinlauf zu. Starke Leistung! Dann gingen wir zum Busbahnhof und stiegen in die uns mittlerweile sehr vertraute Buslinie 300 ein. Der Bus war voll, sicherlich durch die Abreisenden von dem Event.

    Wir kauften in El Paso das Wasser und gingen dann am Strassenrand zurück zu unserem Appartement. Wir kamen dort erschöpft aber glücklich an und freuten uns, dass wir an dem heutigen Tag so viel erlebt haben, was wir vorher nicht eingeplant hatten.

    Für morgen steht unsere letzte Etappe der Kanarenwanderung an.
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  • Day34

    La Isla Bonita

    May 10 in Spain ⋅ ⛅ 19 °C

    Wir haben in dem Hotel doch ganz gut geschlafen. Allerdings ging das wegen der Hauptstraße vor unserem Balkon nur mit Ohrstöpsel. Dafür wurden wir von einem herrlichen Sonnenaufgang über dem Meer vor unserem Balkon geweckt.

    Wir packten unsere Rucksäcke und gingen in die Cafeteria von dem Hotel. Denn dort gab es das Frühstück. Es war einfach aber gut. Danach gingen wir los.

    Noch ein paar Worte zur heutigen Routengestaltung. Manchmal ist es notwendig, dass wir uns Vorort eine andere Route oder eine Umgestaltung des Weges vornehmen. Dasliegt daran, das wir die genauen Begebenheit oder Umstände bei der Planung vor Ort nicht wussten und auch nicht wissen können. Zum anderen spielt da die körperliche Komponente noch eine Rolle. Die heutige Etappe wäre knapp 30km gewesen und das noch mit einem Aufstieg von quasi 0m auf 1740m. Deshalb entschieden wir uns wieder um.

    Zuerst verließen wir das Hotel und gingen zur kleinen Zitadelle von " Santa Cruz de La Palma". Früher zum Schutz der Stadt, heute im Besuchsprogramm für Touristen. Wie sich die Zeiten ändern?

    Weiter zum "Plaza de la Almedra". Einem großen Platz in dessen Mitte sich ein kleiner weisser Pavillon befindet, der ein Cafe beherbergte. Dann zum "Plaza San Francisco" mit einer Kirche und einem Museum. Die Kirche war geschlossen, das Museum hatte geöffnet. Beide haben wir nicht besucht.

    Dann sahen wir uns die "Balcones de la Avenida Maritima" an. Die typischen mit Blumenkästen versehene kanarischen Holzbalkone. Was wir noch durch die Infotafel lernten, sie waren einst auch die Toilette der Hausbewohner. Die Fäkalien wurden durch ein Rohr in das nahe Meer geleitet.

    Dann weiter zum "Plaza de España", wo sich auch die Hauptkirche "Iglesia Matriz de El Salvador" und das Rathaus befindet. Eigentlich ein sehr schöner Platz. Aber durch die Fülle an Touristen etwas laut und hektisch.

    Danach gingen wir zur Busstation und nahmen den Bus 300 bis nach "Refugio de El Pilar" eine Station nach dem Tunnel durch den Berg und nach den 1740m. Die Fahrt war - interessant. Die ganze Zeit lief mir eine Filmreihe durch den Kopf, als der Bus sich nach oben durch die Schluchten und Täler schlängelte - "Final Destination". Ja ich hatte Höhenangst, mein Sitz wackelte, der Bus klapperte, die Belüftungsschlitze über uns fehlten, Papier lag im Gang, niemand war angeschnallt, es gab nur einen Stopknopf in der Mitte des Busses, die Scheiben waren verschmutzt, die Fahrbahn war schlecht, es gab diverse Überholmanöver des Busses usw. Überall sah ich potentielle Unfallmöglichkeiten. Aber nach dem Tunnel stiegen wir auf 1020m aus und das mitten in der Natur. Dann war bei mir wieder alles gut.

    Der Bergkamm war so hoch, dass die Wolken sich regelrecht über ihn hinweg schoben und auf der anderen Seite sich scheinbar in das Tal ergossen. Ähnlich einem Wasserfall nur halt eher ein "Wolkenfall". Das war ein wunderbares Natur-Schauspiel und immer wieder blieben wir stehen und sahen fasziniert zu.

    Später erreichten wir die Kapelle "Ermita de la Virgen de Pino". In der nahen Kiefer soll sich vor Jahren plötzlich ein Madonna-Bild (Nein, nicht die Sängerin) befunden haben und so wurde an dieser Stelle neben der Kiefer eine Kapelle gebaut.

    Etwa davon entfernt war ein Informationszentrum über die Flora und Fauna von "La Palma". Das kannten wir schon von unserem ersten Besuch. Da die versprochene "Audiovisuelle Vorführung" nicht statt fand, gingen wir weiter. Der Weg bestand nun zum Teil aus ehemaligen Lavasteinchen, dann Schotter, dann asphaltiert und dann zwischen Feldern und Blumen entlang laufend. Immer wieder sahen wir Tiere - Echsen, Pferde, Rinder, Schafe und natürlich Hunde.

    Dann erreichten wir unser heutiges Ziel, die über Airbnb gebuchte Unterkunft bei "El Paso". Nachdem wir uns mit dem belgischen Auswanderungspaar bekannt gemacht haben, zogen wir in unsere Casa. Ein ca. 150 Jahre altes Gebäude, aber auf heutigen Stand. Das hat uns sofort gefallen. Ich wusch meine Wäsche, hing sie auf und dann gingen wir in die Stadt El Paso.

    Zuerst sahen wir uns ca. 7000 Jahre alte Guanchen Kritzeleien auf Felsen an. Dann gingen wir essen und danach noch etwas einkaufen. Aber wir haben auch den morgigen Tagesablauf besprochen.
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  • Day33

    Bus und Fähre

    May 9 in Spain ⋅ ⛅ 22 °C

    Es war warm und trotzdem gut. Zuerst dachten wir, dass wir wegen dem doch recht schmalen Bett nicht gut schlafen werden. Aber wir waren überrascht, wie gut wir eigentlich dann doch geschlafen haben. Zum Frühstück ging es ausserhalb vom Appartement, aber noch im Hotel, zwei Etagen nach oben. In einem kleinen Nebengebäude befand sich der Frühstücksraum. Wir wurden kurz eingewiesen in alldem was es gibt, nahmen uns ein paar Teilchen und gingen mit dem Tablett wieder ausserhalb eine Etage tiefer in den Garten. Das Hotel war an einem Hang gebaut und stufenartig gebaut. Das Frühstück war auch erstaunlich gut, das haben wir so von dem Hotel nicht erwartet. Es gefiel uns immer besser. Falls wir noch einmal hierher kommen, würden wir das selbe Hotel nehmen. Dann aber ein Appartement ganz oben.

    Nachdem wir alles gepackt und auch das Hotel bezahlt haben, gingen wir an der Küste noch etwas spazieren. Wir gingen an der Küste zum Hafen und von dort weiter an der Küste auf einer unbefestigten Straße entlang. Extrem steil ragten hier die Felsen empor und es bestand akute Steinschlaggefahr. Immer mit einem Block nach oben und die Ohren gespitzt, folgten wir dem Schotterweg. Am Ende in einer kleinen Steinbucht war ein grünes Paradies. Eine deutsche Lebensgemeinschaft hat sich dort nieder gelassen und man konnte nur gegen vorherige Anmeldung den Garten besuchen. Eigentlich wollten wir dort auch weiter an der Küste entlang gehen, um bis zu einer Höhle zu gelangen. Es soll sich um eine alte "Aussteiger-Höhle" handeln. Aber der Weg ging nicht weiter und man hätte umständlich über den losen und groben Steinstrand gehen müssen und dazu hätten wir keine Lust. So kehrten wir um und gingen den selben Weg mit der Steinschlaggefahr zurück.

    Wieder in dem Ort angekommen, gingen wir eine Nebenstraße entlang. Dort gab es einige Geschäfte und was und auffiel war, dass viele von Deutschen geführt wurden. In einem T-Shirt Geschäft kauften wir tatsächlich auch noch etwas ein und in einem anderen Geschäft ein Geschenk für eine Freundin von mir, die während dieser ganzen Wochen unseren Labrador Spooky aufgenommen hat. Danach gingen wir zur Busstation und warteten. Aber vorher holte ich mir noch zwei Bier und eines trank ich kurz bevor der Abfahrt des Busses. Der Busfahrer kam mir bekannt vor und ich glaube, dass es derselbe war, der uns Tage zuvor schon gefahren hatte. Dadurch bekam ich mehr Vertrauen in die Fahrt.

    Dann ging es los. Ich setzte Kopfhörer auf und hörte Entspannungsmusik. Dabei schloss ich die Augen und nur manchmal blinzelte ich ein wenig. Die Fahrt dauerte knapp 2 Stunden und schlängelte sich bergauf durch das massive Gebirge und dann wieder hinunter. Wie der Busfahrer das gemacht hat, war schon sehr meisterlich und sehr sicher. Ich bedankte mich beim aussteigen am Busbahnhof in "San Sebastian" bei ihm.

    In der Stadt "San Sebastian de La Gomera" besichtigten wir die Kirche und gingen dann zum Hafen. Dort am Ticketverkauf von der Fährlinie"Armas", kauften wir zwei Tickets direkt nach "Santa Cruz de la Palma". Obwohl wir erst nach Teneriffa fuhren, kostete es pro Person nur 24€. Das war ein super Preis. Auf der Fähre waren recht wenige Menschen. Die meisten stiegen auf Teneriffa aus und noch weniger fuhren dann nach "La Palma". Auf "La Gomera" hatten wir Inseltypischen Weißwein gekauft und den tranken wir zum Abschied (und zum Abendbrot) dann auf der Fähre. Die Fahrt auf der Fähre dauerte 6 Stunden und war somit insgesamt die längste aber auch die letzte Fährfahrt unserer Kanarenwanderung.

    Angekommen im Hafen von "Santa Cruz de La Palma", gingen wir sogleich in das kleine und direkt an der Hauptstraße und am Meer liegende Hotel "Castilliete". Nach dem Duschen ging es ins Bett. So eine lange Fährfahrt kann anstrengend sein, obwohl man da auch nur sitzt.
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  • Day32

    Der Wasserfall

    May 8 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Was gibt es zu erzählen? Zum einen, die Palmen vor dem Appartement wurden durch kräftigen Wind in der Nacht kräftig geschüttelt und zum anderen war es sehr ruhig dort. Nach dem gemütlichen Aufstehen, gingen wir gemütlich zum Frühstück. Das mussten wir tatsächlich, denn das Appartment zum dazugehörigen Restaurant, war eine Straße höher. Also müssten wir das Gebäude verlassen und die Straße ein Stück hochgehen. Im Restaurant angekommen, bestellten wir unser Frühstück. Alles wurde dort selbst biologisch selbst hergestellt und auch verkauft.

    Nach dem Frühstück gingen wir gemütlich zum Busstop. Denn wir haben uns am Vorabend entschieden, das wir einen Teil mit dem Bus fahren werden. Und daran bin ich "Schuld". Ich habe mir mehrmals die Strecken nach "Valle Gran Rey" angesehen und in mich hinein gehört. Und ich konnte auch schon auf den Weg nach "Las Hayas" in dieses Tal einen kurzen, aber heftigen Blick hinein werfen. Es ging einfach nicht. Ich kann diese erste Strecke einfach nicht gehen. Deshalb der Bus und auch das ist nur ein Kompromiss, denn auch das gefiel mir nicht. Schon allein der Gedanke, wie der riesen Bus die Kurven an den steilen Abhängen nimmt, ließ meine Knie weich werden. Aber da muss ich durch und mich der Angst stellen.
    An dem Busstop warteten wir ca. 30 Minuten und dann kam dieser riesen Bus. Ich verkroch mich in Sitz und schnallte mich an. Wahrscheinlich war ich der einzige im Bus der angeschnallt war.

    Die Fahrt dauerte knapp 25 Minuten und wir stiegen in "Lomo del Balo" aus. Es war extrem sonnig und grell und warm. Wir folgten zunächst einen kleine Abzweig durch den Ort und kamen auf den GR131. Diesen folgten wir durch das mit Palmen durchflutete grüneTal. Sehr schön anzusehen. Wir gingen durch verschiedene Orte, welche irgendwie ineinander übergehen und erreichten die Kirche des Ortes "El Guro". Einem Künstler- und Aussteigerdorf aus den touristischen Anfängen von "La Gomera". Erstaunlich viele Deutsche sind wir begegnet und später waren wir uns sicher, dass wir nur Deutschen begegnet sind.

    Nach dem Kirchplatz gingen wir quer einmal durch das Tal auf die andere Seite von " El Guro". Denn dort wollten wir in den "Barranco de Arure" und zum Wasserfall. Olaf war mit Frank vor knapp 30 Jahren schon einmal hier, hat aber den Wasserfall nicht gefunden und heute wollten wir ihn aber sehen. Anfangs gut (auf deutsch) ausgeschildert, folgten wir den Weg erst einige felsige Stufen hoch und dann wieder hinunter in ein Schilffeld. Der Pfad da durch war zwar eng, aber gut zu gehen. Hin und wieder mussten wir den Bachlauf auf Steinen überqueren manchmal waren die Zweige und Äste so tief, das wir mit unseren Rucksäcken da leichte Schwierigkeiten hatten. An einigen Stellen musste man sogar etwas Klettern. Entweder eine Holzleiter mit Seilführung hoch, oder an Felswänden entlang oder über umgefallene Bäume. An einer Weggabelung stand plötzlich eine Frau. Sie hat auf einem großen, vor ihr stehenden Stein, diverse Dinge ausgebreitet. Halsketten mit Anhängern aus Holz. Aber sie hatte noch mehr zu bieten. Denn sofort sprach sie uns auf deutsch an, sie habe selbstgemachte "Energiekugeln" und kühle Getränke. Die Getränke kühlte sie in Bachlauf und die "Energiekugeln" seien aus Datteln, Mango, Bananen und Gofio gemacht. Wir nahmen zwei von diesen Kugeln und zwei Getränke. Am Wasserfall wollten wir dann unsere Pause machen.

    Es war ein interessanter und auch körperlich etwas herausfordernder Weg. Umso erstaunter war ich über das Alter mancher Wanderer zum Wasserfall. Eine Gruppe von je zwei Frauen und zwei Männern, waren bestimmt an die 70 und schafften diese ganzen Kletterrouten durch den Barranco. Da ziehe ich meinen Hut.

    Der Rückweg ging scheinbar etwas schneller und wir nahmen einen Weg rechts und oberhalb vom Barranco aus dem Tal verlaufend. Nach einer Weile kamen wir in "La Calera" an, unserem heutigen Ziel
    Das kleine Hotel erreichte man, wie scheinbar andere in diesem Ort auch, nur über Treppenwege. Nach dem Einchecken und einer kleinen Pause, gingen wir zum Strand "Playa del Ingles". Einen schwarzen Lavastrand mit ein paar grossen Steinen. Die Wellen brachen sich zum Teil heftig an den Steinen. Was Olaf aber nicht daran hinderte, kurz baden zu gehen. Nach knapp 2 Stunden gingen wir in ein Restaurant essen und dann zurück zum Hotel.

    Im Restaurant haben wir noch besprochen, wie wir den morgigen Fähren-Tag angehen werden.
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  • Day31

    Der einmalige Wald

    May 7 in Spain ⋅ ☀️ 18 °C

    In der Nacht wurden die Laute durch das Tal weiter getragen und schallten gemächlich durch unser Fenster. Eine wunderbare Akustik.

    Das Frühstück stand wie vereinbart auf einem kleinen Beistelltisch außen vor unserem Appartement. Es gab Saft, Kaffee, Brot und Aufstriche, sowie ein paar Kekse und Obst und Gofio. Völlig ausreichend und auch lecker. Nach der Stärkung begannen wir unsere Wanderung.

    Schon in der Nacht habe ich geträumt, ich stehe auf einem kleinen Vorsprung an einer Felswand und halte mich kurz an einem Seil fest. Diese Vorstellung hatte ich von unserem heutigen Aufstieg. Innerlich war ich deshalb schon von Anfang an aufgewühlt und nervös. Zunächst mussten wir wieder eine paar lange Treppen nach oben gehen, ehe wir einer kleinen Straße folgen konnten. Wir kamen an "Petra und Pedro" vorbei, den felsigen Wahrzeichen von "Hermigua". Zwei nebeneinander stehende riesige Felsen. Der "Mann" ragt 150m und die "Frau" 80m in die Höhe. Geologische betrachtet, handelt es sich bei den Zwillingsfelsen um Vulkanschlote.

    Wir gingen unterhalb von ihnen vorbei und direkt in den "Barranco del Cedro". Ein wunderbar grünes Tal eröffnete sich uns. Alles blühte und grünte. Die Fruchtbarkeit sprühte einen farbenfroh ins Auge. Wir kamen an einen kleinen Weiher vorbei und folgten weiter dem Pfad. Weiter aufwärts war dann ein kleiner Stausee "Presa de los Tiles" und direkt dahinter bei einem kleinen Wasserfall, ein schattiger Rastplatz.

    Ab diesem Stausee ging es steil auf felsigen Grund und Stufen nach oben. Ausblicke ins Tal gab es immer wieder und auch einen ziemlich großen Wasserfall, an dem wir aber nicht direkt vorbei kamen. Schon bei dem kleinen Rastplatz hatte ich ein Bier getrunken und gehofft, dass sich dadurch meine Höhenangst etwas im Zaum hält. Scheinbar war es auch so. Ziemlich erschöpft kamen wir oben in "El Cedro" an. Dort gab es einen Campingplatz und ein Restaurant. Wir gingen jedoch zum Rastplatz und nahmen eine Pause und Obst zu uns. An einem Bach kamen wir an einer Entenmutter mit ihren süßen Küken vorbei 🦆🐥.

    Nach einer kurzen Orientierung wo wir nun lang gehen müssen, denn hier kreuzten sich viele Wanderwege, gingen wir leicht bergauf. Im Verlauf kann man sagen, dass wir immer weiter leicht bergauf gingen und das bis 1300m.
    Es wurde sehr waldig und schattig. Das war auch gut so, denn es gab keine Wolken und die Sonne hatte freie Bahn. Wir gingen auf herrlichen Waldwegen entlang, die ich nur aus meiner Kindheit kannte oder im Fernsehen gesehen habe. Das Orchester waren die Vögel und die Insekten. Das Licht- und Schattenspiel war einfach grandios und das kräftige Grün war einfach unglaublich. Wir blieben so oft stehen um zu staunen und zu fotografieren. Letztlich kann man mit Fotos sowieso nicht die Eindrücke festhalten, aber wir wollten es zumindest versuchen. Mal ging es hinab in ein ein Tal, wo sich ein Bach schlängelte, dann überquerten wir über kleine Holzbrücken oder über Steine den Bach, um am anderen Ende wieder etwas empor zusteigen.

    Dann kamen wir zu einer kleinen Kirche, der "Ermita Nuestra Señora de Lourdes". Eine " englische Dame" im 19. Jahrhundert, unterrichtete die Kinder eines auf "La Gomera" eingewanderten Italiener. Sie war sehr hoch angesehen und sie erfüllte sich mit dieser Wallfahrtskirche ihren Traum.

    An der Wallfahrtskirche vorbei wieder in den alten und urigen Wald hinein und die selben Eindrücke waren wieder da. So ging es stundenlang weiter. Mitten auf dem Wanderweg mussten wir einen wilden Naturbienenstock umgehen. Manchmal begegneten uns andere Wanderer oder gar ganze Gruppen. Aber es war zu ertragen und die Schönheit der Natur, ließ uns die anderen schnell wieder vergessen.

    Wir waren im Nationalpark "Garajonay" und er bedeckt mit 10% die Insel. Sein einmaliges Ökosystem steht seit 1986 als Weltnaturerbe unter dem Schutz der UNESCO. Seit 1988 ist das Gebiet auch Europäisches Vogelschutzgebiet. Manchmal wabern noch die Nebel durch die Lorbeer- und Zedernbäume. Bei uns aber nicht. Dafür hatten wir noch herrliche Blicke bis nach Teneriffa und dem Teide.

    "Die Legende von Gara und Jonay:
    Die schöne Prinzessin Gara lebte noch vor der spanischen Eroberung im 15. Jahrhundert auf La Gomera. Sie verliebte sich in den armen Bauernsohn Jonay aus Teneriffa. Dieser fuhr aus Liebe täglich auf einem Floß zur Nachbarinsel, um seine Geliebte zu treffen. Doch die Verbindung stand unter keinem guten Stern: Ein Priester sagte den beiden großes Unheil voraus. Als sich beide das Jawort zur Eheschließung geben wollten, schien sich die Prophezeiung zu erfüllen. Ein starkes Erdbeben erschütterte Teneriffa. Der Vulkan Teide spie Lava, das Meer um La Gomera färbte sich blutrot, und die Insel begann zu glühen. Die Adelsfamilie der Prinzessin versuchte daraufhin, die Heirat der beiden zu verhindern und brachte Jonay gewaltsam nach Teneriffa zurück. Seine Liebe jedoch war so groß, dass er wenige Wochen später erneut auf La Gomera landete. Gemeinsam floh das Paar ins Hochland und versteckte sich in den dichten Wäldern hoch oben auf der Insel. Als beide keinen Ausweg für ihre Liebe mehr sahen, nahmen sie eine an beiden Enden gespitzte Lanze aus Lorbeerholz und stießen sie sich durch die Brust. In inniger Umarmung ging das Liebespaar in den Tod.
    Dies ist nur eine Version von einigen verschiedenen dieser Legende. Aber seit jener Zeit, so sagen die Gomeros, trägt der höchste Berg und der heutige Nationalpark auf La Gomera den Namen Garajonay."
    Quelle: Wikipedia

    Es ging dann steiler nach oben und wir kamen an einem Parkplatz heraus. Wir überquerten diesen und gingen weiter dem Pfad entlang. Dann kamen wir zu einem grossen Erholungsgebiet "La Laguna Grande" in Form eines Rastplatzes Grillmöglichkeit, Spielplatz und Informationszentrum zu Flora und Fauna. Hier machten wir kurz Rast, gingen ins Informationszentrum und dann weiter durch ein Gebiet, wo es vor Jahren gebrannt haben musste. Die Spuren waren zum Teil noch deutlich an den Bäumen zu erkennen.

    Wir verließen dann den "Parque Nacional Garajonay" und liefen dann auf sonnigen Pfaden weiter zwischen Blumenwiesen mit summenden Bienen und bunten Schmetterlingen. Immer wieder boten sich herrliche Ausblicke über Palmen und Terrassenfeldern bis hinunter zum Meer mit Sicht auf die Inseln El Hierro und La Palma.

    Dann erreichten wir zuerst "Chipude", dem angeblich ältesten Ort auf "La Gomera". Am Kirchplatz kauften wir uns etwas zu trinken, machten eine kleine Pause und besichtigten die Kirche. Sehr ungewöhnlicher innerer Aufbau. So etwas hatte ich noch nicht gesehen. Ab hier folgten wir dann wieder dem GR131 zuerst nach "El Cercado" und durch eine Schlucht nach "Las Hayas", unserem heutigen Zielort. Hier übernachteten wir wieder in einem schönen Landhotel und haben sehr gut im dazugehörigen Restaurant zu Abend gegessen. Es gab nur ein einziges Menü zur Auswahl und das war sogar fast komplett vegan bis auf den Ziegenkäsebrotaufstrich und dem Dessert. Dazu genossen wir einen guten Weißwein aus eigener Produktion.
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  • Day30

    Die grüne Schönheit

    May 6 in Spain ⋅ ☀️ 18 °C

    Trotz Ohrstöpsel, weil noch etwas länger Lärm von draußen rein kam, haben wir gut geschlafen - für unsere Verhältnisse. Nach dem Aufstehen ging es in das Erdgeschoß von dem Hotel. Dort gab es ein Frühstücksbuffet. Gute Auswahl, Qualität war okay.

    Danach zogen wir los und wie gestern Abend noch abgesprochen, wollen wir mit dem Bus eine Station in die Berge fahren und uns so 1000m Aufstieg ersparen. Aber zuerst ein Souvenir gekauft - Kühlschrankmagnet. Von jeder insel haben wir jetzt einen und für meine liebe Schwester bringen wir auch von jeder Insel einen mit. Dann noch kurz den "Torre del Conde" - ein alter Wachturm - angesehen. Danach gingen wir zur "zentralen" Busstation und nahmen in einem doch recht grossen Bus Platz. Die Fahrt zu dem ersten Busstop dauerte ca. 30 Minuten und war sehr sehr sehr kurvenreich und es ging nur aufwärts.

    Wir stiegen am Mirador "Dellogada de Peraza" aus. Nicht nur ein Aussichtspunkt, sondern auch Knotenpunkt von Wanderwegen und Busstation. Irgendwie war ich von der Bustour so angetickert, dass ich gleich beim aussteigen merkte, das wird schwierig heute mit der Höhe. Und so war es auch. Sogleich sagte ich zu Olaf "... Diesen Weg dort kann ich nicht gehen ...". Die Anspannung stieg und wurde durch eine kleinen Hund, der beim Mirador frei herum lief, etwas aufgelöst. Olaf freundete sich mit dem kleinen süßen Hund an und er folgte uns dann noch ein kleines Stück. Nach etwa 10 Minuten versuchte ich den den Weg zu gehen und rechts ging es steil hinunter. Ich konnte förmlich die Kraft spüren, welche mich in den Abgrund ziehen wollte.

    Eine Weile gingen wir so weiter und die Beschaffenheit des Weges wurde etwas besser und sogar richtig gut. Eine Zeitlang dachten wir, als wir so über Wiesen gingen, wir sind in Österreich. Dann erreichten wir die Kapelle "Ermita de Nuestra Señora de las Nieves" mit herrlichen Ausblicken ins Tal und auf den Teide von Teneriffa. Wirklich wunderbar.

    Weiter ging es dann erst durch einen kleinen Wald und dann wieder an die Straße, welche immer etwas parallel von uns verlief. An einer Stelle war für Fußgänger eine Art "Gang" gebaut worden. Mit Geländer und der Fußweg aus Gitterrost. Rechts ging es steil hinunter. Das war etwas zu viel des "Guten". Laut singend überquerte ich diese ca. 20 Meter lange Stelle - eine Ewigkeit. Dann kamen wir zu einem anderen anderen "Mirador Del Morro De Agando". Erneut nahm ich meine Kraft zusammen und bestieg den Wanderweg steil nach oben. Wobei es rechts und links dann steil runter ging. Plötzlich war es vorbei. Ich konnte weder vorwärts noch rückwärts gehen. Auf "allen Vieren" beugte ich über der Steintreppe, unfähig auch nur irgend einen Schritt zu machen. Die Gedanken rotierten in meinem Kopf und die Tränen kamen mir. Nach einer Weile riss ich mich zusammen und ging zurück zum Ausgangspunkt.

    Olaf war sehr einfühlend und nahm Rücksicht. Wir gingen ein gutes Stück die Straße nach oben - natürlich. Dort erreichten wir wieder einen Mirador und wir machten eine Pause. Es war ganz ruhig zwischen uns beiden.

    Dann sagte ich, wir müssen jetzt losgehen, sonst gehe ich nicht mehr weiter. Gesagt getan. Es ging rechts auf einem Weg parallel etwas abgesetzt an der Straße weiter zu einer Kreuzung. Bis dahin gingen wir durch einen kleinen Wald. Zwar ging es rechts immer noch ziemlich steil hinunter, aber das wurde durch die Bäume etwas verdeckt.

    An der der Kreuzung würde es dann besser. Denn es ging nicht mehr nur bergauf, sondern auch bergab. Wir gingen ähnlich wie vor der Kreuzung zwar an steilen, aber sehr dicht bewachsenen Hängen entlang. Es war sehr schattig und auch sehr schön. Mal war der Weg sehr breit, dann wieder schmal. Mehrmals besprachen wir die geplante Route. Ob wir die so weiter gehen wollen oder auf der Straße. Wir wählten die von uns geplante Route und das war auch gut so. Denn die landschaftlichen Erlebnisse waren einfach ein Traum. Anders kann ich es nicht sagen. Nach dem ich mich auch wieder etwas "beruhigt" hatte, konnte ich all das Schöne im uns herum auch genießen. Alles war so grün und friedlich. Die Vögel zwitscherten, die Bienen summten. Es blühte und grünte überall. Hier und da ein kleiner Wasserfall und die Ausblicke waren der Hammer. Selten so viel grüne Schönheit gesehen.

    In der Ferne sahen wir dann auch schon unser heutiges Ziel - " Hermigua". Ein weit verzweigter und verstreuter Ort. Ein Ortskern war nicht auszumachen. Es war zwar noch entfernt, aber wir sahen auch, dass wir noch ziemlich tief hinab mussten. Und das bedeutete auch wieder ein paar Herausforderungen für mich. Aber irgendwie lief es seit dem "Vorfall" wo mir die Tränen kamen, etwas besser und so meisterten wir auch dieses letzte Stück.

    Wir gingen zu unserem Appartement und checkten ein. Erschöpft und glücklich tranken wir eine Flasche Wein, welche wir uns schon am Vorabend für das Appartement bestellt hatten. Dann duschten wir und gingen kurz in der Ort, schauten uns das kleine 400 Jahre alte Konvent mit der Kirche an, kauften in einem Supermarkt Wasser und was zu knabbern. Dann gingen wir in einem Restaurant etwas essen. Auch das war sehr lecker.
    Dann zogen wir uns in unser Appartement mit den Panoramafenstern und herrlichem Bergblick zurück und genossen dort das Knabberwerk und eine zweite Flasche Weißwein aus "La Gomera".
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  • Day29

    Irland?

    May 5 in Spain ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute hieß es Abschied nehmen von "El Hierro" und der der schönen Casa. Eine Katze, welche wir zwei Tage zuvor sich auf der Straße liegend gesonnt hatte, besuchte uns zum Frühstück auf der Terrasse. Auch die Vögel und Hummeln waren wieder da, genauso wie unzählige Tausendfüßler. Ebenso der angenehme Geruch von dem Feigenbaum, welcher neben der Casa stand. Das Wetter erschien aufgelockert und über dem Bergmassiv sahen wir zum ersten Mal Fetzen von blauem Himmel.

    Nach dem Frühstück packten wir alles zusammen, räumten die Casa auf, nahmen den Müll mit und verabschiedeten uns. Nach der Müllentsorgung stiegen wir ins Auto und führen wieder die alte Verbindungsstraße der einzelnen Orte entlang. Ich entschied mich die Strecke zu fahren, welche wir gestern schon bergauf genommen haben. Diese kannte ich zumindest und wusste um "schreckliche" Stellen. Beim Hochfahren hielt ich zweimal an, damit hinter uns fahrende Autos überholen konnten. Nicht, dass sie drängelten, nein - sie machten mich aber (noch) nervöser. Fast ober angekommen, kamen wir mit dem Auto in die Wolken, welche sich über den Berg zu schieben versuchten. Es wirkte alles so verwunschen und etwas schauerlich. Die Fahrbahn war leicht mit Moos bewachsen und die Feuchtigkeit machte sie sicherlich noch rutschiger. Ich fuhr sehr vorsichtig.

    Oben angekommen, stellten wir unser Auto auf dem Parkplatz an der Straße ab und begannen unsere kleine Wanderung. Eine Quelle sah aus, wie aus einem Märchenfilm und der Wald dahinter, wirkte so schaurig, wie aus "Herr der Ringe". Jeden Augenblick, so dachten wir, würden die alten Bäume sich bewegen und uns fangen wollen. Die feinen Blätter und Flechten an den Bäumen sammelten die Feuchtigkeit auf und Tropfen hingen an ihnen herab. So gingen wir einen Weile durch diesen "Nebel-Wald" und entschlossen uns dann, unsere Wanderung bis zum "Mirador der Jinama" fortzusetzen. Dem Haupt-Mirador hier auf "El Hierro". Wir versprachen uns durch die langsam auflockernde Bewölkung eine gute Sicht über das riesige Tal.

    Ohne dem Nebel, hätte ich die Strecke sicherlich schwer begehen können. Auf der Karte sah ich, dass es links von uns mehrere hundert Meter steil hinunter ging. Wir gingen sozusagen auf dem Bergkamm entlang bis zu diesem Mirador. Und wir würden nicht enttäuscht. Die Sicht war nicht super, aber gut genug, die Weite von dem Tal erfassen zu können. Über diesen "Pass" gehen zweimal im Jahr Prozessionen ins Tal direkt auf einem Weg an der Felswand entlang. Das ist nichts für mich. Heutzutage ist das ein Wanderweg.

    Wir gingen zurück Richtung Auto und nahmen diesmal den GR131, der etwas entfernt fast parallel verlief und kamen durch wunderbare Landschaften, wo wir dachten, wir wären in Irland gelandet und nicht auf einer kanarischen Insel, so saftig grün präsentierten sich Wiesen, Mohnblumenfelder und andere Wiesenblumen, sanfte Hügel und üppige Bäume. Unglaublich wie die Insel sich uns präsentierte und in welcher Vielfältigkeit. Aber mit der "Irland-Eigenschaft" haben wir so gar nicht gerechnet. Völlig fasziniert gingen wir so weiter und kamen zum Parkplatz zurück. Immer noch schwer begeistert, fuhren wir dann zum Fährhafen, gaben das Auto ab und nach einer Weile, konnten wir die Fähre betreten.

    Die Fähre legte pünktlich ab und wir hofften, dass wir rechtzeitig unseren Anschluss nach"La Gomera" noch erreichen würden. Wir fuhren mit der staatlichen Fähre "Armas" und müssten auf Teneriffa in die private Fähre von "Fred Olsen" umsteigen. Die Fahrt war soweit in Ordnung und die Fähre war auch sehr gut gefüllt. Schon kurz vor Teneriffa war uns klar, dass es zeitlich sehr knapp werden wird und wir womöglich den Anschluss nicht bekommen werden. Dann müssten wir noch knapp 3 Stunden warten. Meine Anspannung stieg. Dann konnte unsere Fähre nicht anlegen, weil der Platz durch eine auslaufende Fähre noch belegt war. Wir hatten dann noch 5 Minuten, aber wir versuchten es trotzdem. Und siehe da, man ließ uns noch über die Autozufahrt auf die Fähre. Entspannt ließen wir uns auf dem Deck nieder und freuten uns über unser Glück

    Die Überfahrt dauerte nur eine Stunde und das Wetter war herrlich. Teneriffa präsentierte noch einmal ein herrliches Panorama nebst gut sichtbaren Teide. Im Abendlicht kamen wir in dem kleinen Hafen von "San Sebastian de la Gomera" an. Wunderbare Ausblicke auf die Insel und der kleinen bunten Hafenstadt eröffneten sich uns.

    Wie kamen in unserem Hotel an, checkten ein und gingen in einem urigen Restaurant gleich gegenüber gut Essen.
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