• Um Chaitén

    26. Februar in Chile ⋅ ⛅ 17 °C

    Heute waren wir zuerst in Chaitén und haben uns dort den Cementerio de Árboles angeschaut. Das ist dieser Friedhof der Bäume, wo die toten Stämme noch aus dem Boden ragen. Es war wirklich interessant, da mal durchzulaufen und das Ganze aus der Nähe zu sehen. Die Stadt Chaitén an sich fanden wir jetzt nicht so besonders, außerdem ist es dort relativ teuer. Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass die alles mit der Fähre rüberbringen müssen und der Transport kostet halt. Wir haben nur ein paar kleine Einkäufe erledigt und sind dann auch schon fix weitergezogen.

    Eigentlich hatten wir kurz überlegt, zum Vulkan Chaitén hochzugehen. Da es aber schon ziemlich spät war und das Wetter auch langsam zugemacht hat, haben wir das dann doch gelassen. Angeblich ist die Aussicht von oben klasse, aber wir hatten ja noch ein anderes Ziel für heute im Kopf.

    Das war der Sendero Los Alerces, ein Wanderweg durch einen Wald mit uralten Bäumen. Die Alerce-Tanne, oder fachlich Fitzroya cupressoides, ist quasi das südliche Gegenstück zu den Mammutbäumen und kann über 3000 Jahre alt werden. Es ist der zweitälteste Baum der Welt und die wachsen verdammt langsam, nur so einen Millimeter im Jahr. Das war echt faszinierend, diese riesigen, alten Tannen hier zu sehen. Es ist ein total schönes Gebiet und es hat sich wirklich gelohnt, da durchzuspazieren.

    Danach haben wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz gemacht. Wir haben jetzt einen sehr schönen Stellplatz gefunden, direkt auf einem Campingplatz am Lago Rio Negro. Die Gegend hier ist wirklich nett und es ist schön ruhig.

    Morgen soll das Wetter leider wieder umschlagen und es ist Dauerregen gemeldet. Das ist natürlich schade, aber man kann es ja nicht ändern.

    Wahrscheinlich wird das Einzige, was wir morgen machen, ein Besuch in einer kostenlosen Therme sein. Die liegt hier witzigerweise direkt neben der Straße, was praktisch ist, wenn es sowieso nur schüttet.
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