• Martiros- Der Winter klopft☃️

    November 4, 2024 in Armenia ⋅ ☁️ 6 °C

    Durch viel Natur führt uns der Weg in Richtung Iran. Wir queren ursprüngliche Dörfer & Städte. Die Bevölkerungsdichte ist sehr gering. In Vayk, einer kleinen Provinzstadt, kaufen wir ein. Wir lernen den Bäcker Gor kennen & bekommen ein Brot geschenkt. Er zeigt uns seine Fischteiche und erzählt von seinen Hunden, welche des öfteren mit Bären kämpfen. Sein Verhältnis zu den Bären sei aber gut, es sind deren Nachbarn. Die kleinen Geschäfte sind gut sortiert. Auf der Straße beobachten wir wiederholt Truppentransporte. Es ist furchtbar, wenn man sich vor Augen hält, dass diese Männer schon bald an der Front sterben könnten🤮.

    Hier gibt es etwas zu der nicht vorhandenen Landverbindung von Aserbaidschan zu Nachitschewan zu lesen.:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sangesur-Korridor

    Hier findet man ein Beispiel der Interessen:
    https://www.srf.ch/news/international/transport…

    Bleibt zu hoffen, dass es eine Lösung ohne Krieg geben kann!

    Weiter geht's im Text...
    Mit Lebensmitteln & Wasser ausgerüstet geht es ins entlegene Martiros. Ein Tipp von HikeArmenia. Gor kommt ursprünglich ebenfalls von hier. In der Kirche von Old Martiros soll ein original Holzstück von der Kreuzigung Jesus eingemaurt sein.

    Als wir im Ort ankommen ist alles matschig. Zudem ist der Nebel ungemütlich. Wir fahren an Militärstellungen mit mehreren Artillerie Geschützen vorbei. Munitionskisten sind daneben gestapelt und unter Wellblech gegen Regen geschützt. Wir parken unweit auf einem Feld. Ich rechne mit einem zeitnahen Besuch des Militärs. Dieser bleibt jedoch aus.

    Am nächsten Morgen strahlt die Sonne. In der Nacht klarte es auf und es ist frostig. Der Ausblick in die Bergwelt ist wunderschön😍! Wir lieben diese entrückten Fleckchen mit ihrer grandiosen Ursprünglichkeit. Kühe, eine Schafsherde und ein paar alte UAZ und Lada kommen vorbei. Als wir unsere Wanderung starten wollen, kommen Männer der UN. Ein Rumäne, ein Estländer, ein Grieche und ein Deutscher. Bis auf den Deutschen machen alle Handabdrücke in den Landesfarben. Die Jungs sind gut drauf und haben Spaß. Der Deutsche der nicht mitmacht ist etwas Steif😀. Es sind alles Polizisten. Sie können sich zur Beobachtung der Grenze bewerben. Eine wirkliche Tätigkeit stellt dies nicht dar. Wir sehen die Männer später beim offroad fahren. Sobald es in der Region heiß wird, sind die "Beobachter" längst außer Landes. Sinn macht diese Stellenausschreibung, meines Erachtens, nicht wirklich. Das man sich darauf bewirbt kann ich aber sehr gut nachvollziehen😉! Drei der vier Männer hatten jedenfalls richtig Spaß & sympathisch waren diese auch. Und genau diesen Freude wollen wir mit Händeverbinden transportieren😊.

    Wir wandern über eine Höhlenkirche immer weiter in die Berge. Der Wind wird zunehmend kälter. Die Ausblicke sind wunderschön. Wir engen unseren Bogen etwas ein. Was der UN entgeht, sehen wir sehr wohl. Hier oben ganz dicht an der Grenze zu Nachitschewan werden Straßen gebaut. Wir drehen etwas bei. Über einen 2750m Hohen Gipfel geht es dann wieder Talwärts. Bianca hat aufgetragende Stiefel mit großen Löchern an. Meine Füße sind kalt, ihre sicher einiges kälter. So geht es wieder unterhalb der Schneefallgrenze.

    Weiter unten treffen wir auf Bärenspuren. Vermutlich Mutterbär mit ihrem Nachwuchs. Wir kommen an weiteren Pferden vorbei und erreichen pünktlich zum Verschwinden der Sonne Robur.
    Bei ca. 0 Grad fällt die Dusche kurz aus🥶!

    Der nächste Morgen beschert uns wieder Sonne. Wir machen eine schöne Morgenwanderung und besuchen die Kirche. Das Stück Holz entdecken wir nicht. Schön anzusehen sind das Dorf und die Kirche aber allemal. Bei der Abfahrt ist beim Militär offenbar Inventur. Ohne dem Nebel der Ankunft erkennt man erst wie viele Geschütze hier schlummern. Die Soldaten grüßen freundlich. Wir wünschen ihnen Glück!
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