• Tsnori- eine authentische Kleinstadt❤

    19. september 2024, Georgien ⋅ ☁️ 21 °C

    Nach der Stadt der Liebe Sighnaghi geht's auf Stellplatzsuche. Google Maps unterstützt via Satellitenbild, zeigt aber nicht den Grad der Vermüllung. Nein, dass ist selbst für eine Nacht zu ekelig. Nach einigen anläufen finden wir einen Pfad in ein Obstanbaugebiet. Die Äste hängen tief und so rumpeln wir hindurch. So finden wir einen Platz neben reifen Sharon Früchten. Kein Müll & ausreichend abseits😊.

    Am nächsten Morgen beginnt reghaftes Treiben um uns herum. Die Landwirte der unterschiedlichen Parzellen beginnen ihre Arbeit. Wein wird gelesen, Heu eingefahren usw. usf.. Solch Besuch wie von uns war ihnen ziemlich sicher neu und so schauten die Herren was wir dort treiben. Sie waren freundlich & gut gelaunt. Dies sei an dieser Stelle unbedingt einmal positiv zu vermerken. Die Freundlichkeit ist seit Tagen sehr angenehm & häufig mit lächelnden Gesichtern verbunden. So macht das erkunden tatsächlich deutlich mehr Spaß👌.

    Weiter geht es zu der Einrichtung für Kinder mit Beeinträchtigung. Tamta die Leiterin begrüßt uns freundlich, ist aber nach 10 Minuten wieder verschwunden. Erst stehen wir ne Stunde rum und gehen dann in die Stadt. Weltklasse😊! 100% authentisch, dazu ein kleiner Markt & eine gute Infrastruktur. Es geht sehr lebhaft zu und touristisch ist es 0😀. Zudem ist das Gemüse von bester Qualität & kostet sehr wenig. Ein Kilo Blumenkohl 33cent und das Kilo Hokkaido Kürbis 40cent. Bester georgischer Käse zu 6€ das Kg. So macht Einkaufen Spaß. Zudem eine freundliche Bäckerin die sich unglaublich freut, dass ich ihre Bäckerei schön finde und sich zudem gerne fotografieren lässt. Daneben ein sensationelles Restaurant mit genau zwei Speisen. Vorbestellen, nach einer Stunde wiederkommen, essen. Lecker & authentisch. Das Klo ist ebenfalls ein besonderes Schätzchen😃!

    Auf dem Rückweg zu Tamta liegt ein Konditor. Dort gibt es knusprige Teilchen aus Mürbeteig. 33cent für zwei. Eins haben wir geschenkt bekommen. Wow, eine Offenbarung. Mmh!

    Zurück auf der Baustelle mache ich eine Liste. Sollte hier Hilfe möglich sein, dann brauchen wir Material. Tamta wünscht sich geflieste Böden, soviel wurde bei unserem kurzen Treffen klar. Allerdings gibt es keinen Boden als tauglichen Untergrund. Als sie nach einer weiteren Stunde warten wiederkommt präsentiere ich ihr die Liste. Beton, eine Bütt & Schnurr. Morgen um 10Uhr ist alles da, sagt sie. Jetzt fasse ich mich mal wieder kurz. Um 11:30Uhr sind wir gefahren. Weder Info, noch Material, noch eine Tamta waren zu sehen. Seit vier Monaten sind wir angekündigt, seit mehreren Wochen gezielt und seit Tagen per Termin verabredet. Wir wollen helfen und das unentgeltlich. So macht es allerdings für uns keinen Sinn. Alles aber kein Drama, uns ist bekanntlich nicht langweilig😉.

    Zum Mittag gibt es noch Khinkali. Eine Art Maultaschen und Speise Nr. 2 in dem Restaurant vom Vortag. Weltklasse im Geschmack. Dann wird noch zu 0,85cent getankt und nach einiger Überlegung geht es weiter. Wir haben nun ca. 6 Tage mehr Zeit und beschließen den tiefen Südosten Georgiens zu erkunden. Zuerst geht es in Richtung eines alten sowjet Militärflugplatzes. Auf der 60km langen Strecke komme wir der Grenze zu Aserbaidschan auf 300m nahe. Die Fahrzeugdichte ist minimal. Sind in anderen Landesteilen viele moderne Fahrzeuge unterwegs, so wandelt sich hier das Bild. Viele Lada & alte sowjet Trucks teilen sich hier die Straßen. In das Bild passen wir gut rein👌.
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