• Schöner wohnen in Krasno selo

    August 26 in Bulgaria ⋅ ⛅ 31 °C

    Auf unserem Weg durch Sofia haben wir Halt gemacht in Krasno selo, das soviel heißt wie Schönes Dorf. Diese Gegend steht beispielhaft für den sozialistischen Wohnungsbau der 1960er Jahre in Sofia. Die Anlage mit ihren freistehenden Plattenbauten, Grünräumen und Fußwegen folgt der Idee, Wohnen, Versorgung und gemeinschaftlich nutzbaren Freiraum zu einer „Mikroregion“ zu verbinden. Das Quartier ist kein geschlossenes Ensemble, sondern ein Stück gewachsene Stadt: Markt- und Verkehrszentrum, sozialistischer Wohnkomplex, verbliebene ältere Häuser und neue Nachverdichtung liegen hier dicht beieinander.

    Markt als Zentrum
    Der überdachte Markt ist der lokale Ankerpunkt des Viertels: ein Ort für täglichen Einkauf, kleine Dienstleistungen und informelle Begegnungen. Seine Lage nahe Metro sowie Tram-, Bus- und Trolleybuslinien macht das Gebiet zugleich zu einem gut angebundenen Alltagszentrum im Südwesten Sofias.

    Die Bauweise der Wohnblöcke folgt dem dem Konzept des Interblock-Parks:
    Gemeint sind damit die offenen Grün- und Freiräume zwischen den Wohnblöckenn– auf Bulgarisch mezhdu blokovete, wörtlich: „zwischen den Blocks“. Es handelt sich nicht um klassische, abgegrenzte Stadtparks mit Toren und klarer Grenze, sondern um ein zusammenhängendes System aus Rasenflächen, Bäumen, Wegen, Spielplätzen und informellen Aufenthaltsorten. Nachteil: da niemand diese Freiräume zu pflegen scheint, wirken sie heruntergekommen und vernachlässigt...
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