• Abano Pass- Bike adventure Teil 1

    August 6 in Georgia ⋅ ☀️ 21 °C

    Der Plan: Den legendärsten Pass Georgiens mit dem Rad zu bezwingen. Das Allein ist aber bei weitem nicht alles. Eigentlich ist der Abano Pass nahe zur russischen Grenze eine Sackgasse. 4x4 & Motorradreisende fahren also die gleiche Strecke hin & wieder zurück. Wir wollen über den Atsunta Pass mit seinen 3510m Höhe weiter. Dieser Pass ist ein Wanderpass und verbindet die abgelegenen Regionen Tushetien und Khevsuretien. Es ergibt sich also eine Runde. Beschwerlich, abenteuerlich, aber schaffbar. Weiter führt dann der Weg über die Orte Mutso bis Schatili. Dann folgt wieder eine auch von Fahrzeugen befahrbare Piste über den Datvisjvari Pass mit 2677m Höhe.
    Nach weiteren 130 Kilometern soll sich dann der Kreis wieder schließen und nach ca. sechs Tagen sollen die Reisefahrzeuge wieder erreicht sein.

    Eddi lernte ich über Ecken kennen. Wir stehen seit einiger Zeit in Kontakt. Eddi ist sportbegeisterter Schweizer und seit knapp zwei Jahren mit seinem Magirus Deutz auf Reise.

    Gemeinsam wollen wir uns in das Mountainbikeabenteuer stürzen.
    317km mit 8296 Höhenmetern auf und 8283 Höhenmetern ab stehen auf dem Plateau. Sechs Tage setzen wir an.

    Der 06.08 steht im Zeichen der finalen Vorbereitungen. Profile & Bremsbeläge werden gewechselt, es wird optimiert und gepackt. Am 07.08 starten wir dann früh um 7 Uhr. Die Fahrzeuge stellen wir an der Gastankstelle ab. Dann geht es los. Der Abano Pass ruft als erste Herausforderung.

    Der Abano Pass – das Tor zur wilden Tusheti Region. So schlängeln wir uns bei knackigen Temperaturen von um die 35 Grad immer weiter hinauf. Der legendäre Abano Pass mit seinen vielen Haarnadelkurven und senkrechten Abhängen, ist Georgiens berüchtigste Passstraße und eine der höchsten befahrbaren Strecken im Hohen Kaukasus. Obwohl die Straße über den rund 2.826m hohen Abano Pass jedes Jahr verbessert wird, gehört sie immer noch zu den anspruchsvollsten und gefährlichsten Strecken des Landes.

    Nach 2600 Höhenmeter und 53 Kilometern ist dann die Passhöhe auf 2826m Höhe erreicht. Puh, ich bin nicht unglücklich darüber. Ein Cappuccino und Himbeerkuchen sind nach dem Kampf eine angenehme Abwechselung.

    Von oben entdeckt Eddi alte Bekannte. Die Murmeltiere aus der Schweiz stehen mit dem ihrem Allrad Mercedes unterhalb der Passhöhe in Richtung Omalo. Wir düsen hinunter um unser Zelt dort aufzubauen. Christina & Martin laden erst zur kalten Platte und Bier. Später folgen noch Pasta & Rotwein. Da hatten wir für den Start in Nacht 1 ein ziemliches Glück ☺️.

    Der 08.08 startet mit leichtem Regen. So wandert das naße Zelt in die Packtasche und nach einem kurzen Frühstück starten wir ins Gefälle. Einige Kilometer schneller Schotter immer in Richtung Omalo und russischer Grenze sind ein guter Start in den Tag & machen zudem ziemlich Laune💪!

    Vor Omalo geht es über staubige Serpentinen nochmal knackig aufwärts. Die Landschaft ist wunderschön und das entlegene Tushetien ist erreicht. Bis hier waren es insgesamt 77km. 3059m Bergauf und 1625m Bergab.

    Es ist noch morgens und ein bisschen Energie muss her. So kehren wir ein und es gibt Kaffee und Gebäck. Dann passieren wir das obere Omalo mit seinen Wehrtürmen. Weitere 12km mit 580 steilen Höhenmetern folgen. Dann geht es über einige Kilometer steil die Schotterpiste bergab. Dartlo ein kleines Bergdorf mit Wehrtürmen ist erreicht.
    Es ist Nachmittag und wir haben Hunger. Ein Restaurant serviert uns leckeres georgisches Essen. Das Zelt bauen wir unterhalb der Ortschaft direkt am Fluß auf.

    Freut Euch auf Teil 2. Dann heißt es mit dem Mountainbike auf der Wanderroute über den Atsunta Pass.
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