• Sacred Valley

    Today in Peru ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute ging es für uns zunächst nach Pisac im berühmten Sacred Valley der Inka. Unser erstes Ziel war der Parque Arqueológico Pisac – und wir waren sofort beeindruckt. Die Anlage zählt zu den größten und schönsten Inka-Stätten Perus. Hoch über dem Tal erstrecken sich gewaltige Terrassen, Tempel, Wohnhäuser und Zeremonialplätze. Vermutlich diente Pisac gleichzeitig als Festung, religiöses Zentrum und landwirtschaftliche Anlage. Besonders faszinierend sind die perfekt angelegten Terrassen, die sich harmonisch an den steilen Berghang schmiegen und noch heute von der außergewöhnlichen Ingenieurskunst der Inka zeugen.

    Anschließend schlenderten wir durch den kleinen Ort Pisac. Die engen Gassen sind gesäumt von kleinen Geschäften mit peruanischer Handwerkskunst, Schmuck, Textilien und Souvenirs. Obwohl hier viele Touristen unterwegs sind, wirkt der Ort angenehm entspannt und hat seinen ursprünglichen Charme bewahrt.

    Danach ging es weiter nach Ollantaytambo. Auch die dortige Inka-Anlage ist absolut beeindruckend. Die riesigen Steinterrassen, Tempel und Festungsanlagen zählen zu den bedeutendsten Bauwerken des Inkareiches. Besonders bemerkenswert ist, dass Ollantaytambo einer der wenigen Orte war, an dem die Inka den spanischen Eroberern eine empfindliche Niederlage zufügen konnten. Kein Wunder also, dass die Anlage strategisch so ausgeklügelt gebaut wurde.

    Leider war es hier deutlich voller als in Pisac. Trotzdem lohnt sich der Besuch auf jeden Fall.

    Ein ganz besonderes Erlebnis hatten wir anschließend in einem kleinen Kaffeemuseum. Dort konnten wir die peruanische Variante des berühmten Kopi Luwak probieren. Anders als in Indonesien stammt dieser Kaffee nicht von der Schleichkatze Fleckenmusangs (Luwaks) , sondern wird von einem in den Anden lebenden Tier – meist dem Anden-Nasenbären (Coati) – gefressen. Die Kaffeekirschen werden im Verdauungstrakt leicht fermentiert und anschließend wieder ausgeschieden. Durch diesen natürlichen Prozess verändern sich die Aromen, wodurch der Kaffee besonders mild und komplex schmecken soll.

    Natürlich musste ich ihn sofort probieren. Ob er den hohen Preis wirklich wert ist, darüber kann man sicher streiten – aber allein die Geschichte dahinter machte die Verkostung zu einem spannenden Erlebnis.
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