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  • Day32

    Der Wasserfall

    May 8 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Was gibt es zu erzählen? Zum einen, die Palmen vor dem Appartement wurden durch kräftigen Wind in der Nacht kräftig geschüttelt und zum anderen war es sehr ruhig dort. Nach dem gemütlichen Aufstehen, gingen wir gemütlich zum Frühstück. Das mussten wir tatsächlich, denn das Appartment zum dazugehörigen Restaurant, war eine Straße höher. Also müssten wir das Gebäude verlassen und die Straße ein Stück hochgehen. Im Restaurant angekommen, bestellten wir unser Frühstück. Alles wurde dort selbst biologisch selbst hergestellt und auch verkauft.

    Nach dem Frühstück gingen wir gemütlich zum Busstop. Denn wir haben uns am Vorabend entschieden, das wir einen Teil mit dem Bus fahren werden. Und daran bin ich "Schuld". Ich habe mir mehrmals die Strecken nach "Valle Gran Rey" angesehen und in mich hinein gehört. Und ich konnte auch schon auf den Weg nach "Las Hayas" in dieses Tal einen kurzen, aber heftigen Blick hinein werfen. Es ging einfach nicht. Ich kann diese erste Strecke einfach nicht gehen. Deshalb der Bus und auch das ist nur ein Kompromiss, denn auch das gefiel mir nicht. Schon allein der Gedanke, wie der riesen Bus die Kurven an den steilen Abhängen nimmt, ließ meine Knie weich werden. Aber da muss ich durch und mich der Angst stellen.
    An dem Busstop warteten wir ca. 30 Minuten und dann kam dieser riesen Bus. Ich verkroch mich in Sitz und schnallte mich an. Wahrscheinlich war ich der einzige im Bus der angeschnallt war.

    Die Fahrt dauerte knapp 25 Minuten und wir stiegen in "Lomo del Balo" aus. Es war extrem sonnig und grell und warm. Wir folgten zunächst einen kleine Abzweig durch den Ort und kamen auf den GR131. Diesen folgten wir durch das mit Palmen durchflutete grüneTal. Sehr schön anzusehen. Wir gingen durch verschiedene Orte, welche irgendwie ineinander übergehen und erreichten die Kirche des Ortes "El Guro". Einem Künstler- und Aussteigerdorf aus den touristischen Anfängen von "La Gomera". Erstaunlich viele Deutsche sind wir begegnet und später waren wir uns sicher, dass wir nur Deutschen begegnet sind.

    Nach dem Kirchplatz gingen wir quer einmal durch das Tal auf die andere Seite von " El Guro". Denn dort wollten wir in den "Barranco de Arure" und zum Wasserfall. Olaf war mit Frank vor knapp 30 Jahren schon einmal hier, hat aber den Wasserfall nicht gefunden und heute wollten wir ihn aber sehen. Anfangs gut (auf deutsch) ausgeschildert, folgten wir den Weg erst einige felsige Stufen hoch und dann wieder hinunter in ein Schilffeld. Der Pfad da durch war zwar eng, aber gut zu gehen. Hin und wieder mussten wir den Bachlauf auf Steinen überqueren manchmal waren die Zweige und Äste so tief, das wir mit unseren Rucksäcken da leichte Schwierigkeiten hatten. An einigen Stellen musste man sogar etwas Klettern. Entweder eine Holzleiter mit Seilführung hoch, oder an Felswänden entlang oder über umgefallene Bäume. An einer Weggabelung stand plötzlich eine Frau. Sie hat auf einem großen, vor ihr stehenden Stein, diverse Dinge ausgebreitet. Halsketten mit Anhängern aus Holz. Aber sie hatte noch mehr zu bieten. Denn sofort sprach sie uns auf deutsch an, sie habe selbstgemachte "Energiekugeln" und kühle Getränke. Die Getränke kühlte sie in Bachlauf und die "Energiekugeln" seien aus Datteln, Mango, Bananen und Gofio gemacht. Wir nahmen zwei von diesen Kugeln und zwei Getränke. Am Wasserfall wollten wir dann unsere Pause machen.

    Es war ein interessanter und auch körperlich etwas herausfordernder Weg. Umso erstaunter war ich über das Alter mancher Wanderer zum Wasserfall. Eine Gruppe von je zwei Frauen und zwei Männern, waren bestimmt an die 70 und schafften diese ganzen Kletterrouten durch den Barranco. Da ziehe ich meinen Hut.

    Der Rückweg ging scheinbar etwas schneller und wir nahmen einen Weg rechts und oberhalb vom Barranco aus dem Tal verlaufend. Nach einer Weile kamen wir in "La Calera" an, unserem heutigen Ziel
    Das kleine Hotel erreichte man, wie scheinbar andere in diesem Ort auch, nur über Treppenwege. Nach dem Einchecken und einer kleinen Pause, gingen wir zum Strand "Playa del Ingles". Einen schwarzen Lavastrand mit ein paar grossen Steinen. Die Wellen brachen sich zum Teil heftig an den Steinen. Was Olaf aber nicht daran hinderte, kurz baden zu gehen. Nach knapp 2 Stunden gingen wir in ein Restaurant essen und dann zurück zum Hotel.

    Im Restaurant haben wir noch besprochen, wie wir den morgigen Fähren-Tag angehen werden.
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