• Boarderrun to Armenia🇦🇲

    September 3, 2024 in Armenia ⋅ ☀️ 31 °C

    ...und dann ein neues Gefühl der Willkommenskultur in Georgien❤.

    Fahrzeuge über 3,5 Tonnen dürfen 60 Tage in Georgien verbleiben. Als Person sind es 365 Tage. Daher müssen wir die Aufenthaltsdauer für unseren Bus verlängern. Ein kurzes verlassen des Landes mit darauf folgender Einreise die Lösung. Angedacht war nur auszureisen, im Niemandsland zu wenden und wieder einzureisen. Leider bemerkt die Zöllnerin, dass es keinen Stempel von Armenien gibt. Nicht gestattet🙈!

    Okay, ich muss erneut wenden und retour in Richtung Armenien. Diesmal jedoch mit dem kompletten Einreisegedöns von Armenien. Als erstes wird die Fahrgestellnummer geckeckt. Haben wir leider nicht. Die Zöllner suchen & suchen. Puh, wenn ich nach Armenien nicht einreisen darf und nach Georgien ohne armenischen Stempel nicht einreisen kann, dann wohne ich künftig im Niemandsland🙈!

    Die Zöllner mit ihren riesen Mützen geben jedoch nach 15 Minuten auf und stellen die Suche ein. Kurzum die Einreise gelingt. Nach einer weiteren Stunde sind die Straßenbenutzungsgebühren entrichtet. Dafür erst zur Bank, dann zum separaten Zollschalter. Dann verlasse ich das Gelände und werde auf deutsch, in Armenien, herzlich Willkommen geheißen. Es waren alle sehr nett und kooperativ. Bis auf unglaublich viel gewusel und ein recht umfangreiches Unterfangen (zumindest wenn man ja eigentlich gar nicht einreisen will😀) ganz okay.

    Nach 200m auf armenischen Straßen wende ich und es geht retour. Die Ausgangskontrolle am Zoll ist zugleich wieder die Eingangskontrolle. Der nette Zöllner schaut verdutzt was ich dort nun wieder will😎! Bianca & Herr Linguini warten übrigens in Georgien. Ich erzähle ihm eine Geschichte warum ich kurzfristig nochmal umdrehen muss und verspreche, dass ich bald wiederkomme, um sein Land länger zu besuchen. Alles gut😊.

    Die Ausreise gelingt recht zügig. Dann bin ich erneut bei der Einreise in Georgien. Kurzer Blick ins Fahrzeuginnere. Dann eine Minute Angst, weil der Zöllner die Versicherung beanstandet. Aber geschafft. Das war insgesamt deutlich mehr Aufwand als erhofft. Aber wir haben es geschafft. Robur hat neue 60 Tage erhalten. Bianca & Herr Linguini sind zügig wieder eingesammelt und wenige Kilometer weiter, finden wir einen schönen Stellplatz, bei letztem Tageslicht.

    Der nächste Morgen startet entspannt. Als erstes kommt ein freundlicher Mann und schenkt uns eine Melone. Dann kommt ein Kind am Steuer eines Transporters und bringt uns Erdbeeren und Äpfel. Verrückt, haben wir eventuell doch das Land gewechselt??? Woher die neue Gastfreundschaft? Wir reisen in Richtung Tiflis und stoppen bei einer Werkstatt. Wir brauchen zukünftig eine Fahrgestellnummer. Die Männer laden zum Tee, stellen Honig dazu und sind allesamt sehr nett. Nun werden wir schlauer. In dieser Region von Georgien leben überwiegend Aserbaidschaner. Diese sind Muslime und pflegen ähnliche Traditionen wie die Türken. Zudem sprechen sie ebenfalls türkisch. Wir sind begeistert. Wir fühlen uns willkommen. Die Kommunikation gelingt einfach & auch die Handabdrücke gelingen mit viel Spaß🙌.

    Wir fahren weiter und stoppen an einer Tankstelle. Ebenfalls sehr freundlicher Empfang per Handschlag. Ja, auch hier Aserbaidschaner. Im folgenden größeren Ort gibt es die Istanbul Shopping Mall. Es gibt Simit & Döner. Dazu eine super Infrastruktur. Wir sind fasziniert und es fühlt sich sehr angenehm an!

    Wir fahren noch einige Kilometer an einen Fluss mit Badeloch. Okay, dass war ein Satz mit X. Die Farbe des Wassers ist nicht einladend😉. Ein russischer Kuhhirte mit zwei Zähnchen ist aber sehr lieb. Abends schenkt er uns 2Kg Weintrauben. Am nächsten Morgen kommt er mit weiteren Weintrauben und Schnaps. Zugerne würde er mit uns trinken😁!

    Wir reisen weiter in die Hauptstadt. Dazu morgen mehr🙌.
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