• Simeria: letzte Zwischenetappe

    September 6 in Romania ⋅ ☀️ 33 °C

    Simeria ist die letzte Zwischenetappe unserer Reise, bevor der Nachtzug uns zurück nach Österreich bringt. Die kleine Stadt im Kreis Hunedoara liegt im Mureș-Tal, im innerkarpatischen Raum Siebenbürgens, und verdankt ihre Entwicklung vor allem der Eisenbahn. Ihr Bahnhof ist ein bedeutender Knotenpunkt: Hier treffen die Verkehrsachsen entlang des Mureș mit den Verbindungen über das Strei-Tal nach Petroșani und weiter in Richtung Jiu-Tal zusammen. Zugleich liegt Simeria am europäischen Rhein-Donau-Korridor, der Rumänien über Arad mit Mittel- und Westeuropa verbindet.

    Gerade deshalb ist Simeria ein passender Ort für den Abschluss der Reise. Nach den Wanderungen in Bulgarien, den Städten am und jenseits des Donauraums und der Fahrt über die Karpaten wird die Bahn noch einmal zum verbindenden Element. In der unscheinbaren Kleinstadt, deren Bahnhof selbst als historisches Denkmal geführt und gerade renoviert wird, steigen wir in den Nachtzug ein. Auf unserer letzten Etappe sind wir auf heneeund folgen einer Verkehrsachse unterwegs, die Siebenbürgen mit Ungarn und Österreich verbindet.

    Simeria ist kein touristischer Höhepunkt, sondern ein Ort des Überganges zwischen Walachei und Siebenbürgen, Karpatenraum und Mureș-Ebene.

    Mit einem letzten gemeinsamen Abendessen und einem abschließenden Spaziergang lassen wir die Reise in Simeria ausklingen. Nach den intensiven Tagen zwischen Belgrad, Sofia, Wraza, Craiova und den Karpaten bleibt Zeit, Eindrücke zu teilen, Erinnerungen zu ordnen und auf die vielen Übergänge zurückzublicken, die diese Route geprägt haben. Erst spät am Abend steigen wir in den Nachtzug nach Wien ein und nehmen die Erfahrungen aus Südosteuropa mit in die Heimreise.
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