• Colca Canyon

    June 24 in Peru ⋅ ☀️ 10 °C

    Heute klingelte der Wecker bereits um 2.30 Uhr morgens (oder eher on der Nacht). Ziel des Tages: der berühmte Colca Canyon, einer der tiefsten Canyons der Welt. An manchen Stellen ist er über 3.000 Meter tief und damit sogar deutlich tiefer als der Grand Canyon in den USA. Die Region wird seit Jahrhunderten von den Colca- und Cabana-Kulturen bewohnt, deren Terrassenfelder noch heute die Berghänge prägen. Jetzt wird überwiegend Quinoa angebaut.

    Die Fahrt führte zunächst über einen Pass auf beeindruckenden 4.910 Metern Höhe. Allein die Landschaft unterwegs war schon spektakulär – schneebedeckte Vulkane, endlose Hochebenen, Alpakas und Vikunjas in freier Wildbahn und eine Weite, die man kaum in Worte fassen kann.

    Das Highlight des Tages war natürlich der berühmte Condor-Aussichtspunkt Cruz del Cóndor. Hier nutzen die Andenkondore die aufsteigende Thermik des Canyons, um mit minimalem Flügelschlag durch die Luft zu gleiten. Mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern gehören sie zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt und gelten in den Anden seit Jahrhunderten als heilige Tiere.

    Und ich hatte Glück: Es waren zahlreiche Kondore unterwegs. Immer wieder kreisten sie direkt neben den Besuchern oder schwebten elegant durch den Canyon. Ein wirklich beeindruckender Anblick.

    Danach folgten die typischen Stopps der Tour: das hübsche Dorf Maca, verschiedene Aussichtspunkte auf die umliegenden Vulkane, Thermalquellen und weitere kurze Zwischenhalte. Und es gab für mich sogar noch eine kleine Quad-Tour.

    Es war ein schöner Tag mit traumhaften Landschaften und vielen Eindrücken. Allerdings muss man auch sagen, dass die Tour extrem touristisch ist. Manchmal fühlte es sich fast ein wenig wie eine Kaffeefahrt an, bei der an jeder möglichen Stelle gehalten wird.

    Aber ganz ehrlich: Die Landschaft macht das mehr als wett. Die Bergwelt rund um den Colca Canyon gehört ohne Zweifel zu den schönsten Gegenden, hier in Peru🏔️🦅🇵🇪
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