• Unfall beim Selfie! 📸😅

    Apr 12–13 in Italy ⋅ ☁️ 16 °C

    Oder wie aus einer kleinen Tour plötzlich wieder eine dieser Geschichten wurde, die man nie plant…

    Heute Morgen ging es direkt nach dem Aufstehen los. Kein langes Überlegen, kein großes Tamtam, einfach rauf auf die Honda und ab Richtung Wanderweg. 🛵⛰️
    Britti hatte sich natürlich wieder etwas ganz Besonderes ausgedacht. Ihr Plan klang erstmal herrlich einfach, oben in den Wanderweg einsteigen und dann ganz entspannt am Fluss entlang wieder Richtung Meran laufen. So jedenfalls die Theorie. 😄

    Die Praxis sah wie so oft… etwas wilder aus.

    Wir fuhren also los, kurvig, bergig, mit diesem herrlichen Gefühl von Freiheit in der Luft. Die Straßen wurden schmaler, die Aussicht größer, und irgendwann fing ich mitten während der Fahrt laut an zu lachen. Nicht so ein kleines Schmunzeln. Nein. So richtig. Weil ich langsam merkte, dass wir schon über eine halbe Stunde mit der Mofa unterwegs waren und dieser besagte Einstiegspunkt einfach nicht auftauchte. Nirgendwo. Weit und breit nichts. 😂

    Britti lachte nicht ganz so doll. Die merkte nämlich auch langsam, dass wir uns ziemlich weit aus dem Fenster, oder besser gesagt aus dem Tal, gelehnt hatten. Wir fuhren gefühlt schon halb Richtung Timmelsjoch, das dann auch noch gesperrt war. Und in genau diesem Moment hielten wir kurz an, schauten uns an, und Britti sagte nur:
    „Oh mein Gott… das ist viel zu weit.“

    Also wieder zurück.
    Nicht ganz. Aber wenigstens die Hälfte. 😅

    Irgendwo unterwegs ließ ich sie dann raus. Und während Britti sich tapfer auf ihre acht Kilometer zu Fuß Richtung Meran machte, direkt am Fluss entlang, machte ich das, was ein Mann in so einer Situation eben tun muss… ich fuhr auf die Alm. ☕🏔️

    Dort saß ich dann, mitten in diesen kleinen, süßen Bergen rund um Meran, mit einem richtig schönen Kaffee vor mir und diesem Gefühl, dass solche Tage einfach ihren ganz eigenen Plan haben. Während Britti also unten Kilometer sammelte, saß ich oben, trank Kaffee, schaute in die Berge und dachte mir, dass das Leben manchmal schon ziemlich gut darin ist, bessere Geschichten zu schreiben als jeder Reiseführer.

    Als ich fertig war, ging es direkt wieder runter nach Meran. Und natürlich war Britti längst wieder im nächsten Modus. Die kleine Hüpfbohne war schon von Geschäft zu Geschäft unterwegs, voller Energie, voller Ideen, voller diesem unerschütterlichen Willen, aus jedem Tag mindestens zwei zu machen. 🛍️✨

    Ich fing sie dann in der Fußgängerzone ein, und noch bevor ich richtig anhalten konnte, sagte sie schon beim Aufsteigen nur ein einziges Wort:
    „Gondel.“

    Also gut. Gondel.

    Wir also wieder los, Richtung Hochmuth. Oder besser gesagt, irgendwo dahin. Denn natürlich verlief auch das nicht einfach glatt. Kai, also ich, verfranste mich komplett. Mitten auf einem Bauernhof standen wir plötzlich, weit und breit keine Gondel in Sicht, nur Wiesen, Höfe und dieses leise Gefühl von: Das kann doch jetzt nicht wahr sein. 😅

    Dann wollten wir umdrehen. Aber keine Chance. Baustelle. Bagger. Felsen. Alles irgendwie dicht. Jeder normale Mensch hätte spätestens da gesagt, gut, lassen wir’s.
    Aber für Britti ist nichts gesperrt. Gar nichts. Niemals. 🚧😂

    Dann ging links noch ein Fahrradweg rein. Britti natürlich sofort:
    „Nein, nein, hier ist Fahrradweg!“
    Aber ich hatte innerlich längst die Genehmigung erteilt. Also rein da. Und zack… plötzlich war er sichtbar, der Gondelparkplatz hinter Dorf Tirol. Manchmal liegt zwischen völlig verfahren und komplett richtig einfach nur eine kleine Portion Sturheit. 😎

    Also jeder 11 Euro abgedrückt und hoch da. 🚡
    Und was soll ich sagen… oben hat es uns erstmal den Atem verschlagen.

    Dieser Ausblick. Diese Weite. Diese Berge. Dieses Licht.
    Wir standen da und bekamen kaum den Mund wieder zu. Genau für solche Momente fährt man los. Genau für solche Augenblicke nimmt man Umwege, Verfahrer, Diskussionen und komische Bauernhöfe in Kauf. ❤️🏔️

    Natürlich wurden sofort Bilder gemacht. Videos sowieso. Und dann kam er, der Moment, der diesem Tag seinen Titel gegeben hat. Das Selfie. 📸

    Wir wollten also ganz entspannt auf einer Bank unser Bild machen, schön mit Panorama, schön mit Lächeln, schön mit „wir haben hier alles im Griff“.
    Tja. Hatten wir nicht. 😅

    Irgendwie, irgendwo, irgendwann kippte plötzlich die ganze Bank um. Wirklich komplett. Ein halber Fast Unfall mitten beim perfekten Aussichtsselfie. Wir erschraken, lachten, fingen uns wieder, und natürlich… machten wir das Selfie trotzdem noch. Weil genau so sind diese Momente am besten. Nicht geschniegelt. Nicht perfekt. Sondern echt. Herrlich echt. 😂❤️

    Jetzt haben wir die Honda schon wieder eingeladen. Morgen geht es weiter Richtung Süden, Richtung Venedig. Und ganz ehrlich, wir haben keine Ahnung, wo uns das alles noch hinführt. Aber vielleicht ist genau das das Schönste daran.

    Wir reisen nicht einfach nur.
    Wir leben gerade mittendrin. Tag für Tag. Straße für Straße. Geschichte für Geschichte. 🚐✨

    Und als Nächstes wirst du sehen, ob wir dem Gardasee noch einen Besuch verpassen… oder ob es uns direkt weiter nach Venedig zieht.

    Bleib dran. Die nächste Geschichte wartet schon. Und ich fürchte, sie wird wieder alles haben, außer Langeweile.
    Read more