Auf geht’s, Stück für Stück
6. april, Tyskland ⋅ ⛅ 6 °C
Manchmal beginnt eine große Reise nicht mit dem ersten Kilometer, sondern mit einem Schraubenzieher in der Hand, Erde an den Schuhen und tausend Dingen im Kopf. 🇬🇷🚐✨ Griechenland ruft schon leise, aber im Moment sind wir noch mitten in dem wilden, schönen Vorprogramm. Das Wohnmobil wird aus dem Winterschlaf geholt, geschniegelt, geprüft, gepackt und Stück für Stück wieder fit gemacht. Überall liegen Kisten, Listen und Ideen herum, und gefühlt taucht hinter jeder erledigten Aufgabe sofort die nächste auf. 😅📦🛠️
Während Britta wie immer auf der Piste ist, mal hier, mal da, bei Vater, bei Mutter und wahrscheinlich noch an fünf anderen Orten gleichzeitig, halte ich zu Hause die Stellung. Einer muss ja den Laden zusammenhalten. Und ganz ehrlich, bevor wir für Monate verschwinden, gibt es im und ums Haus noch genug zu tun. 🏡💪
Denn wenn wir erst einmal los sind, wird es hier ganz still. Niemand läuft durch den Garten, niemand kommt ins Haus, niemand macht mal eben eine Tür auf oder ein Fenster zu. Nur zum Blumengießen und zum Postreinholen schaut jemand vorbei. Der Rest schläft. Fast so, als würde unser Zuhause selbst in den Reisemodus gehen. 🌸📬😄
Heute habe ich drei Hummelhäuser aufgestellt. 🐝🐝🐝 Zwei Igelhotels stehen auch bereit, geschniegelt wie kleine Wellness-Suiten für stachelige Gäste. 🦔🏨 Und auch die Vogelhäuser für die Meisen und die Spatzenbatterie sind gesäubert, gereinigt und wieder aufgestellt. Liebe Meisen, liebe Spatzen, der Check-in ist eröffnet. Unser Garten ist komplett für euch vorbereitet. Wer einziehen will, darf einziehen. All inclusive, nur ohne Minibar. 🐦🏡😂
Sogar der Rasenmäher bekommt noch neue Klingen, damit er in den nächsten Monaten tapfer weiter seinen Dienst auf dem Rasen tun kann. 🌱🛠️ Ja, es ist gerade ein bisschen verrückt. Ein bisschen Baustelle. Ein bisschen Aufbruch. Aber genau das macht diese Zeit so besonders. ❤️
Denn zwischen Werkzeug, Garten, Wohnmobil und To-do-Listen wächst etwas, das man nicht anfassen kann, aber deutlich spürt. Vorfreude. Dieses Kribbeln, dass bald etwas Großes beginnt. Noch stehen wir nicht in Griechenland am Meer. Aber innerlich, da sind wir längst unterwegs. ☀️🌊🚐💙
Und während hier alles vorbereitet wird, merke ich, wie schön dieser ganze Trubel ist. Nicht geschniegelt für andere, sondern für uns, für das gute Gefühl, losfahren zu können, ohne ständig zurückzudenken. Alles bekommt noch einmal Aufmerksamkeit, Haus, Garten, Tiere, Technik. Und genau darin steckt schon ein kleines Stück Reiseglück. 🌿✨❤️ Und am Ende lächelt man abends, obwohl man völlig erledigt ist. 😄Læs mere
❤️ Der Weg nach Meran
11.–13. apr., Tyskland ⋅ ☀️ 18 °C
Feind Pinguin 🐧
Manchmal beginnen die Geschichten, an die man sich später am stärksten erinnert, nicht mit einem großen Abenteuer. Nicht mit einem dramatischen Sonnenaufgang, nicht mit einer spektakulären Grenze, nicht mit einem perfekten Start. Manchmal beginnen sie mit 40 Kilometern… und mit einem viel zu teuren Mittagessen direkt am Schwanensee. 🚐✨
Genau so war es bei uns.
Wir waren kaum losgefahren, voller Vorfreude, voller Bilder im Kopf, voller diesem leisen Kribbeln, das nur Reisen auslösen können. Dieses Gefühl, wenn man weiß, jetzt liegt etwas vor einem, das größer ist als Alltag. Süden. Freiheit. Italien. Und einfach wir. ☀️🇮🇹
Nach gerade mal 40 Kilometern saßen wir schon im Forsthaus Seebergen, direkt am Schwanensee. 🌲🦢
Eigentlich völlig absurd. Andere ziehen nach so einer Strecke nicht mal den Gurt richtig gerade, wir dagegen saßen schon vor einem Mittagessen, das wahrscheinlich in die Kategorie „teuerstes Essen unseres Lebens“ fällt. 💸😄
Aber genau da fing es an.
Britti schaute auf den See, als hätte sie in derselben Sekunde beschlossen, dass dieser Tag ihr gehört. So ist sie. Sie denkt nicht lange, sie springt. Mitten rein. In Momente. In Orte. Ins Leben. Und ich glaube, genau deshalb wird mit ihr selbst der schrägste Start irgendwie schön. ❤️
Dann ging es weiter. Straße, Kilometer, dieses monotone Rollen, bei dem Gedanken langsam ruhiger werden. Irgendwann kamen wir nach Wittstock, mitten im Osten. Eine Stadt, die nicht laut sein will. Eine Stadt, die eher stehen bleibt, als sich wichtig zu machen. 🏚️⏳
Britti zog es natürlich sofort zu einem Lost Place, zu einer alten Tuchfabrik, zu diesen verlassenen Orten, an denen Zeit sich irgendwie festgesetzt hat. 👀🏭
Sie kam ziemlich schnell zurück, schaute mich an und sagte nur:
„Groß ist die Stadt nicht.“ 😄
Und genau dieser Satz war wieder typisch Reise. Kein großes Spektakel, keine Bühne, nur ein trockener Moment, der plötzlich alles erzählt.
Ich blieb wie immer bei den Pferden. 🐎 (Wohnmobil). Wie früher im Wilden Westen einer musste immer auf die Pferde aufpassen.
Das klingt fast wie ein Witz, ist aber längst ein kleines Ritual geworden. Während andere losziehen, bleibe ich manchmal lieber dort, wo Ruhe ist. Vielleicht, weil Reisen nicht immer nur vom Weiterfahren leben. Vielleicht auch davon, dass man kurz innehält und merkt, wie gut sich das alles gerade anfühlt.
Dann ging es weiter Richtung Süden. Und irgendwann standen wir in Bad Aibling, auf einem Stellplatz direkt an einer Therme. Eigentlich nur ein Zwischenstopp. Aber Britti wäre nicht Britti, wenn daraus nicht sofort mehr geworden wäre. ♨️✨
Kaum angekommen, sprang sie schon los.
„Ich muss in die Therme.“
Nicht später. Nicht vielleicht. Sofort. 😂
Um 19 Uhr ging sie rein, um 22 Uhr kam sie wieder raus. Drei Stunden Wasser, Wärme, völliges Abschalten. Ich selbst blieb draußen. Wie immer. Nicht, weil ich’s nicht könnte, sondern weil Wasser und ich in diesem Leben einfach keine Freunde mehr werden. Niemals. 💀💧
Also blieb ich wieder da, wo ich mich wohlfühle. Bei den Pferden. Bei der Ruhe.
Und dann kam der Teil, an dem Romantik kurz Pause macht.
Brennerautobahn. Wiegestation. Hinterachse. Zu viel Gewicht. ⚖️😵💫
Plötzlich war Schluss mit Leichtigkeit. Wasser ablassen. Kisten nach vorne. Umräumen. Rechnen. Hoffen. Etwa 160 Kilo zu viel auf der Hinterachse, und auf einmal fühlt sich jedes einzelne Teil im Wohnmobil an, als würde es über euer Schicksal entscheiden. 📦💧🚐
Dann kam dieser Moment an der Waage.
Diese paar Sekunden, in denen alles still wird.
Man rollt vor. Man wartet. Man denkt nichts mehr klar.
Und dann… geschafft. 😮💨🔥
Kein Drama. Kein großes Theater. Einfach durch.
Und manchmal sind genau das die größten Siege auf einer Reise. Die stillen. Die, von denen später keiner viel sieht, die man selbst aber nie vergisst.
Dann ging es weiter über den Brenner, der ehrlich gesagt längst nicht so schön war, wie man vielleicht denken könnte. Aber das war egal. Denn danach kam das, worauf es ankam.
Meran. 🌴🏔️☀️
Plötzlich wurde die Luft weicher. Das Licht wärmer. Alles fühlte sich anders an. Und dann standen wir da, auf einem Campingplatz wie in einem Schlossgarten. Palmen, Pool, Berge, dieses Gefühl von angekommen sein, obwohl man doch eigentlich immer noch unterwegs ist. 🌿🏰🏊♂️
Wir schauten uns an und wussten beide sofort, genau dafür machen wir das. Nicht für perfekte Pläne. Nicht für glatte Etappen. Sondern für diese Momente, in denen alles zusammenfällt. Chaos, Lachen, Müdigkeit, Glück. Und dieses tiefe Gefühl, dass genau jetzt gerade alles stimmt. ❤️
Hier bleiben wir ein paar Tage. Durchatmen. Genießen.
Und dann geht es weiter nach Venedig.
Und ich glaube, dort wartet nicht einfach nur die nächste Etappe.
Ich glaube, dort wartet schon die nächste Geschichte… 🐧✨Læs mere

RejsendeEine Frage zur Wiegestation: War das kurz hinter der dt.-österreichischen Grenze bei Wörgl?

WeTravelYouJoinDen genauen Ort weiß ich nicht mehr, aber es war ziemlich sofort hinter der Grenze. Vor der Fahrt über den Brenner hatten wir bereits alles umgepackt und sauber verteilt, weil die Hinterachse vorher zu schwer war. Danach hat alles gepasst. Auf der Brennerautobahn mussten wir rechts auf eine Wiegestation abbiegen. Alle Lkw wurden dort kontrolliert. Fahrzeuge mit zu viel Gewicht mussten raus. Wir hatten grün und durften weiterfahren.

RejsendeDanke, gut zu wissen. Wir kratzen halt ganz gerne an der dreieinhalb to Grenze...🤨
Unfall beim Selfie! 📸😅
12.–13. apr., Italien ⋅ ☁️ 16 °C
Oder wie aus einer kleinen Tour plötzlich wieder eine dieser Geschichten wurde, die man nie plant…
Heute Morgen ging es direkt nach dem Aufstehen los. Kein langes Überlegen, kein großes Tamtam, einfach rauf auf die Honda und ab Richtung Wanderweg. 🛵⛰️
Britti hatte sich natürlich wieder etwas ganz Besonderes ausgedacht. Ihr Plan klang erstmal herrlich einfach, oben in den Wanderweg einsteigen und dann ganz entspannt am Fluss entlang wieder Richtung Meran laufen. So jedenfalls die Theorie. 😄
Die Praxis sah wie so oft… etwas wilder aus.
Wir fuhren also los, kurvig, bergig, mit diesem herrlichen Gefühl von Freiheit in der Luft. Die Straßen wurden schmaler, die Aussicht größer, und irgendwann fing ich mitten während der Fahrt laut an zu lachen. Nicht so ein kleines Schmunzeln. Nein. So richtig. Weil ich langsam merkte, dass wir schon über eine halbe Stunde mit der Mofa unterwegs waren und dieser besagte Einstiegspunkt einfach nicht auftauchte. Nirgendwo. Weit und breit nichts. 😂
Britti lachte nicht ganz so doll. Die merkte nämlich auch langsam, dass wir uns ziemlich weit aus dem Fenster, oder besser gesagt aus dem Tal, gelehnt hatten. Wir fuhren gefühlt schon halb Richtung Timmelsjoch, das dann auch noch gesperrt war. Und in genau diesem Moment hielten wir kurz an, schauten uns an, und Britti sagte nur:
„Oh mein Gott… das ist viel zu weit.“
Also wieder zurück.
Nicht ganz. Aber wenigstens die Hälfte. 😅
Irgendwo unterwegs ließ ich sie dann raus. Und während Britti sich tapfer auf ihre acht Kilometer zu Fuß Richtung Meran machte, direkt am Fluss entlang, machte ich das, was ein Mann in so einer Situation eben tun muss… ich fuhr auf die Alm. ☕🏔️
Dort saß ich dann, mitten in diesen kleinen, süßen Bergen rund um Meran, mit einem richtig schönen Kaffee vor mir und diesem Gefühl, dass solche Tage einfach ihren ganz eigenen Plan haben. Während Britti also unten Kilometer sammelte, saß ich oben, trank Kaffee, schaute in die Berge und dachte mir, dass das Leben manchmal schon ziemlich gut darin ist, bessere Geschichten zu schreiben als jeder Reiseführer.
Als ich fertig war, ging es direkt wieder runter nach Meran. Und natürlich war Britti längst wieder im nächsten Modus. Die kleine Hüpfbohne war schon von Geschäft zu Geschäft unterwegs, voller Energie, voller Ideen, voller diesem unerschütterlichen Willen, aus jedem Tag mindestens zwei zu machen. 🛍️✨
Ich fing sie dann in der Fußgängerzone ein, und noch bevor ich richtig anhalten konnte, sagte sie schon beim Aufsteigen nur ein einziges Wort:
„Gondel.“
Also gut. Gondel.
Wir also wieder los, Richtung Hochmuth. Oder besser gesagt, irgendwo dahin. Denn natürlich verlief auch das nicht einfach glatt. Kai, also ich, verfranste mich komplett. Mitten auf einem Bauernhof standen wir plötzlich, weit und breit keine Gondel in Sicht, nur Wiesen, Höfe und dieses leise Gefühl von: Das kann doch jetzt nicht wahr sein. 😅
Dann wollten wir umdrehen. Aber keine Chance. Baustelle. Bagger. Felsen. Alles irgendwie dicht. Jeder normale Mensch hätte spätestens da gesagt, gut, lassen wir’s.
Aber für Britti ist nichts gesperrt. Gar nichts. Niemals. 🚧😂
Dann ging links noch ein Fahrradweg rein. Britti natürlich sofort:
„Nein, nein, hier ist Fahrradweg!“
Aber ich hatte innerlich längst die Genehmigung erteilt. Also rein da. Und zack… plötzlich war er sichtbar, der Gondelparkplatz hinter Dorf Tirol. Manchmal liegt zwischen völlig verfahren und komplett richtig einfach nur eine kleine Portion Sturheit. 😎
Also jeder 11 Euro abgedrückt und hoch da. 🚡
Und was soll ich sagen… oben hat es uns erstmal den Atem verschlagen.
Dieser Ausblick. Diese Weite. Diese Berge. Dieses Licht.
Wir standen da und bekamen kaum den Mund wieder zu. Genau für solche Momente fährt man los. Genau für solche Augenblicke nimmt man Umwege, Verfahrer, Diskussionen und komische Bauernhöfe in Kauf. ❤️🏔️
Natürlich wurden sofort Bilder gemacht. Videos sowieso. Und dann kam er, der Moment, der diesem Tag seinen Titel gegeben hat. Das Selfie. 📸
Wir wollten also ganz entspannt auf einer Bank unser Bild machen, schön mit Panorama, schön mit Lächeln, schön mit „wir haben hier alles im Griff“.
Tja. Hatten wir nicht. 😅
Irgendwie, irgendwo, irgendwann kippte plötzlich die ganze Bank um. Wirklich komplett. Ein halber Fast Unfall mitten beim perfekten Aussichtsselfie. Wir erschraken, lachten, fingen uns wieder, und natürlich… machten wir das Selfie trotzdem noch. Weil genau so sind diese Momente am besten. Nicht geschniegelt. Nicht perfekt. Sondern echt. Herrlich echt. 😂❤️
Jetzt haben wir die Honda schon wieder eingeladen. Morgen geht es weiter Richtung Süden, Richtung Venedig. Und ganz ehrlich, wir haben keine Ahnung, wo uns das alles noch hinführt. Aber vielleicht ist genau das das Schönste daran.
Wir reisen nicht einfach nur.
Wir leben gerade mittendrin. Tag für Tag. Straße für Straße. Geschichte für Geschichte. 🚐✨
Und als Nächstes wirst du sehen, ob wir dem Gardasee noch einen Besuch verpassen… oder ob es uns direkt weiter nach Venedig zieht.
Bleib dran. Die nächste Geschichte wartet schon. Und ich fürchte, sie wird wieder alles haben, außer Langeweile.Læs mere
...der Gardasee hat schon gewartet 🚐🌊
13.–14. apr., Italien ⋅ 🌬 18 °C
Meran, wir müssen dich verlassen… und der Gardasee hat schon gewartet 🚐🌊😄
Manchmal fährt man von einem Ort weg und denkt sich: Mist… hier hätten wir locker noch bleiben können. Genau so war es mit Meran. Schön war’s. Fast zu schön. Aber der Silberpfeil hatte schon wieder Hummeln im Motor, und also ging’s weiter Richtung Gardasee. ❤️
Der Plan war diesmal ganz schlicht. Kein großes Tamtam, kein Riesenausflug, kein „hier müssen wir unbedingt noch rein“. Wir wollten einfach nur den Gardasee entlangfahren, an der Ostseite, immer schön am Wasser lang, gucken, staunen, weiterrollen. Und genau das haben wir gemacht.
60 Kilometer Gardasee… und ehrlich, das ist schon eine Ansage. Rechts Wasser, links Berge, darüber ein Himmel mit leichten Wolken, alles sah aus, als hätte jemand den Tag extra geschniegelt, damit wir was zu gucken haben. Wir fuhren da lang, ganz entspannt, und unser Silberpfeil grüßte praktisch jeden Meter. 🌥️🌊
Britti musste diesmal ausnahmsweise nirgendwo sofort reinhüpfen. Das allein war schon fast eine Sehenswürdigkeit. 😂 Wir hatten wohl in den Tagen davor schon genug Chaos, Bewegung und Abenteuer eingesammelt.
Dann kam die Königsdisziplin jeder Reise: Stellplatz suchen. Und wie immer zeigte sich schnell, Romantik endet spätestens bei Wind.
Stellplatz 1, blöd und windig. Abhaken.
Stellplatz 2, auch blöd und windig. Ebenfalls abhaken.
Stellplatz 3, Volltreffer. Genau unser Ding. Nicht geschniegelt, nicht geschniegelt geschniegelt, sondern einfach gut. Mehrere zusammen, nette Stimmung, fertig. Für eine Nacht perfekt. ✅
Am nächsten Morgen sprang Britti dann mit Regenschirm in die Stadt und hüpfte von Bäckerei zu Bäckerei. Drei Stück wurden geprüft, keine war würdig für Kais große Brötchenmission. Irgendwann wurden dann doch welche gefunden, wir haben gefrühstückt, kurz durchgeatmet und dann war klar, jetzt geht’s weiter.
Richtung Venedig.
Und nach allem, was bisher passiert ist, glauben wir an eins ganz sicher nicht mehr: an eine langweilige Weiterfahrt. 😄
Bleib dran. Die nächste Geschichte aus Venedig könnte wieder völlig aus dem Ruder laufen.Læs mere
Venedig, Tag 1…
14.–15. apr., Italien ⋅ 🌧 14 °C
Venedig, Tag 1… und plötzlich war ich verloren, im allerbesten Sinne 🚤❤️
Eigentlich sollten es zwei Tage in Venedig werden. Aber schon nach Tag eins war klar, diese Stadt macht mit einem etwas. Und zwar sofort.
Wir hatten erstmal einen richtig tollen Campingplatz, mit Frontblick auf Venedig. Schon das war stark. Aber das war noch gar nicht das Wichtigste. Das Wichtigste war Britti. Die war völlig außer sich vor Vorfreude. Sie stampfte, sie sprang fast in die Luft, sie war hibbelig wie ein kleines Kind vor Weihnachten. Und ich… ich stand daneben und dachte eher nüchtern: Ja gut, es ist halt Venedig. Was soll da schon so besonders sein? 😄
Dann kam die Antwort schneller, als ich gucken konnte.
Wir fuhren in den Canal Grande hinein. Genau dort, wo schon George Clooney langgeschippert ist, wo große Namen geheiratet haben, wo Geschichte nicht im Museum hängt, sondern einfach links und rechts aus dem Wasser wächst. Und als ich diese Häuser sah, diese Fassaden, diese ganze Kulisse, da war es um mich geschehen. Schlagartig. Da wusste ich, warum Britti so aufgeregt war. Diese Stadt ist nicht einfach nur schön. Sie ist völlig irre schön. 🛶✨
Wir fuhren mit dem Vaporetto hoch und runter, erstmal einfach nur schauen, aufsaugen, staunen. Und dann stand sie da plötzlich vor mir, die Rialtobrücke. Zum ersten Mal in meinem Leben. Riesig. Voller Menschen. Voller Bewegung. Und rundherum dieses Gewusel aus Wasser, Booten, Stimmen, Häusern… ich war komplett geflasht. Wirklich. So was hatte ich noch nie gesehen.
Diese hölzernen Wassertaxis, die da durch die Gegend gleiten, sahen aus, als hätten sie mehr Stil als manche ganze Innenstädte. Alles wirkte wie Film, nur dass wir mittendrin waren. Und ehe man sich versieht, zieht dich diese Stadt immer weiter rein.
Natürlich ging es dann auch Richtung Markusplatz. Und dort hatte ich genau eine Mission im Leben: einmal auf dem Markusplatz den teuersten Kaffee meines Lebens trinken. Mission erfüllt. Ohne jede Diskussion. ☕💸😂
Zwei Kaffee, zwei Croissants, zack, 50 Euro weg.
Völlig absurd. Völlig verrückt.
Aber dann spielte da diese Band im Hintergrund, überall dieses Geschehen, dieser Platz, diese Stimmung… und auf einmal war es egal. Wir saßen dort bestimmt ein bis zwei Stunden, grinsten uns immer wieder an und konnten es selbst kaum glauben, dass wir jetzt wirklich genau dort saßen. Nicht irgendwo. Sondern genau da.
Danach schlenderten wir weiter durch die Gassen. Und dann begann dieser Fußmarsch, der eigentlich kein Spaziergang mehr war, sondern schon fast eine kleine Prüfung. Anderthalb bis zwei Stunden zu Fuß, von der Rialtobrücke durch kleine Gassen, durch San Polo, immer weiter, immer tiefer rein in diese Stadt. Und Britti rief die ganze Zeit von hinten:
„Schau hoch. Schau links. Schau rechts in die Gassen!“
Ich wusste irgendwann überhaupt nicht mehr, wo ich zuerst hingucken sollte. Überall war etwas. Überall Details. Fenster, Brücken, enge Wege, kleine Durchblicke, Wasser, Licht, Schatten. Du läufst da nicht einfach durch. Du wirst von dieser Stadt regelrecht eingesammelt.
Und plötzlich war der Tag auch schon fast vorbei.
Dann kam der Moment, der eigentlich unmöglich war. Ich musste laufen. Nicht schnell gehen. Nicht zügig schlendern. Nein. Wirklich laufen. Ich laufe nie. Wirklich nie. Das letzte Mal wahrscheinlich vor zehn Jahren, wenn überhaupt. Aber das Vaporetto Richtung Campingplatz war kurz davor, uns durch die Lappen zu gehen. Also blieb keine Würde mehr übrig. Nur noch Beine. 😄
Ich rannte. Britti sah das schon und wahrscheinlich dachte sie selbst, jetzt kippt gleich alles komplett. Aber auf die letzte Minute sprang ich tatsächlich noch drauf. Und dann saßen wir da, völlig erledigt, auf dem Boot zurück zum Campingplatz.
Geflasht. Müde. Glücklich.
Und ich wusste in genau diesem Moment schon eins:
Morgen muss es wieder nach Venedig gehen.
Bleib dran. Tag 2 wird nicht schwächer. Eher im Gegenteil.Læs mere

Dietmar KammererVenedig ist immer ein Besuch wert. Wir waren heuer das dritte Mal dort. Schaut aus als ob ihr auf dem Campingplatz Fusina seit. Gute Reise weiterhin.

Hella und UweJa, Venedig ist schön, wenn ihr Zeit habt schaut euch die Inseln Murano und Buran noch an.

WeTravelYouJoinRichtig, wir sind auf dem Campingplatz vor Selina heute am 17 April 26 geht's weiter unsere lange Tour immer noch Richtung Griechenland
Venedig, Tag 2… und diese Stadt hat...
16.–17. apr., Italien ⋅ ⛅ 21 °C
Venedig, Tag 2… und diese Stadt hat uns einfach noch mal komplett eingesammelt ❤️🚤
Heute war alles ein bisschen anders.
Britti stampfte nur noch leicht. Nicht mehr ganz so aufgeregt wie am ersten Tag. Venedig war ja nun nicht mehr völlig neu. Aber ich… ich hatte plötzlich richtig Lust auf noch einen Tag in dieser verrückten Stadt. Auf diese Stadt, die sich in jeder Gasse wieder neu erfindet, in jedem Blickwinkel anders aussieht und dir das Gefühl gibt, dass du nie wirklich fertig mit ihr wirst. ✨
Also wieder rüber mit dem Vaporetto.
Und wieder zog es uns fast automatisch Richtung Markusplatz. So blöd es vielleicht klingt… aber ich wollte da wieder hin. Wieder diesen Platz inhalieren. Wieder dieses ganze verrückte Leben dort aufsaugen. Wieder diesen sündhaft teuren Kaffee trinken und einfach nur Menschen beobachten. Genau das war heute mein Plan. Und ehrlich, es war ein verdammt guter Plan. ☕😂
Denn Markusplatz ist nicht einfach nur ein Platz.
Das ist eine Bühne.
Und jeder, der dort läuft, sitzt, posiert, füttert, schaut oder fotografiert, spielt irgendwie mit. Wir saßen also wieder da, tranken wieder viel zu teuer, grinsten wieder über diese absolute Absurdität, und gleichzeitig war es jeden Cent wert. Weil du dort nicht nur Kaffee kaufst. Du kaufst dir einen Moment, den du nicht mehr vergisst. ❤️
Der zweite große Sinn dieses Tages war klar, die Rialtobrücke. Und alles drumherum. Noch mal sehen. Noch mal fühlen. Noch mal genau hinschauen. Also los durch die Gassen.
Britti tanzte natürlich wieder durch die kleinen Straßen, hüpfte von Gasse zu Gasse, blieb hier hängen, drehte sich da noch mal um, und ich lief hinterher und wusste irgendwann schon wieder nicht mehr, ob ich nach links, rechts oder nach oben schauen sollte. Venedig macht dich komplett verrückt, aber auf die schönste Art. 😄
Zwischendurch landeten wir in einer ganz süßen kleinen Trattoria (pinte). So ein Ort, wie man ihn sich heimlich wünscht. Eng, urig, gemütlich, mit einem Einheimischen direkt dabei, freundlich, herzlich, überhaupt nicht geschniegelt. Wir aßen zwei Schnitten, schauten uns wie immer verliebt an und dachten beide wahrscheinlich dasselbe, wir sitzen hier gerade mitten in Venedig, tief in den Gassen, und genau dafür macht man so eine Reise. 🍷🥪❤️
Dann kam mein persönliches Highlight.
Die Rialtobrücke. Wieder.
Ich stand oben am Geländer, schaute runter auf dieses unglaubliche Gewusel, auf das Wasser, auf die Boote, auf dieses ganze lebendige Durcheinander… und war wieder komplett hin und weg. Britti fotografierte mich sogar von unten auf der Rialtobrücke. Vor lauter Ehrfurcht bin ich auf dem Bild zwar fast nicht zu erkennen, aber immerhin, weißes T Shirt, wunderschön aussehend, also mit etwas Fantasie findet man mich. 😄
Am Ende waren wir wieder rund acht Stunden unterwegs. Acht Stunden Venedig. Acht Stunden Gassen, Plätze, Brücken, Menschen, Wasser, Staunen. Und wieder saßen wir fast zwei Stunden auf dem Markusplatz, nur um diese verrückten Leute zu beobachten und dieses Gefühl noch ein letztes Mal tief einzuatmen.
Und ganz ehrlich… ich sage es jetzt so, wie ich es meine.
Schieb Venedig nicht auf.
Nicht auf nächstes Jahr. Nicht auf irgendwann. Nicht auf später.
Keiner weiß, was irgendwann ist. Aber einmal im Leben musst du in Venedig gewesen sein. Du musst einmal auf dem Markusplatz gesessen haben. Und wenn du kannst, dann trink dort auch diesen völlig übertrieben teuren Kaffee. Nicht weil er so gut ist. Sondern weil der Moment so gut ist.
Und jetzt ganz ehrlich, wenn du bis hier gelesen hast, schreib in die Kommentare, warst du schon in Venedig… oder willst du das unbedingt noch erleben?Læs mere

Dietmar KammererJa wie schon gesagt, wir waren dieses Jahr das 3.Mal in Venedig. Immer wieder toll. Letztes Jahr haben wir uns eine Gondelfahrt gegönnt. Wie ein junges verliebtes Paar 🤪😁 Wir sind dann immer mit der Fähre nach Griechenland gefahren.

RejsendeWir waren schon zweimal in Venedig, das letzte Mal vor ca 15 Jahren mit einer kleinen Gruppe von Freunden. Da hatten wir eine deutschsprachige Stadtführerin gebucht, die uns u.a. in die Wohnung eines Freundes mitnehmen durfte, was soll ich sagen - einfach genial und ich kann eure Begeisterung voll nachvollziehen!
Carole… oder wie man mit 7,50 Metern...
18. april, Italien ⋅ ☀️ 20 °C
Carole… oder wie man mit 7,50 Metern auf einem Tellerchen fast den Sand küsst 🚐😅☀️
Ja… es sollte mal wieder ein paar Kilometer weitergehen.
Und tatsächlich, wir haben es geschafft… angekommen in Carole an der Adria 🌊☀️
Aber bevor hier irgendwas mit Entspannung, Meerblick oder Dolce Vita losging, hieß es erstmal: rangieren. Und zwar nicht ein bisschen. Sondern richtig. Unser großer Silberpfeil, 7,50 Meter pure Eleganz, sollte auf ein gefühlt winziges Tellerchen gedreht werden. Hin und her. Vor und zurück. Einlenken, korrigieren, wieder zurück. Ihr kennt das… dieses herrliche Campingplatz-Ballett, bei dem alle zugucken und keiner hilft 😅
Und dann der Klassiker.
Plötzlich festgestellt… der Vorderreifen steht direkt im Sand.
Perfekt. Genau so fängt Erholung an 😂
Da war sofort klar, es gibt jetzt genau eine Chance. Einen einzigen Versuch, aus diesem Sand wieder sauber rauszukommen und sicher aufs Gras zu kommen. Wenn das nicht klappt… dann heißt es Sandbleche raus, schaufeln, buddeln, fluchen. Und das sagte ich Britti natürlich auch sofort. Denn bei uns ist ganz klar geregelt, wer in solchen Fällen die Schaufel schwingt 😄
Britti ist die Schaufeltante 😂
Aber… Kai, einer der besten Fahrer aus ganz Schleswig-Holstein, blieb natürlich cool 😎
Einmal sauber angesetzt, kein Mucken, kein Drama… und zack, raus aus dem Sand.
Schwupps stand der Silberpfeil sicher da, kurz danach sogar geschniegelt auf den Auffahrkeilen. Man muss es einfach sagen, das war große Kunst 🚐🔥
Hier wollten wir jetzt zwei Tage bleiben. Zwei Nächte einfach mal ausspannen, durchatmen, dieses schöne warme Wetter genießen, das hier gerade an der Adria herrschte ☀️❤️
Natürlich wollten wir uns auch den Strand anschauen.
Und ja… wie soll man sagen… interessant! 😅
Diese endlosen Reihen und Glieder, alles geschniegelt, alles aufgestellt, alles per Lineal, alles kostet irgendwas. Atemberaubend, wenn man ehrlich ist 😂 unbeschreiblich mag!
Aber wir kannten das ja schon ein bisschen. Letztes Jahr in Rimini war es ähnlich. Die Italiener mögen das offenbar so. Strand ohne System geht wohl nicht. Da muss alles geschniegelt stehen wie beim Appell 🏖️🙈
Britti war das natürlich völlig egal.
Die kleine Hüpfbohne lief sofort Richtung Wasser, natürlich wieder voller Freude, als hätte die Adria nur auf sie gewartet 🌊💃
Sie lief da unten am Wasser entlang, ganz vergnügt, winkte irgendwann von Weitem, und ich… ich stand natürlich erstmal oben, denn mir war das alles wieder viel zu weit nach unten 😄
Also saß ich später auf einer Bank, winkte zurück und beobachtete das ganze Schauspiel ganz entspannt.
Und ehrlich… genau in solchen Momenten merke ich es wieder.
Wie verrückt gut dieses Leben gerade ist.
Einfach als Permanentreisender durch die Gegend fahren. Das ganze auch noch sechs bis acht Monate lang!
Keine Arbeit. Keine Termine. Kein Wecker, der einem das Leben erklärt.
Nur wir, der Silberpfeil, ein bisschen Sonne, ein bisschen Meer und dieses Gefühl, dass man gerade einfach genau da ist, wo man sein will ❤️🚐✨
Hier wollten wir uns nur ein paar Tage ausruhen.
Kraft sammeln. Nicht viel müssen. Einfach leben.
Dann sollte es weitergehen Richtung Kroatien 🇭🇷
Und wenn du bis hier gelesen hast, dann jetzt mal Butter bei die Fische 😄
Hast du Tipps für Kroatien?
Wir sind schon fleißig am Recherchieren und wollen außerdem versuchen, mit unserem 4,5-Tonnen-Silberpfeil irgendwie mautfrei durch Slowenien zu kommen 😅
Das wird also ganz sicher nicht langweilig.
Bleib dran… die nächste Geschichte könnte schon an der kroatischen Küste eskalieren 🌊🐧😄Læs mere

RejsendeIstrien ist sehr schön im Inselinneren, oder Novi Vinodulski auf dem Festland gegenüber Krk, allerdings kann ich das nicht aus Sicht eines Wohnmobilisten beurteilen.
Rovinj… und plötzlich...
22. april, Kroatien ⋅ ☀️ 15 °C
Rovinj… und plötzlich wussten wir, dass diese Stadt uns nicht mehr loslässt 🌊❤️✨
Rovinj sagte uns vorher… gar nichts.
Wirklich nichts. Wir konnten mit dem Namen kaum etwas anfangen und haben uns deshalb auch keinen großen Kopf gemacht. Einfach hinfahren, gucken, wirken lassen. Mehr Plan gab es nicht. Und vielleicht war genau das das Beste daran. 🚐😄
Dann kamen wir auf dem Campingplatz an. Und schon dort dieses Gefühl… dieser Blick… direkt auf Rovinj. So eine Stadt, die sich nicht aufdrängt, sondern einfach da liegt und dich trotzdem sofort packt. Still. Schön. Erhaben. Fast so, als würde sie sagen: Warte mal ab, ich zeig dir gleich, was ich kann. 🌅
Britti hielt es natürlich wieder keine fünf Minuten aus. Kaum standen wir, war sie schon los. Gleich am ersten Abend lief sie schon mal vor, wenigstens bis zum Hafen, um einen kleinen Vorgeschmack zu bekommen. Ich dagegen saß noch ganz zufrieden auf meinem neuen Campingstuhl, den wir gerade heldenhaft für glatte 31 Euro errungen hatten. Und ganz ehrlich… ich fühlte mich auf diesem Stuhl wie ein König. 😄🪑
Dann kam Britti zurückgelaufen.
Volle Freude. Strahlendes Gesicht. Leuchtende Augen.
Sie sah mich an und sagte nur:
„Es ist wunderschön. Ich freue mich auf morgen!“
Ich grinste zurück, nahm sie in den Arm, drückte sie fest und sagte:
„Morgen wird ein großer Tag.“
Und das wurde er auch.
Am nächsten Tag fuhr ich mit dem Roller in die Stadt. Britti war natürlich schon etwas vorgelaufen, weil sie wieder mal nicht warten konnte. Aber dank WhatsApp-Standort war das Ganze schnell gelöst. Zack, gefunden. Kurz in die Arme genommen. Kurz die ersten Eindrücke von ihr eingesammelt. Und dann wollte ich es auch endlich sehen. 🛵❤️
Also los. Richtung Kirche. Ganz nach oben.
Großer Blick über die Stadt, dachten wir.
Aber ehrlich… da war gar nicht der eine große Blick, der alles überstrahlt hätte. Es war etwas anderes.
Diese kleinen Gassen.
Dieses Kopfsteinpflaster.
Diese Treppen.
Diese süßen Cafés.
Diese kleinen Bildergalerien.
Genau das machte Rovinj aus. Nicht das eine große Spektakel. Sondern tausend kleine Dinge, die zusammen plötzlich ganz groß werden. ✨
Britti war natürlich völlig in ihrem Element. Sie hüpfte von Pflasterstein zu Pflasterstein, von Treppe zu Treppe, von Gasse zu Gasse. Nicht zu bremsen. Überhaupt nicht. Und ich lief grinsend hinterher und wusste schon wieder nicht, wohin ich zuerst schauen sollte. 😄
Und dann passierte, was passieren musste.
Direkt am Hafen… ein Top-Restaurant.
So eines, bei dem du dich hinsetzt und sofort weißt: Ja, genau hier.
Ich bekam mein schönes Rumpsteak, auf das ich Lust hatte. Britti sowieso ihr Glück. Und der Blick über den Hafen… der war kostenlos dazu. Das ist dann auch mal ein fairer Deal. 😂🥩⚓ Neben uns am Tisch saß eine Frau mit ihrem süßen kleinen Hund. Ein italienisches Windspiel. Britti war entzückt und freute sich über das kleine Tierchen, das ihre Streicheleinheiten sichtlich genoß.
Da lag ein großes Boot, ein Einheimischer meinte nur, im Sommer sei hier alles brechend voll. Das konnte man sich gut vorstellen. Aber jetzt, in der Vorsaison, war es fast magisch. Teilweise waren wir beinahe allein in den Gassen. Kein Gedränge. Kein Geschiebe. Nur dieses ruhige, schöne Rovinj, das uns einfach machen ließ.
Wir grinsten uns an, nahmen uns an die Hand und versuchten uns gegenseitig jede Gasse zu zeigen, falls einer irgendwo etwas übersehen hatte. Selfies wurden gemacht, Fotos sowieso, und irgendwo auf einem ganz süßen kleinen Marktplatz tranken wir noch einen Kaffee und dachten wahrscheinlich beide dasselbe… wie gut ist das bitte hier? ☕📸❤️
Aber Britti wäre natürlich nicht Britti, wenn sie nicht am nächsten Morgen schon wieder früher aufgestanden wäre. Während ich noch halb gemütlich unterwegs war, hatte sie längst wieder ein paar Fotos mehr gemacht und natürlich noch ein, zwei zusätzliche Gassen erkundet. Ich nahm noch einen zweiten Kakao, grinste sie an und wusste nur eins: Diese Frau ist einfach nicht zu bändigen. Und genau das liebe ich so daran. 😄
Und jetzt, liebe Freunde, wenn ihr bis hier gelesen habt, dann kommt mein Fazit zu Rovinj.
Für uns war diese Stadt ein echter Traum.
So eine Überraschung, mit der man nicht rechnet.
So ein Ort, der nichts von dir verlangt und dir trotzdem ganz viel gibt.
Und ich wünsche dir, lieber Leser, dass du genau so etwas auch einmal erlebst.
In einer tollen Stadt sitzen.
Kaffee trinken.
Beim Mittagessen über den Hafen schauen.
Und dieses beiderseitige Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen.
Genau das wünsche ich dir. ❤️
Und beim nächsten Mal geht es auf einen Campingplatz, der erst ziemlich langweilig wirkte… und dann plötzlich überhaupt nicht mehr langweilig war.
Was dort aber wirklich spektakulär war, das war diese gigantische Küstenstraße entlang der kroatischen Adria.
Aber dazu… beim nächsten Mal mehr 🌊🚐😄Læs mere

Dietmar KammererDie Halbinsel Krk mit der Stadt Krk ist ebenfalls traumhaft. Der Campingplatz Valamar Camping Jezevac liegt toll. 10 Min. Zu Fuß in die Stadt. Der Platz ist leider nicht mehr so preiswert wie noch vor Euro.
Bibinje… und plötzlich war da...!!!
25.–27. apr., Kroatien ⋅ ☀️ 22 °C
Zwischenstopp in Bibinje… und plötzlich war da viel mehr als nur ein kleiner Halt 🌿🌊❤️
Eigentlich sollte Bibinje nur ein ganz einfacher Zwischenstopp werden.
Nicht mehr. Nicht weniger. Ein bisschen Camping, ein bisschen ausruhen, ein bisschen weiterziehen. So der Plan. Aber wie das auf Reisen eben manchmal ist… genau die Orte, von denen man am wenigsten erwartet, legen einem plötzlich etwas ganz Besonderes vor die Füße. Und genau so war es hier. 🚐✨
Wir kamen also in dieser kleinen Stadt an und wollten eigentlich nur kurz bleiben. Einfach Zwischenstopp machen, einmal durchatmen und dann irgendwann weiter. Stattdessen erwischten wir doch tatsächlich einen richtig gemütlichen Campingplatz. Grüner Rasen unter den Rädern, Olivenbäume um uns herum, genau so ein Platz, bei dem man sofort merkt… hier kann man es aushalten. Hier muss gerade gar nichts passieren. 🌿🫒
Und genau deshalb hatten wir für uns auch gleich zwei Tage eingeplant. Einfach mal runterkommen. Einfach mal ausruhen. Und ganz ehrlich, ich sage euch auch warum. Wenn ihr mich irgendwo auf einem Stuhl sitzen seht, dann könnt ihr ziemlich sicher sein, der Ausblick lohnt sich 😄
Und mein Ausblick hier… der ging direkt übers Wasser, übers kroatische Meer. Dieses Meer, das mich immer wieder fasziniert. Dieses Blau, diese Ruhe, diese Weite. Man bekommt direkt Lust, reinzuspringen. Nur… es war einfach noch zu kalt. Also blieb es beim Gucken. Aber das war auch schon schön genug. 🌊☀️
In der Stadt selbst dachten wir zuerst, hier sei gar nichts los. So ein Ort, bei dem man am Anfang meint, naja gut, nett, aber eher ruhig. Tja… und dann kamen die Pommes. 😂
Ich sage es ganz ehrlich, ich habe dort an zwei Tagen hintereinander Pommes gegessen. Und das war ein einziger Traum. Wirklich. So gute Pommes musst du erstmal finden.
Und Britti… die hat es komplett weggehauen.
Vor allem diese kleine Portion mit Knoblauch und Olivensoße.
Für mich blieb plötzlich gefühlt gar nichts mehr übrig, weil es ihr so gut geschmeckt hat 😄
Sie grinste mich an, ich hatte Brot in der Hand, und in solchen Momenten weißt du sowieso schon, wie die Sache ausgeht. Einer genießt, der andere tunkt noch den Rest aus der Schale. Genau so muss das sein. 🥖🧄❤️
Aber damit nicht genug.
Acht große Cevapcici dazu, kaum aufzufuttern, und dann noch diese gewaltige Portion Pommes. Das war kein kleines Abendessen mehr. Das war ein Ereignis. 😂🍟
Zum Hafen sind wir mit dem Stadtroller gefahren, denn vom Campingplatz waren es doch gut anderthalb Kilometer. Und Britti hatte so einen Hunger, dass ich sie natürlich aufgefordert habe, direkt aufzusteigen. Also standen wir zu zweit auf dem Roller und rollten Richtung Hafen, geschniegelt mit Hunger und Vorfreude im Bauch. 🛵😄
Dort angekommen war plötzlich eine riesige Hochzeit im Gange.
So richtig mit allem drum und dran. Stimmung, Menschen, festliche Kleidung, dieses ganze besondere Flirren, das über so einer Feier liegt. Und ich dachte mir nur beim Blick auf das Brautpaar… Mensch, ich drücke euch wirklich die Daumen, dass das lange, lange hält. Denn ehrlich, heute ist das alles nicht mehr selbstverständlich. Eine Ehe bis ans Ende durchzutragen, das ist etwas Großes. 💍❤️
Und genau da merkten wir wieder, wie besonders selbst so ein einfacher Zwischenstopp werden kann. Ein bisschen Meer. Ein gemütlicher Campingplatz. Gutes Essen. Eine Hochzeit im Hafen. Und dieses Gefühl, dass der Tag einem ganz still mehr schenkt, als man erwartet hatte.
Aber das eigentlich Verrückte… das kommt erst noch.
Denn in der nächsten Geschichte erzähle ich euch, was es mit Andreas und Renate aus Friesland (wo in Herrgotts Namen ist Friesland, lol! ) auf sich hat. Und ich sage es euch jetzt schon… ihr werdet es kaum glauben. Die Welt ist manchmal so klein, dass man fast lachen muss.
Bleib dran… die nächste Geschichte hat eine Überraschung, mit der wirklich keiner rechnet 😄🌍✨Læs mere
Trogir 😍🌊 Keine Ahnung, was uns...
27.–29. apr., Kroatien ⋅ ☀️ 22 °C
Trogir 😍🌊
Keine Ahnung, was uns erwartet hat… und genau deshalb war es so gut
Trogir… sagte uns vorher ehrlich gesagt nicht besonders viel 😄
Das war wieder so ein klassischer Tipp von zu Hause:
„Da ist es toll, fahrt da hin.“
Und wir dachten uns… na gut, warum eigentlich nicht? Also sind wir hingefahren. Ohne große Erwartungen. Ohne riesigen Plan. Und genau dann wird es oft am besten ❤️
Schon die Anfahrt hatte was.
Unser Campingplatz war richtig schön, direkt auf einer kleinen Halbinsel gelegen, und von dort sind wir mit dem Roller direkt in die Stadt gedüst 🛵☀️
Ganz entspannt. Ganz locker. Und dann standen wir da… mitten in Trogir.
Diese Altstadt hat uns sofort geflasht ✨
Nicht riesig. Nicht übertrieben. Aber genau so, dass du sofort merkst: Hier stimmt was. Hier ist Atmosphäre. Hier ist dieses süße, enge, lebendige Gefühl, das man nicht planen kann.
Ich habe mir direkt das erste Café geschnappt 😎☕
Schicke blaue Stühle, Blick auf die Kirche, genau mein Platz.
Ich setzte mich hin, drehte mich noch mal um… und Britti?
Die küsste mich, drückte mich und sagte nur:
„Ich komme wieder… ganz bestimmt.“ 😄❤️
Und dann war sie auch schon weg.
Britti im Freilauf.
Die kleine Hüpfbohne sprang durch die ganze Trogirer Altstadt, von Gasse zu Gasse, von Ecke zu Ecke, als hätte die Stadt nur auf sie gewartet 💃✨
Groß ist Trogir ja nicht, und ungefähr eine Stunde später war sie tatsächlich schon wieder da. Völlig zufrieden, völlig begeistert, und wir tranken dann noch gemeinsam einen Kaffee und waren uns sofort einig:
Diese Stadt ist richtig schön.
Während Britti also auf Entdeckungstour war, hatte ich auch mein kleines Abenteuer 😄
Am Café zog gerade eine Reisegruppe vorbei. Die Hälfte davon waren Chinesen, alle geschniegelt unterwegs, und ich dachte mir nur… na dann schließe ich mich mal ganz unauffällig an 😂
Gesagt, getan.
Und schwupps war ich kostenlos in der Kirche und konnte mir diese ganze Pracht in aller Ruhe anschauen ⛪😎
Manchmal muss man eben flexibel sein.
Danach ging es durch den Hafen zurück Richtung Campingplatz.
Zu unserem Silberpfeil, der da ganz entspannt auf uns wartete 🚐❤️
Wir schauten uns an und entschieden ziemlich schnell:
Wir bleiben noch eine Nacht.
Einfach weil wir es können. Und weil genau das einer der größten Luxusmomente dieses Lebens ist. Nicht hetzen müssen. Nicht weiter müssen. Sondern sagen können: Hier ist es schön, also bleiben wir.
Abends wollten wir dann noch mal schön essen fahren, natürlich wieder in die Altstadt.
Wir rollten also mit dem Roller los, alles ganz entspannt…
und plötzlich sieht Britti auf dem Gehweg zwei Gesichter und schreit:
„Die Nachbarn! Die Nachbarn vom letzten Campingplatz!“ 😳😂
Ich hab direkt eine Drehung hingelegt… und tatsächlich:
Da standen Andreas und Renate.
Einfach so. Mitten in Trogir.
Unsere Campingnachbarn vom letzten Platz.
Ganz ehrlich, da merkst du wieder, wie verrückt klein diese Welt manchmal ist 🌍😄
Und dann ging alles ganz schnell.
„Kommt, wir trinken heute Abend einen Schluck Wein.“
Ja, und genau so wurde aus einem netten Zufall ein richtig schöner Abend 🍷❤️
Britti und ich haben noch Wein besorgt, die beiden hatten auch schon welchen da, und dann saßen wir zusammen, quatschten, lachten, erzählten bis tief in den Abend hinein. Es war locker, herzlich, leicht… und irgendwie sofort vertraut. Fast schon seelenverwandt, so fühlt es sich manchmal an, wenn du Menschen triffst, bei denen einfach alles sofort passt ✨
Also an euch beide, falls ihr das hier lest:
Vielen, vielen Dank für diesen schönen Abend.
Es hat uns wirklich riesigen Spaß gemacht ❤️
Und jetzt wissen wir auch endlich, wo Friesland liegt… am Jadebusen 😄
Freunde, wenn ihr bis hier gelesen habt, dann sage ich euch eins:
Genau deshalb lieben wir dieses Leben.
Du fährst irgendwo hin, ohne zu wissen, was kommt…
und am Ende bekommst du eine Stadt, einen tollen Abend, nette Menschen und wieder eine Geschichte, die dir keiner vorher hätte aufschreiben können.
Heute Morgen, am 29.04.2026, sind wir noch in Trogir 🌅
Und wir können euch noch nicht mal sagen, was als Nächstes passiert.
Aber genau das ist ja das Schöne.
Abenteuer lassen sich nicht planen.
Sie kommen einfach.
Und genau das macht einen Heidenspaß 😄🌊🚐
Bleib dran… die nächste Geschichte wartet schon. Und wenn diese Reise eins kann, dann Überraschungen.Læs mere

RejsendeJa, Trogir ist auch einer unserer Lieblingsplätze in Kroatien😘 grüßt es ganz lieb von uns

WeTravelYouJoinJa wir haben es richtig schön gegrüßt und uns gleich kräftig Verfahren wo wir erstmal 300 m rückwärts fahren mussten vor lauter Schreck um aus dieser Stadt rauszukommen sind doch paar Enge Kurven da. Also wir haben es gegrüßt mit einem super autoverfahrer!
Montenegro… du wirst von uns...
2.–3. maj, Montenegro ⋅ ☀️ 19 °C
Montenegro… du wirst von uns nur kurz gestreift 🇲🇪😄🚐
Manche Länder erwischen dich mit voller Wucht.
Und manche streifst du erstmal nur so, wie man einen Ort streift, bei dem man noch nicht genau weiß, ob daraus eine große Geschichte wird oder einfach nur eine schräge Durchfahrt 😄
So war es mit Montenegro.
Viel können wir über Montenegro diesmal noch gar nicht sagen.
Aber die Einreise… die hatte direkt ihren eigenen kleinen Charakter 🎭
Natürlich haben wir erstmal die falsche Spur genommen.
Wie sollte es auch anders sein 😂
Da standen wir also plötzlich auf der LKW-Spur. Weit und breit kein Mensch. Keine Autos. Keine Bewegung. Gar nichts.
Und wir gucken uns schon an und denken:
Das kann doch jetzt nicht richtig sein.
War es natürlich auch nicht 😅
Also hieß es erstmal…
50 Meter rückwärts mit dem Silberpfeil.
Und das an einer Grenze.
Ganz großes Kino 🚐🙈
Dann rüber in die richtige Spur… und zack… da standen sie auch alle. Autos, Kontrolle, Menschen, ganz normales Grenzchaos.
Bei uns ist das ja immer so eine kleine Spezialnummer, weil wir mit unseren 4,5 Tonnen eigentlich schon eher LKW sind und nicht mal mehr richtig als PKW gelten. Und trotzdem fahren wir meist einfach durch die PKW-Spur. Einfach so. Weil es schneller geht. Und ganz ehrlich… ich glaube fast, das ist sogar richtig 😄
Wenn nicht, schreibt es gern in die Kommentare.
Britti wird bei solchen Grenzgeschichten übrigens immer maximal konzentriert 😅
Da ist dann Schluss mit lustig.
Sie zischelt nur noch:
„Sauber die Papiere hinlegen. Nicht fotografieren. Nicht ans Handy. Nicht laut reden. Keine Sprüche. Einige können hier Deutsch.“
Ich darf dann eigentlich gar nichts mehr 😂
Nicht grinsen, nicht locker sein, nicht irgendeinen flachen Witz reißen.
Einfach nur funktionieren.
Grenzmodus an. Mund halten. Durchrollen.
Und dann… schwupps… waren wir drin in Montenegro 🇲🇪✨
Danach ging es direkt weiter zum nächsten Campingplatz.
Völlig unscheinbar. So unscheinbar, dass man fast daran vorbeigeguckt hätte.
Wir haben dort natürlich nicht gezeltet… auch wenn es sich fast so anhört 😄
Nein, wir haben einfach ganz normal übernachtet.
Und direkt neben uns standen zwei russische Camper, die sich offenbar vorgenommen hatten, die halbe Nacht musikalisch zu untermalen 🎶😂
Sagen wir es mal so… ruhig war anders.
Aber irgendwie gehört auch genau sowas dazu.
Ein fremdes Land, ein unauffälliger Platz, nächtlicher Gesang von nebenan… und du liegst im Silberpfeil und denkst dir nur:
Ja gut… auch das ist jetzt wieder unsere Geschichte.
Fast hätte ich noch etwas vergessen.
Bevor wir überhaupt nach Montenegro rüber sind, kamen wir ja noch an Dubrovnik vorbei 🇭🇷
Und ja… wir sind vorbeigefahren. Ganz bewusst.
Warum?
Weil die Stadt komplett voll war. Wirklich bis unter die Decke.
Schon von außen war klar: Wenn wir da jetzt reinfahren, wird das kein entspannter Besuch, sondern eher ein Überlebenskampf zwischen Menschenmassen, Bussen und Kreuzfahrttouristen 😅
Und genau darauf hatten wir diesmal einfach keine Lust.
Es lagen auch noch zwei oder drei Kreuzfahrtschiffe vor Ort.
Da wussten wir sofort:
Drinnen ist die Hölle los.
Und weil wir auf dieser Reise gerade lieber die großen Städte vermeiden wollen, haben wir ganz bewusst Nein zu Dubrovnik gesagt.
Nicht weil die Stadt nicht schön wäre. Ganz im Gegenteil.
Sondern weil Schönheit manchmal auch einfach keinen Spaß macht, wenn du sie dir mit tausend anderen gleichzeitig teilen musst.
Also weiter.
Lieber Straße. Lieber Ruhe. Lieber das echte Gefühl von unterwegs sein ❤️🚐
Montenegro war diesmal nur ein kurzes Anfahren.
Ein kleiner Blick. Ein schräger Grenzmoment. Ein stiller Campingplatz. Zwei singende Nachbarn.
Noch kein großes Kapitel… aber definitiv schon mal ein interessanter Anfang 😄
Bleib dran… denn manchmal werden genau die Länder, von denen man erst kaum etwas erzählen kann, später noch richtig groß 🌍✨Læs mere
Albanien, du schlechte Straße...!!!
3. maj, Albanien ⋅ ☀️ 20 °C
Albanien, du Loch in der Straße 😅🕳️🚐
So… genau muss diese Geschichte anfangen.
Ohne Umschweife. Ohne Schönreden.
Albanien, du Loch in der Straße.
Wir sind von Montenegro direkt nach Albanien reingefahren, und schon der Grenzübergang hatte wieder dieses ganz eigene Abenteuergefühl. Man schaut sich an, sieht die Schlange, sieht die Gesichter der Zöllner und weiß sofort: Das hier könnte jetzt dauern. 😄
Wir warteten also, beobachteten, schauten ein bisschen in die Gegend, wurden angeschaut, und irgendwie lief dann am Ende doch alles glatt. Kein Drama. Kein großer Auftritt. Einfach rüber.
Aber dann kam die Straße.
Und was da kam, hat uns erstmal richtig erschreckt.
Nicht so ein bisschen schlechte Straße. Nicht so ein paar kleine Schlaglöcher. Nein.
Da waren Löcher drin, so groß wie eine Maurerbütt und gefühlt zehn Zentimeter tief 🕳️😳
Und wir saßen im Silberpfeil und wussten erstmal gar nicht, wie wir uns dagegen richtig wehren sollten.
Links vorbei.
Rechts vorbei.
Vorne noch ausweichen.
Hinten hoffen, dass nichts kracht.
Wir fuhren teilweise so zickzack um diese Löcher herum, dass andere wahrscheinlich schon dachten, wir wären nicht mehr ganz nüchtern 😂
Aber was willst du machen? Unser Silberpfeil konnte das gar nicht richtig verarbeiten. Und wir ehrlich gesagt auch nicht.
Irgendwann waren wir dann in Albanien auf einem Campingplatz, fast direkt vor der Grenze Richtung Griechenland, vielleicht noch 50 Kilometer entfernt. Und trotz dieser wilden Anfahrt war der Platz selbst richtig schön.
Angenehm. Ruhig. Schönes Wasser. Wieder dieses Blau, das einen sofort etwas versöhnt 🌊☀️
Da haben wir uns dann erstmal zwei Tage gegönnt. Einfach erholt. Einfach durchgeatmet. Einfach wieder runtergekommen.
Natürlich sind wir auch noch in die Stadt gefahren.
Und da müssen wir ehrlich sein… die hat uns überhaupt nicht gefallen.
Ich weiß nicht mal mehr genau, wie sie hieß, so wenig Eindruck hat sie hinterlassen. Es fühlte sich ein bisschen an wie Mallorca, nur ohne das, was uns daran gereizt hätte. Britti konnte da gar nicht richtig hin und her hüpfen, weil es einfach nichts gab, was uns wirklich interessiert hätte. Und das will schon was heißen 😄
Albanien hat uns auf dieser Riviera-Strecke leider nicht so gepackt, wie wir es gehofft hatten.
Aber… und das ist wichtig… wir wollen hier überhaupt nicht über Albanien lästern. Denn wir haben Leute getroffen, die aus den Bergen kamen, und die waren völlig begeistert. Richtig begeistert. Und da merkst du wieder: Nicht jedes Land zeigt dir sein bestes Gesicht genau da, wo du gerade unterwegs bist.
Darum sagen wir es einfach so, wie es ist:
Die Riviera-Straße war für uns vor allem eins… holprig. Sehr holprig. 😅
Aber wer weiß… vielleicht wartet das wahre Albanien für uns einfach eher in den Bergen.
Bleib dran… manchmal kommt die eigentliche Überraschung genau da, wo man sie erst gar nicht gesucht hat 🏔️✨Læs mere

Dietmar KammererIch hatte Albanien mit den Strassen schlimmer erwartet. Fahrt mal nach Marokko oder wie wir aktuell in die Türkei. Dann reden wir nochmal über schlechte Strassen 🤪 Weiterhin eine tolle Reise.🙋♂️

RejsendeInAlbanien sollte man auf Nebenstraßen nicht in der Nacht unterwegs sein, es fehlen nicht nur die Kanaldeckel sogar in Tirana. Du musst auch mit Autos ohne Licht und mit unbeleuchtet Pferdefuhrwerke rechnen, aber freundlich sind sie alle!
Auf nach Griechenland 🇬🇷 Zurück in...!
6.–8. maj, Grækenland ⋅ ☁️ 20 °C
Auf nach Griechenland 🇬🇷❤️
Zurück in die EU… und dann versank plötzlich ein kleiner Teil meines Herzens im Meer 😢🚐
Auf nach Griechenland.
Rein in unsere Heimat… also zumindest in die EU-Heimat 😄
So war der Plan. Und genau so kam es dann auch.
Der Grenzübertritt?
Kein großes Hexenwerk.
Einmal links, einmal rechts geguckt, zack… drin waren wir.
Die EU hatte uns wieder 🇪🇺✨
Und auch wenn es vielleicht komisch klingt, wir hatten tatsächlich so ein ganz kleines Befreiungsgefühl. So ein leises inneres Aufatmen. Fast so, als wären wir irgendwie wieder ein Stück zu Hause, obwohl wir doch in Griechenland noch nie gewesen waren. Verrückt, oder? Aber genau so hat es sich angefühlt. Ein bisschen Heimat, ohne Heimat zu sein. ❤️
Kaum in Griechenland angekommen, gab es für uns aber erstmal allerhöchste Priorität.
Nicht Strand. Nicht Sehenswürdigkeit. Nicht Romantik.
Lidl. 😄🛒
Wie viele ja inzwischen wissen, ist Lidl außerhalb von Deutschland fast schon unser sicherer Hafen. In Deutschland kaufen wir lustigerweise fast nie bei Lidl ein, aber sobald wir im Ausland sind, wird Lidl plötzlich zu unserem besten Freund. Warum? Ganz einfach. Weil man da reingeht und sofort weiß, wie der Laden tickt. Auch wenn die Sprache komplett anders ist, man erkennt alles wieder. Die Wege. Die Optik. Die Produkte. Es ist fast wie ein kleines Stück Ordnung inmitten des Reisens. Und wir kennen uns da inzwischen wirklich richtig gut aus 😂
Also… Lidl überfallen.
Lidl gehabt.
Alles top.
Mission erfüllt ✅
Danach ging es erstmal auf den nächsten Campingplatz. Einfach noch mal Luft holen. Zwei, drei Tage runterkommen. Ein bisschen ankommen in Griechenland. Nicht gleich wieder Vollgas, sondern erstmal durchschnaufen. Und dann kam dieser Platz… Camping Sikia, direkt ums Eck. 🌊☀️
Eingeparkt.
Silberpfeil abgestellt.
Und natürlich freute sich ein Nachbar nicht ganz so sehr darüber, dass es bei ihm durch unseren großen Wagen jetzt etwas dunkler wurde 😅
Aber was soll ich sagen… ändern konnten wir es nicht.
Wir sind eben groß.
Mehr Platz gebucht, mehr Sicht bekommen, sage ich ja oft 😂
Und tatsächlich war es hier wieder genau so.
Wir hatten direkt vor uns praktisch unser eigenes kleines Tor zum Wasser. Ein paar Schritte… und schon war das Meer da. Dieses Blau. Diese Ruhe. Dieses griechische Licht. Alles fühlte sich leicht an. Alles fühlte sich nach Urlaub im schönsten Sinn an. 🌊✨
Und dann passierte es.
Jetzt wird’s spannend.
Und für mich leider auch ein bisschen emotional.
Meine geliebte Drohne war in der Luft.
Und sie machte wieder diese Aufnahmen, für die man sie einfach liebt. Hoch, runter, links, rechts… genau dieses Gefühl von Freiheit, das sie von oben einfängt. Ich war voll drin. Alles lief. Alles war schön. Und dann wollte ich sie kreisen lassen. Ein schöner Schwung. Noch ein toller Shot. Noch ein perfekter Moment.
Tja.
Ich weiß gar nicht, wie ich das ruhig erzählen soll.
Aber langsam… ganz langsam… versank sie im Meer 😳😭
Nicht mit großem Knall.
Nicht dramatisch wie im Film.
Sondern eher so, dass man zuerst noch hofft: Das wird schon. Das fängt sich. Das klappt noch.
Tat es nicht.
Ich sprang noch hin. Natürlich. Reflex. Hoffnung. Verzweiflung.
Aber jeder weiß, was Salzwasser macht.
Salzwasser macht keine halben Sachen.
Salzwasser sagt nicht: Ach komm, probieren wir’s morgen noch mal.
Salzwasser sagt ganz trocken: Game over. 💀🌊
Und da war sie weg.
Meine Liebste.
Meine Drohne.
Ein kleiner technischer Freund, der uns so viele Erinnerungen von oben geschenkt hat.
Ganz ehrlich… das tat weh.
Mehr als man vielleicht denkt.
Weil an so einem Teil nicht nur Technik hängt. Da hängen Momente dran. Bilder. Reiseabschnitte. Vorfreude. Dieses kleine Glück, wenn wieder eine Aufnahme richtig schön geworden ist.
So standen wir also da.
Griechenland. EU. Meer. Campingplatz. Eigene Pforte zum Wasser.
Eigentlich alles perfekt.
Und gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass gerade ein kleiner Teil dieser Perfektion einfach abgesoffen ist 😢
Ich werde sie jetzt erstmal ein paar Tage betrauern.
Und ja, ich meine das genau so.
Aber Reisen ist eben genau das.
Nicht nur schöne Straßen, blaue Buchten und lustige Grenzen.
Sondern auch diese Momente, die dir kurz einen Stich geben.
Und genau deshalb bleiben sie hängen.
Bleib dran… denn Griechenland hat gerade erst angefangen. Und ich hoffe sehr, dass als Nächstes nicht noch mein Handy schwimmen lernt 😅📱🌊Læs mere

DiePaubersOh, nein 😭. Das kennen wir leider auch. Wir haben unsere Spiegelreflexkamera vor ein paar Jahren am Monkey Beach in Thailand für ein wenige Sekunden ins Salzwasser getaucht. Der "Pau" ist beim Aussteigen aus dem Boot gestolpert. Da war auch nichts mehr zu retten 😰.

RejsendeDas gleiche ist mir dieses Jahr in Südafrika passiert. Vom Stand aus noch einmal in 5m Höhe über die Wasseroberfläche fliegen und plötzlich beginnt sie langsam aber stetig die Höhe abzubauen. Diese Hilflosigkeit ist furchtbar. Dann das Eintauchen ins Wasser...Wie Du so schön sagst, Game over.
Lefkada hat uns geflasht 🌊🏍️☀️
8. maj, Grækenland ⋅ 🌧 19 °C
Lefkada hat uns geflasht 🌊🏍️☀️
Und manchmal gibt es Tage, die so schön sind, dass man abends kaum glauben kann, dass man wirklich dabei war
Lefkada hat uns komplett erwischt.
Nicht nur dieses irre Wasser. Nicht nur diese Farben. Nicht nur diese Strände. Nein, die ganze Insel hat uns in ihren Bann gezogen. Das Meer, die Berge, die Straßen, die Kurven, die kleinen Dörfer, die Wolken, das Licht… alles fühlte sich plötzlich größer an, schöner, weiter, blauer. So blau, dass wir irgendwann selbst dachten, wir sehen wahrscheinlich schon blau vor lauter Schönheit 😄💙
Aber ich muss von vorne anfangen.
Schon die Anfahrt auf die Insel hatte es in sich. Erst diese Ruckelstrecke, bei der du dich fragst, ob jetzt die Insel kommt oder erst noch die Bandscheibenprüfung. Und dann der Campingplatz. Oder besser gesagt der Weg dorthin. Gefühlt 20 Prozent Steigung… nach unten. Also genau diese Sorte Einfahrt, bei der du schon beim Runterrollen weißt, dass das eigentliche Problem morgen auf dich wartet 😅
Britti natürlich sofort in Alarmbereitschaft:
„Halt, halt… da kommen wir nie wieder hoch!“
Und ich, Kai, Abenteurer aus Leidenschaft und in dem Moment auch ein bisschen aus Trotz, sagte natürlich nur:
„Das werden wir doch sehen.“ 😎
Also glitt ich den Silberpfeil ganz entspannt diesen steilen Berg hinunter. Unten angekommen war es dann aber sofort wieder wunderschön. Ein Campingplatz, wie griechische Campingplätze eben so sind… irgendwo in den 70ern stehen geblieben, ein bisschen schräg, ein bisschen eigen, aber genau dadurch schon wieder interessant 😄
Dafür hatten wir Meerblick. Eine tolle Bucht direkt vor uns. Wasser, Licht, Ruhe. Und damit war der Tag eigentlich schon gewonnen.
Aber dann kam erst das eigentliche Highlight.
Wir schwangen uns auf den Roller und machten das, was man eigentlich gar nicht vernünftig planen kann, wir fuhren einfach los. Einmal Lefkada fühlen. Und was als kleine Tour begann, wurde ein ganzer Tag voller Staunen. Abfahrt gegen 10 Uhr morgens, Rückkehr gegen 18 Uhr abends. Acht Stunden Roller. Acht Stunden Insel. Acht Stunden pure Begeisterung 🏍️☀️
Ich glaube, wir sind irgendwo zwischen 150 und 250 Kilometer gefahren. So genau weiß das am Ende keiner mehr, weil irgendwann alles nur noch aus Kurven, Aussicht, Lachen und Staunen bestand. Wir sind einmal rund um die Insel, dann wieder durch die Berge, durch winzige Dörfer, durch Wolken, durch Straßen, auf denen uns gefühlt den halben Tag nicht ein einziges Auto entgegenkam. Das musst du dir mal vorstellen. So eine Landschaft. So eine Weite. Und fast niemand da. Es war, als hätte Lefkada an diesem Tag nur uns eingeladen ❤️
Und dann natürlich Strand Katsiki.
Kaum waren wir mit dem Roller dort angekommen, war Britti schon völlig außer sich. Sie hüpfte, sie stampfte, sie war sofort im absoluten Ausnahmezustand 😄
„Das muss ich sehen, da muss ich hin!“
Während Britti also schon innerlich fast im Wasser lag, kümmerte ich mich erstmal um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens… einen Americano mit Milch für glatte 5 Euro ☕😂
Auch so ein Preis, bei dem du kurz schluckst und dann trotzdem bezahlst, weil der Blick sowieso alles wieder wettmacht.
Und dann standen wir da.
Britti irgendwo schon halb verschwunden vor Begeisterung, ich mit meinem Kaffee, und plötzlich fühlte sich alles blau an. Wirklich alles. Das Wasser. Der Himmel. Die Luft. Sogar die Gedanken. Wir schauten uns an, umarmten uns und wussten in genau diesem Moment, dass wir diesen Anblick nie wieder vergessen würden.
Wir saßen ewig oben auf dieser Veranda und starrten auf dieses türkis-klare Wasser, als hätten wir beide vergessen, wie man wieder aufsteht. Und ich sag’s ganz ehrlich, für einen Norddeutschen ist so ein Anblick fast schon zu viel. Man ist ja einiges gewohnt, aber sowas… das haut dich weg 🌊💙
Als wir abends wieder auf dem Campingplatz ankamen, waren wir völlig geplättet. Von der Sonne, von der Strecke, von den Bergen, von den Wolken, von diesem ganzen verrückt schönen Tag. Wir sanken in unsere Stühle wie zwei Menschen, die gerade einen kleinen Glücksunfall hinter sich haben. Die Augen wollten eigentlich schon zugehen, aber wir haben uns trotzdem noch etwas richtig Schönes zu essen gemacht und saßen da dann einfach nur und guckten uns an, mit diesem stillen Grinsen, das mehr sagt als jedes große Gerede.
Und dann hatten wir noch einen gigantischen Lachkrampf.
So einen, bei dem du irgendwann gar nicht mehr weißt, worüber du eigentlich lachst. Aber es ist völlig egal, weil es einfach immer schlimmer wird 😂
Bis heute wissen wir nicht mehr genau, was der Auslöser war. Aber dieses Lachen hängt uns immer noch in den Ohren.
Und dann hieß es irgendwann leider auch schon wieder: Lefkada langsam verlassen.
Jetzt kam der Moment der Wahrheit. Die fast 20 Prozent Steigung nach oben. Britti hatte das Drama vom Vortag natürlich nicht vergessen. Ich dagegen blieb, wie immer, völlig tiefenentspannt 😎
Und ich habe es natürlich locker geschafft mit unserem Silberpfeil. Überhaupt kein Problem. Kein Gezuckel. Kein Gejammer. Einfach hoch damit.
Aber vorher sagte ich noch zu Britti:
„Geh du lieber schon mal den Berg hoch und guck, ob oben ein Auto kommt.“
Sie lief los.
Ich grinste.
Und es war herrlich zu sehen, wie die kleine Britti im Dauerlauf diesen Berg hochstiefelte, voller Pflichtbewusstsein und wahrscheinlich innerlich fluchend 😂
Vielen Dank, Britti, für deinen heldenhaften Bergeinsatz und deine weise Voraussicht am Hang ❤️
Und jetzt geht es weiter.
Weiter nach Olympia.
An einen Ort, der schon vor rund 3000 Jahren Geschichte geschrieben hat.
Und wenn du wissen willst, ob Britti dort wirklich den 100 Meter Lauf läuft… dann bleib dran 😄🏛️🔥
Und ich erzähle dir dann natürlich auch, das wir wieder einmal eine herzliche Bekanntschaft gemacht haben!Læs mere
Olympia. Oder, wie ich beinahe....?
10. maj, Grækenland ⋅ ☁️ 25 °C
Olympia. Oder, wie ich beinahe versehentlich die Wanderleistung meines letzten Jahrzehnts absolvierte 🏛️😅
Es gibt Orte, bei denen man schon beim Namen so tut, als wäre man innerlich völlig ruhig. Olympia zum Beispiel. Man nickt dann lässig, schaut bedeutungsvoll in die Ferne und sagt Dinge wie: „Ja, interessant, gucken wir uns mal an.“ In Wahrheit aber steht neben einem Britti, hüpft bereits vor dem Wohnmobil wie ein aufgezogener Flummi und sendet körperlich die eindeutige Botschaft: Heute wird Geschichte besichtigt. Und zwar komplett. 😄
Aber ganz von vorne.
Der Tag begann schon stark. Wir wollten nämlich nicht einfach geschniegelt über die große Brücke bei Patras fahren wie irgendwelche vernünftigen Menschen mit Zielorientierung. Nein. Wir wollten mit der Fähre übersetzen. Warum? Weil der Blick von unten auf diese gewaltige Brücke einfach großartig sein sollte. Und manchmal sind wir genau so. Wir nehmen nicht den direkten Weg, sondern den, bei dem man hinterher sagen kann: War zwar völlig unpraktisch, aber sah fantastisch aus. 🚐⛴️
Dann ging es weiter zum Campingplatz Diana, einem dieser Plätze, bei denen man schon nach kurzem Ankommen merkt, dass der Tag noch etwas vorhat. Und wir hatten ja ohnehin nur noch einen Gedanken im Kopf: Olympia. Dieses Stadion. Diese Geschichte. Dieser Ort, an dem vor fast 3000 Jahren schon Menschen auf die Idee kamen, dass Wettkampf, Ruhm und nackte Beine eine hervorragende Kombination sind.
Britti war entsprechend kaum zu bremsen. Kaum standen wir, war sie schon in dieser speziellen Vorfreude, die sie äußerlich durch Hopsen und innerlich vermutlich durch kompletten Kontrollverlust ausdrückt. Also los Richtung Olympia.
Nur erst mal ins Museum, hieß es. Überall hieß es Museum. Und dann zack, waren wir auch schon drin.
Ich sage es ehrlich, das hat uns beide kalt erwischt. Nicht im Sinne von „naja, ganz nett“, sondern eher so, dass man zwischen uralten Gefäßen, Figuren, Reliefs und jahrtausendealten Überresten plötzlich merkt, wie lächerlich jung man selbst eigentlich ist. Da standen und lagen Dinge aus 800 vor Christus und teilweise noch älter, und wir liefen da durch wie zwei Leute, die gedanklich noch nicht mal mit ihrer Handyvertragslaufzeit im Reinen sind. 😄
Einige Tonkrüge und Statuen jagten uns wirklich einen Schauer über den Rücken. Nicht weil sie gruselig waren, sondern weil sie so alt waren, dass einem kurz die Luft wegblieb. Diese Gegenstände hatten Jahrtausende überlebt. Reiche, Kriege, Wetter, Menschen, dumme Ideen, noch dümmere Ideen. Und jetzt standen wir davor mit bequemen Schuhen und einem leichten Drang nach Kaffee.
Der absolute Hammer war dann diese große Halle mit dem gewaltigen Giebel des Zeus-Tempels. Ich stand da, zeigte darauf und kam mir plötzlich sehr klein vor. Und das lag diesmal ausnahmsweise nicht nur an meiner Haltung. Diese Dimensionen. Diese Wucht. Diese Ruhe, die solche alten Steine ausstrahlen. Man steht davor und merkt, dass Geschichte gar nicht trocken ist. Sie ist körperlich. Sie steht vor dir und sagt: Du gehst auch wieder. Ich bleibe.
Kaum aus dem Museum raus, hatte mein Körper dann aber wieder eine sehr moderne Priorität: Kaffee. ☕
Kein Held der Antike hat je so zuverlässig nach einem Kaffee verlangt wie ich.
Britti grinste mich an und sagte:
„Guck mal hinter uns… die netten Leute aus Albanien!“
Und tatsächlich. Da saßen sie. Die beiden sympathischen Deutschen, die wir schon in Albanien kennengelernt hatten, jene seltene Sorte Mensch, bei der man sofort merkt, dass man sich gerne festquatscht. Also kurz Hallo gesagt, ein bisschen gefreut, und ehe wir uns versahen, waren wir zu viert unterwegs. So schnell geht das auf Reisen. Erst stehst du allein vor den Resten einer Hochkultur, fünf Minuten später läufst du gemeinsam mit neuen Bekannten durch die Wiege der Olympischen Spiele.
Mit Anja und Henning wurde aus Besichtigen plötzlich etwas viel Schöneres. Kein stilles Abarbeiten von Sehenswürdigkeiten, sondern gemeinsames Staunen, Reden, Fragen, Lachen, Wiederentdecken. Wir zogen zusammen durch die Ausgrabungsstätte, schauten uns die Tempelreste an, die Hallen, die Wege, die Plätze, an denen früher gejubelt, geehrt und wahrscheinlich auch ganz ordentlich geprahlt wurde.
Und dann standen wir an dem Ort, an dem heute das olympische Feuer entzündet wird.
Britti stellte sich genau auf diesen Punkt.
Sie drehte leicht den Kopf, blinzelte mir zu, und in diesem Blick lag so viel, dass ich für einen Moment gar nichts Witziges mehr dachte. Ich wusste sofort, das hier war für sie nicht einfach nur irgendein Ort auf unserer Route. Das war ein kleiner, stiller Traum. Einer von diesen Momenten, die sich im Vorfeld kaum beschreiben lassen und die dann, wenn sie endlich da sind, plötzlich ganz leicht wirken und gleichzeitig ganz groß.
Natürlich hielt dieser tiefgründige Moment nicht ewig an. Denn dann kam das Stadion.
Und dort wurde es ernst. Oder besser gesagt: sportlich. 😄
Britti ließ sich die Chance natürlich nicht entgehen. Wenn man schon einmal in Olympia steht, dann läuft man auch die 100 Meter. Punkt. Vermutlich hätte sie sich notfalls auch selbst eine Startfanfare gesummt. Also stellte sie sich an die Startlinie, voller Ehrgeiz, voller Freude, voller Britti-Energie, und ich sah ihr an, dass sie in diesem Moment nicht nur irgendeinen kleinen Spaß machte. Nein. Sie war komplett drin. Das innere Kind, der Sportsgeist und die Abenteuerlust hatten kollektiv die Kontrolle übernommen.
Und ja, sie hat es geschafft.
Den 100-Meter-Lauf von Olympia.
Mit Haltung, mit Tempo und mit dem Blick einer Frau, die ganz genau weiß, dass das Publikum, also ich, gefälligst beeindruckt zu sein hat. Und das war ich auch. Sehr sogar. ❤️
Fast noch unglaublicher war aber etwas anderes.
Ich habe an diesem Tag fast fünf Stunden Olympia zu Fuß durchgehalten.
Museum, Ausgrabungsstätte, Wege, Stadion, noch mehr Wege, noch mehr gucken, noch mehr stehen, noch mehr laufen. Für andere Menschen ist das ein ganz normaler Nachmittag. Für mich war das eine Mischung aus Pilgerreise, Heldentat und orthopädischer Grenzerfahrung. Wenn ich ehrlich bin, war das wahrscheinlich die größte Wanderleistung meiner letzten zehn Jahre. Ich hätte am Ende problemlos eine Medaille verdient gehabt, gerne in Gold, notfalls auch in der Kategorie „hat erstaunlich wenig gejammert“. 😄
Was diesen Tag aber wirklich besonders machte, war nicht nur Olympia selbst. Es war dieses schöne, unerwartete Gefühl, dass sich Menschen manchmal genau dann wieder in dein Leben schieben, wenn es gerade passt. Aus der Bekanntschaft aus Albanien wurden plötzlich Anja und Henning aus Wiesbaden. Aus einem netten Wiedersehen wurde ein gemeinsamer Tag. Und aus einem gemeinsamen Tag, das spürten wir alle irgendwie, könnte noch mehr werden.
Denn da ist noch eine Geschichte, die erst anfängt.
Eine Geschichte über Natur. Über einen Sonnenuntergang. Und über das, was Britti und Anja gemeinsam haben. Ich sage nur so viel: Das war noch längst nicht das Ende, sondern eher der Anfang von etwas sehr Schönem.
Am Abend saßen wir dann da, müde, staubig, glücklich, innerlich noch halb im Stadion, halb im Zeus-Tempel und halb bei diesem absurden Gedanken, dass wir heute durch 3000 Jahre Geschichte gelaufen waren, uns neue Freunde angelacht hatten und Britti in Olympia tatsächlich die 100 Meter gerannt war.
Nicht schlecht für einen einzigen Tag.
Und während die Sonne langsam tiefer sank, dachte ich nur: Genau deshalb reist man. Nicht nur wegen der Orte. Sondern wegen dieser verrückten Mischung aus Staunen, Schmerzen in den Beinen, ehrlichem Lachen und Menschen, die plötzlich auftauchen und sich anfühlen, als wären sie schon länger Teil der Geschichte.
Bleib dran. Die nächste Geschichte wartet schon. Und ich verspreche dir, sie hat Natur, Sonnenuntergang, neue Freundschaft und ziemlich sicher wieder Britti in Hochform.Læs mere

Dietmar KammererOlympia einfach sensationell. Was mir in Erinnerung bleibt, um den Eintritt als Rentner zu bekommen musste ich der Dame den Ausweis zeigen 🤪😄

Rejsende
Weltrekord wird das nicht aber bestimmt 3 mal schneller wie du .wünsche euch eine tolle Zeit
Elia Messina… und plötzlich standen...!!
13.–15. maj, Grækenland ⋅ ☀️ 18 °C
Elia Messina… und plötzlich standen wir frei, zwischen Wald, Meer und einem kleinen bisschen Herzklopfen 🌲🚐🌊
Es gibt auf Reisen diese Momente, in denen man kurz so tut, als wäre man völlig entspannt, obwohl innerlich alles ruft: Ob das hier wirklich eine gute Idee ist, sehen wir vermutlich in den nächsten zehn Minuten. Genau so fing Elia Messina an. 😄
Denn jetzt ging es los.
Das erste Mal freistehen.
Nicht Campingplatz. Nicht Rezeption. Nicht Schranke, kein Parzellenschild, kein geschniegelt aufgereihter Nachbar mit Satellitenschüssel und Gartenzwerg. Nein. Einfach wir, der Silberpfeil und die große Frage: Wie macht man das eigentlich… freistehen?
Und da kamen Anja und Henning ins Spiel.
Diese beiden hatten wir ja kennengelernt und sie sagten irgendwann ganz locker, als wäre das das Natürlichste der Welt:
„Mensch, wir verstehen uns doch so toll, auf geht’s nach Elia Messina zum Freistehen mit dem Wohnmobil.“
Gesagt, getan.
Und plötzlich standen wir in einem kleinen, ziemlich interessanten Wäldchen, irgendwo zwischen Abenteuer, Neugier und der leisen Ahnung, dass Britti jeden Moment fragen würde, ob das hier wirklich alles legal, erlaubt, richtig, vernünftig und kosmisch abgesegnet sei. 😄
Und genau so war es auch.
Britti war völlig zwiegespalten.
Einerseits Abenteuerlust. Andererseits diese innere Stimme, die bei ihr manchmal aussieht wie ein skeptischer Blick und ungefähr sagt:
„Also wenn hier gleich jemand pfeift oder hupt, fahren wir sofort wieder weg.“
Aber dann passierte etwas sehr Beruhigendes.
Wir sahen… andere Camper.
Viele Camper sogar.
Und plötzlich wurde aus „Oh Gott, was machen wir hier?“ eher ein:
„Ach guck, die machen das ja auch alle.“ 😂
Und damit war die Sache praktisch genehmigt.
Es war richtig schön dort.
Kein großes Tamtam, kein Luxus, aber genau dieses Gefühl von Freiheit, das man nicht buchen kann. Bäume, Luft, Meer in der Nähe, Menschen, die alle irgendwie denselben leicht verrückten Entschluss gefasst hatten, heute einfach mal nicht geschniegelt auf einem offiziellen Platz zu stehen.
Natürlich sind wir dann auch direkt an den Strand gelaufen.
Und dann wurde es sportlich. Oder besser gesagt… nass.
Drei von uns sprangen ins Wasser.
Warum nur drei?
Na, weil Kai natürlich wieder nicht. 😄
Ich weiß, ich weiß. Irgendwann wird man vielleicht Bücher über meine komplizierte Beziehung zu Wasser schreiben. Titel etwa: „Zu gefährlich, zu nass, zu schwimmend.“ Aber ich blieb meiner Linie treu. Wasser war nicht mein Element. Ich saß vorne im Sand und tat das, was ein echter Baywatcher eben tun würde. Ich beobachtete alles sehr konzentriert und stellte sicher, dass keiner absoff. Also praktisch Heldentum in Sitzhaltung. 🏖️😎
Die anderen planschten, lachten, hatten Spaß, und ich saß da und dachte:
Eigentlich ist das hier schon ziemlich perfekt.
Nicht weil alles spektakulär war. Sondern weil es sich so leicht anfühlte. So ungezwungen. So, als hätte der Tag selbst beschlossen, heute einfach nett zu uns zu sein.
Am Abend wurde es dann noch schöner.
Wir gingen an die Strandbar, setzten uns, schauten aufs Meer und sahen zu, wie die Sonne langsam unterging. Und wenn ich „langsam“ sage, dann meine ich dieses gute, volle Langsam. Dieses Abendlicht, das nichts will außer bleiben. Diese paar Minuten, in denen plötzlich alle stiller werden, weil niemand den Moment kaputtreden will. 🌅❤️
Wir haben wirklich jede Sekunde davon genossen.
Dazu ein bisschen Wein.
Dazu das Meer.
Dazu dieses Gefühl, dass man gerade genau am richtigen Ort sitzt.
Und dann wurde es einfach ein ganz toller Abend.
So viel gelacht hatten wir wirklich lange nicht mehr.
Nicht dieses höfliche Lachen, das man produziert, wenn jemand eine harmlose Geschichte erzählt. Nein. Dieses richtige Lachen. Das aus dem Bauch. Das, bei dem du merkst, wie gut es tut, gerade mit genau diesen Menschen genau hier zu sein. 🍷😄
Und dann, irgendwann mit einem Glas Wein in der Hand, passierte einer dieser völlig typischen Abende-Momente, die tagsüber nie entstehen würden.
Plötzlich stellte sich heraus, dass Anja und Britti beide Sternzeichen Krebs sind.
Jetzt kann man darüber denken, was man will.
Aber die beiden schauten sich an, grinsten, lachten… und uns anderen wurde langsam einiges klar. 😂
Diese Gemeinsamkeiten. Diese ähnliche Art. Dieses sofortige Verstehen an manchen Stellen. Es war auf einmal fast lustiger, als es hätte sein dürfen.
Und ich sage mal so:
Alle, die selbst Krebs sind und das hier lesen, die wissen wahrscheinlich sofort ziemlich genau, wovon ich rede.
Da muss man gar nicht viel erklären. Da reicht oft schon ein Blick.
Am Ende wurden aus einem ersten Freisteh-Abenteuer gleich zwei richtig schöne Tage. Zwei Tage voller Meer, Lachen, Sonnenuntergang, Gesprächen und diesem seltenen Gefühl, dass man Menschen getroffen hat, mit denen es einfach läuft. Ohne Anstrengung. Ohne Theater. Einfach gut.
Es war wirklich eine reine Gaudi.
Und gleichzeitig auch mehr als das.
Denn manchmal merkst du auf Reisen ganz plötzlich, dass nicht nur Orte hängen bleiben, sondern Menschen. Dass ein Strand schön sein kann, ein Sonnenuntergang auch, aber dass es die Gesellschaft ist, die aus einem schönen Abend einen unvergesslichen macht.
Und weil wir uns mit Anja und Henning immer besser verstanden, ging es für uns vier neuen Freunde danach direkt weiter.
Auf zum nächsten Campingplatz.
Diesmal noch dichter ans Meer.
Und was ich dort als neue Hauptspeise gegessen habe…
darauf kommst du im Leben nicht.
Ich verrate nur so viel:
Es war Fisch. Und es war verdammt lecker. 😄🐟
Also bleib dran.
In der nächsten Geschichte klären wir dann vielleicht auch die wichtigste Frage von allen: Werden wir Macron treffen… oder wenigstens wieder irgendwo falsch abbiegen?Læs mere

Rejsende
Genialer Platz….was ich so sehen kann😉genau für dieses Freistehen haben wir unseren Hymiiii „aufgerüstet“😉😃wünsche euch weiter schöne Freistehen-Spots👍👍👍

Dietmar KammererIn Griechenland sind wir meistens frei gestanden. Es wird wieder geduldet. Ein tolles Land
Abschied von neu....! Oh nein...!
15.–18. maj, Grækenland ⋅ ⛅ 21 °C
Abschied von neu gewonnenen Freunden in Pylos ❤️🌊😄
Oder wie aus ein paar Tagen plötzlich etwas wurde, das man am liebsten noch ein bisschen festhalten würde
Manchmal triffst du auf Reisen Menschen, bei denen du schon nach kurzer Zeit denkst:
Also ganz ehrlich… jetzt schon wieder tschüss sagen, das ist eigentlich eine Frechheit. 😄
Genau so war es mit Anja und Henning.
Nach unserem ersten gemeinsamen Freistehen war ziemlich schnell klar, dass das noch nicht das Ende sein konnte. Dafür hatten wir zu viel gelacht, zu schön zusammen gesessen, zu gut miteinander gepasst und einfach zu viel Spaß gehabt. Also wurde nicht lange gefackelt. Gemeinsam ging es weiter nach Pylos 🇬🇷✨
Und Pylos… meine Güte… was für ein kleines Schmuckstück das wieder war.
So eine Stadt, bei der du sofort merkst: Hier kann man nicht nur essen, hier kann man richtig schlemmen 😄🍷🐟
Mehr Griechenland geht fast gar nicht.
Vorher wollten Anja und Henning aber noch in die Berge, noch eine Ausgrabungsstätte durchstapfen, noch ein bisschen Geschichte einsammeln. Kai und Britti übernahmen deshalb schon mal die Vorhut und rollten vor zum Campingplatz nach Pylos. Ganz entspannt. Ganz professionell. Also zumindest so professionell, wie man eben aussieht, wenn man mit einem großen Silberpfeil nach Meerblick sucht 😂🚐
Und wir standen herrlich.
Fast direkt am Wasser.
So nah, dass das Meer eigentlich schon fast mit im Vorgarten saß 🌊💙
Abends kamen dann auch die beiden nach, und dann begann das, was sich sehr schnell zu einer wunderbaren Gewohnheit entwickelte:
Gemeinsam essen gehen am Hafen.
Und was für ein Hafen das war.
Schöne Restaurants, warmes Licht, Boote im Wasser, Menschen beim Flanieren, überall dieses entspannte griechische Abendgefühl, bei dem du automatisch langsamer wirst, auch wenn du gar keinen Grund dazu hast. 🇬🇷✨
Und dann… direkt am ersten Abend…
hörten wir plötzlich draußen Stimmen rufen:
„Dolphins! Dolphins!“ 🐬😳
Britti sprang natürlich sofort hoch, riss das alte Fernglas ihres Vaters an sich, als ginge es um einen militärischen Einsatz, und spähte aufs Wasser. Und tatsächlich… etwas weiter draußen konnte man sie sehen. Delfine.
Nicht direkt vor der Nase, aber nah genug, dass dieses ganz besondere Gefühl sofort da war. Dieses kindliche Staunen. Dieses breite Grinsen. Dieses „Das gibt’s doch jetzt nicht!“
Britti war komplett happy ❤️🐬
Und ehrlich, ich war’s auch.
Am nächsten Nachmittag ging es dann mit Fahrrad und Roller Richtung Stadt.
Und jetzt kam wieder unsere absolut bewährte Reiseaufteilung 😄
Während Kai heldenhaft bei Roller und Fahrrädern die Wache übernahm, zogen Anja, Britti und Henning los und erkundeten Pylos. Hoch, runter, durch kleine Straßen, vorbei an hübschen Ecken, mit Blicken aufs Wasser und wahrscheinlich wieder mit mindestens 37 kleinen Zwischenstopps, weil Britti ja bekanntlich nicht einfach nur geht, sondern Orte im Galopp erlebt 😂
Zurück kamen sie jedenfalls komplett begeistert.
Von dieser kleinen süßen Hafenstadt.
Von den Gassen.
Von der Stimmung.
Von allem.
Und natürlich wurde auch noch eine Bäckerei geplündert 😄🥐
Es gab tolle Kekse, dazu Kaffee, dazu gute Laune, dazu wieder dieses ehrliche Gelächter, das unterwegs so viel wert ist.
Dann ging’s langsam zurück zum Campingplatz.
Und Henning zeigte unterwegs mal eben, was er auf dem Fahrrad draufhat 🚴🔥
Der Mann schoss vor unserem Roller her, als hätte er irgendwo heimlich einen Motor eingebaut. Wirklich beeindruckend. Ich war kurz unsicher, ob wir ihn gleich in Athen wieder einsammeln müssen 😂
Kaum am Campingplatz angekommen, stellte sich schon wieder die wichtigste Frage des Abends:
Gehen wir noch mal essen?
Natürlich gingen wir noch mal essen.
Was denn sonst? 😄
Also wieder runter in die Taverne am Hafen.
Und inzwischen wussten wir schon: Hier werden wir nicht nur einmal sitzen. Dafür war es einfach viel zu schön. Die Luft wurde weicher, das Licht goldener, die Stimmung besser. Und genau da passierte für mich kulinarisch etwas, das ich so nicht hatte kommen sehen.
Kai bekam eine Empfehlung.
Gegrillte Sardellen. 🐟
Jetzt kann man bei Sardellen erstmal skeptisch gucken. Muss man aber nicht. Denn was da auf dem Teller lag, war schlicht ein Gedicht. Kai war völlig begeistert. Britti grinste schon, weil sie wieder genau sah, dass hier gerade ein neues Lieblingsessen geboren wurde 😂❤️
Und als wäre gutes Essen, Hafenblick und neue Freunde nicht schon genug, spielte sich in der Bucht auch noch ein halber Politthriller ab.
Denn ja…
Macron war auch irgendwo da. 🇫🇷😄
Große Sitzung, überall Polizei, Marineboote, Spannung in der Luft. Es war wirklich spannend zu beobachten. Da sitzt du mit Sardellen und Wein, während ein paar Meter weiter alles aussieht, als würde gleich ein Staatsbesuch mit Oscar-Verleihung zusammengelegt.
Der nette Macron selbst ließ sich allerdings nicht blicken. Wahrscheinlich war ihm klar, dass er gegen unsere Taverne eh keine Chance hatte 😂
Also aßen wir gemütlich weiter, während langsam die Lichter der Stadt angingen ✨
Der Hafen wurde immer schöner, das Wasser dunkler, der Abend tiefer.
Ein Traum. Wirklich.
Britti kaufte noch ein schönes Armband für ihre neue Freundin Anja ❤️
Und genau in solchen kleinen Momenten merkt man oft am meisten, wie schnell Menschen einem ans Herz wachsen können.
Und jetzt kommt noch etwas, worauf ihr mal achten müsst 👀😄
Vielleicht findet ihr ja das Foto, auf dem zwei Freundinnen, beide Sternzeichen Krebs 🦀🦀, am Strand auf zwei Stühlen sitzen. Zwei ganz friedlich. Zwei ganz harmlos. Zwei ganz unschuldig im Plausch versunken.
Und dann… ja dann ist mit einmal irgendetwas mit den beiden passiert 😂
Vielleicht seht ihr es auf dem Bild. Vielleicht auch nicht.
Schreibt mal in die Kommentare, was ihr da entdeckt habt!
Ich sag nur so viel: Wenn zwei Krebs-Damen erstmal gemütlich sitzen, plaudern und sich blendend verstehen, dann kann das schnell sehr unterhaltsam werden 😄🍷🦀
Die Stunden vergingen dort wie im Flug.
Die Tage leider auch.
Wir haben zusammen die Ochsenaugenbucht besichtigt, zusammen Kaffee getrunken, zusammen gegessen, gelacht, erzählt und dieses kleine Stück Griechenland so genossen, als hätte es genau auf uns gewartet. Und wenn ihr euch die Bilder genau anschaut, dann entdeckt ihr auch irgendwo noch einen Piraten. Den Depp mit der vergessenen Cap 🏴☠️😂
Ja, ich war’s wahrscheinlich.
Und dann kam leider der Moment, den man auf Reisen nie mag.
Der Abschied.
Am nächsten Morgen trennten sich unsere Wege.
Für uns ging es weiter Richtung Athen, für die beiden in ihre Richtung.
Und trotzdem fühlte es sich nicht nach einem wirklichen Ende an. Eher wie ein:
Wir fahren erstmal nur kurz woanders hin.
Denn genau so ist das doch mit Menschen, die einem unterwegs wirklich begegnen. Die verschwinden nicht einfach wieder. Die fahren nur erstmal aus dem Bild. Aus der Geschichte nicht ❤️
Also an dieser Stelle noch mal von Herzen:
Anja und Henning, danke für diese herrlich schönen Tage. Es war uns eine riesige Freude 😄❤️
Und für euch gilt:
Bleibt dran.
Denn die Reise geht weiter.
Richtung Athen.
Und wenn diese Tour bisher eins bewiesen hat, dann das hier:
Abenteuer lassen sich nicht planen. Sie sitzen plötzlich mit dir am Tisch, trinken Wein, schauen Delfine an und essen später gegrillte Sardellen mit Hafenblick 😄🌊🍷Læs mere

RejsendeWenn ich so eure Bilder sehe und Berichte lese, freue ich mich auf die Zeit, wenn wir denn auch mal länger unterwegs sein können….denn Griechenland steht weit oben auf der Wunschliste 😉😉😌👍Viel spaß euch weiterhin ☺️

WeTravelYouJoinHallo vielen Dank für die netten Worte und wir hoffen auch dass wir noch eine schöne Zeit haben wir sind jetzt schon zweieinhalb Monate unterwegs und schauen uns Griechenland ganz langsam an
Oh Gott, das Wohnmobil voller Schaum!
18.–19. maj, Grækenland ⋅ ☀️ 22 °C
Gythio, der Süden der Peloponnes 🇬🇷☀️🌊
Und manchmal merkst du an einem einzigen Tag wieder, warum dieses Leben auf Rädern so verdammt schön ist.
Nach dem Abschied von unseren neu gewonnenen Freunden ging es für uns weiter Richtung Süden. Tiefer hinein in die Peloponnes. Richtung Gythio. Und wie das auf Reisen eben so ist, fährst du los mit einer groben Idee, ein bisschen Hoffnung und der sehr menschlichen Sehnsucht nach einem Platz, an dem du einfach mal kurz deine Ruhe hast 😄🚐
Aber nicht bevor die kleine Britti das ganze Wohnmobil mit Schaum versehen hat! Schau dir dringend dazu dieses tolle Video an, in den Bildern.
Gesagt, getan.
Teilweise über mautpflichtige Straßen, ein bisschen rollen, ein bisschen gucken, ein bisschen warten, bis der Süden endlich wirklich nach Süden aussieht… und dann kamen wir an.
Und jetzt kommt Punkt eins:
Der erste Campingplatz hat uns überhaupt nicht gepasst.
Dabei hatte er sich bei Park4Night noch so schön gelesen. Fast schon zu schön. So schön, dass man unterwegs denkt: Na also, das wird heute einfach. Ja… denkste. Wir fuhren über den Platz, alles war ziemlich voll, ganz am Ende fanden wir tatsächlich noch einen freien Platz, ich parkte schon ein, alles sah für zwei Sekunden ganz ordentlich aus… und dann fiel unser Blick nach nebenan.
Sechs Kinder. Im Wohnmobil.
Am Spielen.
Mit Energie für ungefähr drei Kleinstädte zusammen 😂
Und in genau diesem Moment wussten wir beide wortlos:
Nein. Das tun wir uns jetzt nicht an.
Nicht weil Kinder schlimm wären. Um Himmels willen. Aber wir wollten einfach mal ein, zwei Tage Ruhe. Kein Dauergequietsche, kein Bällechaos, kein Gefühl von Familienfreizeitpark neben dem Silberpfeil. Also wieder raus da. Und dann fuhren wir diesen gesamten Campingplatz wieder zurück. Gefühlt 500 bis 600 Meter durch Olivenbäume, gefühlt in Schrittgeschwindigkeit, gefühlt innerlich schon wieder kurz vor „Na toll, und jetzt?“ 😄
Und dann sagte Britti diesen berühmten Satz, aus dem oft entweder großes Glück oder kompletter Unsinn entsteht:
„Komm, wir nehmen wenigstens noch den nächsten Campingplatz und schauen uns den an.“
Gesagt, getan.
Und was soll ich sagen…
Der war eine Wucht.
Schon die Zufahrt hatte was. Eine lange Straße runter Richtung Meer, und allein das fühlte sich schon an, als würde jetzt gleich etwas Gutes kommen. Und dann kam sie auch schon, die Campingchefin. Eine ganz tolle, herzliche Frau, sprach deutsch, schaute unseren Silberpfeil an und sagte als Erstes:
„Wow… ist das neu?“ 😄
Und ich hätte am liebsten direkt gesagt:
Nein, nein, das ist nicht neu.
Das ist Britti-gewaschen.
Handmade.
Mit Schaum.
Mit sehr viel Schaum.
Mit vermutlich mehr Schaum, als jemals ein Wohnmobil in seinem ganzen Leben gesehen hat 😂🧽
Wer also auf den Bildern Britti entdeckt, wie sie unseren Silberpfeil einschäumt, als wolle sie ihn für die Oscarverleihung vorbereiten, der weiß: So sieht echte Hingabe aus.
Dann kam Punkt zwei:
Wo haben wir richtig schön Mittag gegessen?
In einem kleinen, süßen Hafenörtchen, so griechisch, dass es fast schon wirkte, als hätte jemand extra ein Bilderbuch aufgeklappt. Wir hatten plötzlich Lust auf Mittagessen, aber nicht irgendwie. Sondern so, wie man es sich in Griechenland wünscht. In einer echten Taverne. Direkt am Hafen. Mit Blick aufs Wasser. Mit diesem Licht. Mit diesen netten Menschen. Mit dieser Ruhe, die einem sofort durch den Körper geht. 🍽️⚓❤️
Wir saßen da, grinsten uns wie so oft an und wussten beide wieder ganz genau:
Ja. Das ist es.
Das ist genau dieses Leben, das wir lieben.
Mit dem Roller los. Irgendwo einkehren. Nicht geschniegelt, nicht geplant bis ins Letzte, sondern einfach eintauchen.
Und genau das tun wir mit dem Roller ja ständig. Wir fahren nicht nur von A nach B. Wir fahren im Zickzack durch Orte, durch Gassen, durch kleine Straßen, immer dahin, wo es interessant aussieht. Einfach rein ins griechische Leben. Rein in diese freundliche, ruhige, manchmal leicht mystische Art, die die Menschen dort ausstrahlen. Und ganz ehrlich, lieber Leser, genau das wünsche ich dir auch. Nicht nur Griechenland sehen. Sondern eintauchen.
Dann kam Punkt drei:
Kai hat seinen Lieblingsfisch wiedergefunden. 🐟😄
Und das war fast schon ein kleiner Glücksmoment. Denn es gibt auf Reisen ja diese Gerichte, bei denen du schon beim ersten Bissen weißt: Da bist du wieder. Da ist es wieder, dieses Essen, das sofort ein gutes Gefühl macht. Und genau so war das. Kai glücklich, Britti grinsend daneben, Meerblick dazu… mehr braucht es manchmal wirklich nicht.
Später, leicht außer Atem vom vielen Rollerfahren, haben wir uns dann wieder direkt am Hafen auf einen Kaffee gesetzt. Ich habe Britti dabei ein paar Fotos gemacht, weil sie in diesem Sonnenlicht einfach wunderschön aussah. So ein Licht, das nichts übertreibt und trotzdem alles besser macht ☕📸☀️
Und in solchen Momenten denke ich es jedes Mal wieder:
Permanentreisen macht glücklich.
Nicht auf diese laute, künstliche Art. Sondern still. Echt. Tief drin.
Und jetzt geht es weiter.
Auf zum Kanal von Korinth.
Und ich kann dir jetzt schon sagen:
Was wir dort für einen Campingplatz erwischt haben…
das ist schon wieder fast ein Witz 😄
Bleib dran. Die nächste Geschichte wartet schon.Læs mere

RejsendeMagst du uns denn auch den Namen dieses Campingplatzes verraten? Grüße aus Santander 🙋♀️🙋♂️

WeTravelYouJoin( Greece 232 00 ) Camping Meltemi... ganz toll unter Olivenbäumen haben wir geparkt.
Kanal von Korinth… tief und...?
20.–22. maj, Grækenland ⋅ ☀️ 23 °C
Kanal von Korinth… tief, blau und nichts für deutsche Statiker 😄🌊🏗️
Vorweg gesagt: Der Stellplatz dazu… der hat uns überhaupt nicht gefallen 😂
Ich nenne jetzt keinen Namen, wir wollen ja niemanden ans Bein pinkeln, aber schön war anders. Als wir ankamen, war sofort klar: Das wird keine große Liebe. Nicht gemäht, alles etwas wild, Gras irgendwo bei 30 Zentimetern, und insgesamt so ein Zustand von „ja gut… kann man machen, muss man aber wirklich nicht“. Wir sind da einfach ein bisschen anders gestrickt. Es muss nicht geschniegelt sein, aber ein bisschen so aussehen, als hätte mal jemand freundlich hingeguckt, wäre schon schön gewesen 😄
Also war schnell klar:
Auf zum Kanal.
Dafür waren wir schließlich hier.
Und jetzt kommt der Teil, bei dem jeder Verkehrserzieher wahrscheinlich kurz Schnappatmung bekommt. Wir sind nämlich mit dem Roller erstmal direkt auf die Autobahn gefahren. Jawohl. Schön rechte Spur, 70 bis 80 km/h, geschniegelt nach vorne, bis kurz vor den Kanal 🛵💨😂
Dann sind wir abgebogen und erstmal in einem sehr neumodischen Café gelandet. So geschniegelt modern, dass man beim Reingehen fast automatisch denkt, man müsse irgendwas auf Englisch bestellen. Aber wir haben nur kurz Luft geholt, den Roller geparkt und dann ging es direkt weiter.
Zum Kanal.
Und nein, wir sind nicht einfach nur hingelaufen.
Wir sind da hingewetzt. Fast schon gerannt. Nicht aus Panik… aus Vorfreude 😄
Dann standen wir da.
Mitten auf der Brücke.
Und ehrlich… dieser Kanal ist schon ein Ding.
So tief. So blau. So unwirklich.
Du stehst da oben, schaust runter und denkst erstmal: Das kann doch nicht echt sein. Dieses Wasser leuchtet unten, als hätte jemand mit Absicht die Farbe übertrieben. 🌊💙
Hinter uns brachte sich schon der erste Reisebus in Stellung, die üblichen Verdächtigen mit Kamera, Sonnenhut und diesem Blick von „So, jetzt gucken wir uns mal Griechenland an“. Wir standen in der Mitte der Brücke, machten tolle Fotos und ich, als Zimmermeister, hatte natürlich sofort nicht nur das Wasser, sondern auch die Böschung im Blick 😄
Und da wurde es für mich fachlich spannend.
Ich sag’s mal so:
In Deutschland wäre hier sofort Alarm.
Nach meinem groben Gefühl müsste so eine Böschung bei uns eher 45 Grad haben. Hier? Das ging gefühlt mit 80 Grad runter. Da würde bei uns jeder Statiker erstmal tief Luft holen, drei Absperrungen bestellen und wahrscheinlich das Ganze direkt in irgendeine Gefährdungsklasse einordnen, bei der keiner mehr auch nur in Sichtweite dürfte 😂
Selbst wenn da viel Fels drin ist, würden in Deutschland vermutlich erstmal Schilder, Baken, Flatterband und fünf Zuständigkeiten auftauchen.
Aber hier?
Da stehst du einfach.
Guckst runter.
Und hoffst, dass du nicht zu lange drüber nachdenkst 😅
Danach sind wir noch ein bisschen weitergefahren, kamen durch ein Hafengebiet, das auf dem Papier wahrscheinlich toll klang, uns aber optisch nicht so richtig abholte. Das war für uns jetzt kein großer Wurf. Eher so ein Ort, an dem man durchfährt und denkt: Ja, gut, gesehen, weiter.
Dann schauten wir uns noch die berühmte Brücke von Korinth an, die ins Wasser abgesenkt werden kann. Und das wiederum war wirklich spannend. So ein technisches Ding, bei dem man sofort stehenbleibt und denkt:
Okay, das ist schon cool.
Mit der Honda sind wir sogar drüber weggefahren und fanden das ziemlich spektakulär 🛵⚙️
Danach ging es zurück, wieder durchs Hafengebiet, wieder zum Silberpfeil. Und ganz ehrlich: Für den Kanal selbst hätte auch ein kurzer Stopp gereicht. Beeindruckend ist er trotzdem. Sehr sogar.
Auf dem Rückweg durch die Stadt Korinth wurde es dann allerdings noch mal ganz anders. Da haben wir ehrlich gesagt nichts wirklich Bedeutsames gesehen, eher viel Elend, kaputte Gebäude, kaputte Brücken, Stellen, bei denen man schon beim Hinschauen kurz zusammenzuckt. Und ja, auch das gehört zu Griechenland. Nicht nur die schönen Buchten, das blaue Wasser und die süßen Tavernen. Sondern auch diese Ecken, die einen erschrecken.
Und ich sage euch ganz offen:
Wenn du manche dieser Bauwerke siehst, dann denkst du sofort, unsere Statiker in Deutschland würden wahrscheinlich erstmal das halbe Hinterland sperren. Aus purer Vorsicht. Wegen Einsturzgefahr, Verdacht auf irgendwas, oder einfach nur, weil sie nachts wieder ruhig schlafen wollen 😄
Aber genau das gehört eben auch dazu. Reisen heißt nicht nur anschauen, was schön ist. Sondern auch sehen, was ist.
Und jetzt wird’s wieder schöner.
Viel schöner sogar.
Auf zur Akropolis.
Und ich verspreche dir, da gibt’s wieder deutlich mehr zum Staunen als zum Kopfschütteln 🏛️✨Læs mere

Dietmar KammererGut beschrieben das mit den Statikern. Je mehr man in solchen Gegenden unterwegs ist, merkt man wie kompliziert bei uns doch alles ist. Über die absenkbare Brücke sind wir schon 2 mal mit dem Womo gefahren 😊

RejsendeSeltsamerweise halten die Gebäude Brücken und Kanäle seit hunderten von Jahren ohne Statiker, und bei uns sind Bauwerke trotz Statiker nach 50 Jahren kaputt oder müssen saniert werden. Da schwöre ich doch lieber auf die Alten Griechen😁
Teil 1. Akropolis 🛵🏛️☕
22. maj, Grækenland ⋅ ☁️ 27 °C
Der Tag vor der Akropolis 🛵🏛️☕
Oder wie wir in Athen erstmal alles Mögliche schafften… nur nicht die Akropolis 😄
Bevor wir uns überhaupt an die Akropolis heranwagen konnten, musste natürlich erstmal ein Plan her. Und wie das heute eben so ist, sollte ChatGPT uns eine Skizze machen, was wir uns in Athen in welcher Reihenfolge am besten anschauen. Das Ergebnis siehst du ja auf den Bildern. Ich hatte den Prompt geliefert, ChatGPT durfte schuften, und wir hatten plötzlich so etwas wie Struktur. Ein Zustand, der bei uns auf Reisen ja eher selten länger als acht Minuten hält 😂
Aber bevor das große Kulturprogramm starten konnte, mussten wir erstmal das schaffen, woran schon so manche Städtereise scheitert:
einen Campingplatz in Athen finden.
Und wir haben tatsächlich einen gefunden.
Mitten in Athen.
Einen richtig tollen sogar. 🚐✨
Schon bei der Ankunft wurde klar, dass dort jemand das Sagen hatte. Eine korpulente, freundliche Dame, die sich um alles kümmerte, wirklich um alles. Selbst das Einweisen lief bei ihr wie eine Mischung aus Hafenmeisterin, Fluglotsin und Feldwebel mit Herz. Funkgerät in der Hand, Blick voller Autorität, und Britti wurde direkt klar signalisiert, dass hier bitte nur eine Person einweist. Nämlich sie 😄
Britti stand da, staunte, ich grinste sie an, und ganz ehrlich, die Frau hat das fantastisch gemacht.
Aber darum soll es jetzt gar nicht hauptsächlich gehen.
Denn dann hieß es:
Honda raus, Helm auf, rein nach Athen. 🛵
Und ich sage es direkt, wie es ist:
Athen ist außerhalb der großen Sehenswürdigkeiten schon ziemlich schmutzig.
Nicht charmant-chaotisch. Nicht süß-verlebt. Sondern stellenweise einfach mollig, laut, wild und ziemlich ungefiltert. Da wir mit dem Roller natürlich wieder in die kleinsten Gassen rein sind, konnten wir das sehr genau sehen. Wenn man nur geschniegelt im Touribus an den Highlights vorbeifährt, sieht man sowas ja nicht. Aber wir tauchen eben rein. Immer. Und dann siehst du eine Stadt eben nicht geschniegelt, sondern echt.
Nur… auch darum soll es nicht im Kern gehen.
Denn natürlich ging es uns um das, was vor Hunderten und Tausenden von Jahren dort gebaut wurde. Um diese Wucht der Geschichte, die mitten in dieser chaotischen Gegenwart herumsteht, als wolle sie sagen:
Ja, ihr hupt da unten schön rum. Ich steh trotzdem noch.
Der erste große Programmpunkt war die Wachablösung.
Und ich sage es mal vorsichtig:
Jeder, der diese Zeremonie zum ersten Mal sieht, muss innerlich mindestens einmal schmunzeln 😄
Ich weiß gar nicht genau, warum das so ist. Vielleicht, weil es so feierlich ist. Vielleicht, weil es so präzise ist. Vielleicht auch, weil es in dieser modernen, hupenden, staubigen Stadt plötzlich wirkt wie ein Fremdkörper aus einer ganz anderen Welt. Aber gleichzeitig ist es eben Tradition. Und Hunderte Menschen stehen dort zu jeder vollen Stunde und schauen sich genau diese Zeremonie an. So auch wir.
Nur hatten wir es natürlich erstmal nicht genau zur vollen Stunde geschafft. Wäre ja auch zu einfach gewesen 😂
Also wieder zurück auf den Roller, irgendwo diesen einen kleinen Parkplatz gefunden, siehe Foto, ein Wunder für sich, denn die ganze Stadt ist zugeparkt bis unters Dach. Roller, Autos, alles, was Räder hat, steht irgendwo. Athen hat offenbar beschlossen, dass Parkraum nur ein grober Vorschlag ist.
Da wir also noch Zeit hatten, setzten wir uns erstmal in ein richtig schönes Café, schauten den Leuten zu und warteten auf die nächste volle Stunde. Und manchmal sind genau das ja die besten Zwischenmomente. Nicht hetzen. Nicht rennen. Einfach sitzen, gucken, Kaffee trinken, Stadt inhalieren ☕❤️
Dann ging’s weiter.
Zurück auf den Roller.
Nächstes Ziel: das alte Olympiastadion von Athen.
Theoretisch.
Praktisch haben wir uns erstmal komplett verfahren 😄
Erst musste ich tanken. Dann habe ich irgendeine Abfahrt verpasst. Dann ging es plötzlich drei- oder vierspurig in alle Richtungen, und meine Hauptaufgabe war ehrlich gesagt nicht mehr, den Weg zu finden, sondern einfach zu überleben.
Denn Athen auf dem Roller ist kein Verkehr.
Athen auf dem Roller ist ein Gesellschaftsexperiment.
Links schossen Roller vorbei.
Rechts schossen Roller vorbei.
Hinten kamen welche angeschossen, die sich offenbar dort seit ihrer Geburt auskennen.
Und ich mittendrin, mit dem einzigen Ziel, nicht von irgendeinem ortskundigen Zweiradpiloten weggeräumt zu werden 😅
Ein einziges Mal war es richtig knapp.
So knapp, dass ich blitzschnell ausweichen musste, sonst hätte uns ein Roller hinter uns vermutlich komplett abgeräumt. Das war dann auch der Moment, in dem mir klar wurde:
Die nächsten zwei Tage in Athen bestehen vor allem aus kulturellem Staunen und motorisiertem Überleben.
Irgendwann kamen wir dann völlig platt wieder auf dem Campingplatz an.
Eigentlich war der Tag da schon voll genug gewesen.
Aber ich fuhr später tatsächlich noch mal mit der Honda los und holte mir eine schöne spicy Pizza 🍕🔥
Und ich sage es ehrlich, die war ein Traum.
Britti machte sich im Wohnmobil auch noch etwas richtig Schönes, wir aßen, saßen kurz da, schauten uns wahrscheinlich noch einmal müde an… und dann war auch schon Schluss.
Einfach eingeschlafen.
Komplett platt.
Ende.
Und jetzt kommt das Beste an dieser Geschichte:
Die Akropolis ist hier noch gar nicht dabei. 😄
Ja, richtig gelesen.
Der ganze Tag war nur das Vorspiel.
Nur das Warmlaufen.
Nur das Chaos vor dem eigentlichen Höhepunkt.
Denn was am zweiten Tag auf der Akropolis passiert ist, mit den Menschen, mit mir, warum ich mich dort geärgert habe und warum wir dort plötzlich vier Stunden lang Kaffee trinken mussten… das ist noch mal eine ganz eigene Geschichte.
Und die kommt jetzt in Teil 2.Læs mere

SchönwetterwandererWas für ein Tag! Wir waren auch einmal in Athen, oje mindestens 25 oder längere Jahre her. Ich kann das Chaos gut nachvollziehen. Wir fanden es prima. Da waren aber auch unsere Reflexe besser 😅
Teil 2, Akropolis… warum bist du eigentlich so...!
24.–31. maj, Grækenland ⋅ ⛅ 26 °C
Teil 2, Akropolis… warum bist du eigentlich so unverschämt hoch oben? 🏛️😅☀️
Das war ehrlich gesagt mein Hauptgedanke.
Nicht geschichtlich. Nicht philosophisch. Nicht ehrfürchtig.
Einfach nur ganz schlicht:
Warum bist du so hoch oben?
Aber wie immer… von Anfang an.
Wir also wieder schwupps auf den Roller, direkt vom Wohnmobil los, sieben Kilometer Richtung Akropolis 🛵
Britti sagte noch ganz vernünftig:
„Lass uns online ein Ticket buchen, dann sind wir sicher.“
Und ich, Kai, großer Zimmermeister, erfahrener Weltdeuter und in diesem Moment mit der Weisheit wirklich direkt aus dem Löffel gefressen, sagte nur ganz lässig:
„Ach was, morgen ist Sonntag. Da wird nicht viel los sein.“
Ja.
Genau mit dieser historischen Fehleinschätzung fuhren wir also am nächsten Tag los 😂
Den Roller parkten wir natürlich wieder an unserem Geheimtipp, den wir schon am Vortag entdeckt hatten. Ein perfekter Parkplatz, direkt bei der Eisdiele unseres Vertrauens 🍦
So nannten wir sie, weil wir dort gestern schon ein hervorragendes Eis gegessen hatten. Unter Bäumen. Auf einer tollen Bank. An einem so schönen Ort, dass man fast schon meint, das Leben wolle einem ein bisschen den Bauch pinseln. Zu romantisch, um es hier ganz auszumalen. Aber glaub mir, es war gut.
Dann ging es los Richtung Akropolis.
Wir waren Feuer und Flamme.
Ich hatte mich vorbereitet, als würde ich gleich persönlich an einem antiken Wettkampf teilnehmen. 50er Sonnencreme drauf, sämtliche Gliedmaßen geschniegelt eingecremt, alles bereit. Und dann standen wir am Eingang.
Ich sah die Menschenmenge und sagte nur:
„Oh mein Gott… hier ist aber ordentlich was los.“
Britti, völlig entspannt, drehte den Kopf und sagte trocken:
„Ja. Sonntag. Wo du doch gesagt hast, hier ist weniger los.“
Man muss dazu sagen, Britti hat eine wunderbare Art, recht zu behalten, ohne dabei laut werden zu müssen. Das sitzt dann einfach direkt 😄
Sie stellte sich also in die Schlange für die Tickets. 20 Meter. 30 Meter. Eher mehr.
Erst hieß es noch, es gäbe vielleicht 15-Uhr-Tickets. Wir dachten, na gut, drei Stunden warten, das kriegen wir hin. Dann kam Britti vorne an und siehe da:
Nur noch 17 Uhr.
17 Uhr.
Um überhaupt in die Akropolis hineinzukommen.
Also kauften wir brav unsere zwei Tickets, 30 Euro leichter, und Britti schaute zu mir hoch, grinste leicht verzerrt und ich wusste genau, was in ihrem Gesicht stand:
Na, du großer Weißer Mann, mit deiner Sonntagstheorie?
Meine Antwort war dann eine jener Antworten, die man nur gibt, wenn man selbst genau weiß, dass man gerade Unsinn erzählt:
„Ist doch viel besser… um 17 Uhr ist es dann nicht mehr ganz so heiß.“
Mehr konnte ich dazu nicht sagen.
Es fiel mir einfach nichts Klügeres ein.
Innerlich stand da nur:
Mein Gott, Kai… bist du blöd. 😂
Aber während wir da so warteten, sah ich sie schon.
Diese Akropolis.
Von unten.
Und ehrlich, schon von unten ist das Ding einfach gewaltig.
Du guckst da hoch und fragst dich unwillkürlich, wie zum Henker man da überhaupt vernünftig hochkommen soll. Rund 100 Höhenmeter, bei schlappen 30 Grad, und oben thront dieses Monument, als hätte jemand in der Antike beschlossen:
Wisst ihr was, wir bauen was Großes… aber schön da hin, wo es richtig unangenehm zu erreichen ist.
Dann begann der Aufstieg.
Und was soll ich sagen…
Gott sei Dank gab es hier und da mal eine Bank. 😄
Denn das ist schon eine Ansage. Wirklich.
Aber Kai, der sonst ja grundsätzlich lieber beim Wohnmobil bleibt und mit großer innerer Würde wacht, kraxelte hier in absoluter Höchstform diesen Berg hoch. Kein großes Stöhnen. Kein dramatisches Schnaufen. Kein „Wir drehen besser um“. Nein. Ich lief da hoch, als hätte ich plötzlich ein geheimes zweites Leben als Wanderziege entdeckt 🐐😂
Oben angekommen, vor dem Haupteingang der Akropolis, blieb mir dann erst mal die Spucke weg.
Nicht nur wegen des Monuments.
Sondern wegen der Menschenmassen.
Überall Leute.
Aus allen Nationen.
Und wenn du denkst, du bist vielleicht doch ganz gut dabei, dann stellst du fest:
Die Chinesen waren schon längst vor dir da.
Natürlich.
Mit Sonnenschirmen, Tüchern um den Hals, strategischer Kleidung und offenbar dem festen Vorsatz, auf keinen Fall auch nur aus Versehen braun zu werden 😄☂️
Und dann stand es da.
Das gigantische Bollwerk.
Diese Akropolis.
Ich war tatsächlich leicht erschrocken. Nicht im negativen Sinn. Eher so, wie man erschrickt, wenn etwas noch imposanter ist, als man es sich vorgestellt hat. Was die da oben auf diesen Felsen hingestellt haben, ist wirklich irre. Und wenn man dann noch anfängt, sich mit der Geschichte zu befassen, was da gebaut wurde, warum, wofür, mit welchem Gedanken, mit welchem Aufwand… dann wird einem erst klar, wie absurd groß diese Leistung eigentlich war.
Da oben standen Menschen vor sehr langer Zeit und haben nicht einfach nur irgendwas hingestellt.
Die haben ein Zeichen gesetzt.
Ein Zeichen, das heute noch da ist.
Und das ist schon stark.
Wir sind einmal rum, einmal links, einmal rechts, haben uns hingesetzt, geschaut, beobachtet, fotografiert und natürlich auch wieder andere Leute bewundert, die sich gegenseitig fotografierten, als hinge ihr gesamtes Lebensglück genau von diesem einen perfekten Bild ab 😂📸
Und ich muss sagen:
Ja, ich war begeistert.
Nicht dieses laute Begeistertsein.
Eher dieses ruhige, ehrliche Staunen.
Weil man merkt, dass man da gerade wirklich an einem Ort steht, den man sein Leben lang kennt, ohne ihn je wirklich gekannt zu haben.
Dann kam der Abstieg.
Und der war für Kai noch mal eine kleine Heldenerzählung für sich 😄
Denn irgendwie muss man ja mit all seinen Knochen auch wieder unten ankommen. Aber es gelang. Langsam. Würdevoll. Wahrscheinlich mit leicht beleidigten Beinen, aber es gelang.
Und was macht man nach so einer Leistung?
Richtig.
Man geht zurück in die Eisdiele unseres Vertrauens 🍦❤️
Dort haben wir wieder eine Kugel Vanille im Becher gegessen, unter unserem Lieblingsbaum auf der Bank gesessen und den Leuten zugeschaut, wie sie vorbeizogen. Und ganz ehrlich, genau das war vielleicht fast genauso schön wie das Monument selbst. Dieses Danach. Dieses Sitzen. Dieses leise Glück, dass man es geschafft hat.
Liebe Leser und Leserinnen, wenn du bis hierhin gelesen hast, dann wünsche ich dir wirklich, dass du diese zwei Tage auch einmal erleben darfst.
Einmal das große Olympiastadion.
Einmal die Wachablösung.
Und einmal die Akropolis, hoch oben auf diesem gigantischen Felsen.
Und weil wir nach so viel Stadt, Staub, Hitze, Menschen und Höhenmetern jetzt erstmal absolute Ruhe brauchten, haben wir uns danach einen Campingplatz direkt am Meer gesucht.
Und ich sage dir jetzt schon:
Was wir dort gefunden haben, wird dich staunen lassen. 🌊✨
Bleib dran.Læs mere
Uhhh... Kuschelcamper wir flüchten...!
26.–30. maj, Grækenland ⋅ ⛅ 29 °C
Auf und weg… denn Athen hatten wir erstmal gründlich hinter uns gelassen 🌊🚐😄
Nach Athen war bei uns wirklich der Punkt erreicht, an dem man sich nicht mehr nach Kultur, Geschichte oder noch einer weiteren Sehenswürdigkeit sehnt, sondern einfach nur nach Ruhe. Nicht nach „ein bisschen weniger los“. Nein. Nach richtiger Ruhe. Nach Meer. Nach Stuhl. Nach Nichts. 😄
Also hieß es:
Auf und weg.
Und genau das war hier die Devise.
Wir wollten einfach weiter.
Raus aus der Stadt.
Raus aus dem Lärm.
Raus aus diesem Staub, diesem Verkehr, diesem ganzen Gewusel.
Athen war großartig, aber auch anstrengend. Wir hatten alles angeschaut, was wir anschauen wollten, unsere Füße, Nerven und Rollerbremsen hatten genug erlebt, und jetzt war klar: Der nächste Campingplatz muss uns wieder runterholen.
Und das tat er erstmal auch.
Und wie. ❤️
Wir landeten an einem Platz, der wirklich fast direkt am Meer lag. Keine Übertreibung. 20 Meter zum Wasser.
Zwanzig.
Das ist so nah, dass man fast schon überlegen könnte, ob man morgens nicht einfach im Schlafsack ins Meer rollt 🌊😂
Wir hatten eine tolle Aussicht, einen richtig schönen Platz, stellten unsere Stühle hin und machten erstmal das, was wir beide eigentlich gar nicht gut können:
Geduld haben.
Ja, wirklich.
Wir setzten uns einfach hin.
Ans Meer.
Auf unsere Stühle.
Und versuchten nichts zu tun.
Das klingt für normale Menschen vermutlich nicht besonders spektakulär. Für uns war es fast schon eine Extremsportart 😄
Denn Britti und ich können vieles. Planlos irgendwo hinfahren, Städte im Zickzack durchqueren, auf Rollerabenteuern halbe Inseln umrunden, irgendwo spontan Kaffee trinken… aber still sitzen und einfach nur geduldig sein? Das ist eher nicht unser olympisches Fachgebiet.
Aber Britti hat es tapfer versucht.
Sie lag ganz geduldig in der Sonne, als wolle sie sich selbst beweisen, dass sie nicht alle drei Minuten irgendwo hin hüpfen muss ☀️
Und das war hier tatsächlich gar nicht so einfach. Denn weit und breit war nichts. Nichts zum Gucken, nichts zum Hüpfen, keine süße Stadt, keine Gassen, kein Hafen, keine Treppen, keine spontane Entdeckung. Hier war einfach… Campingplatz. Meer. Fertig.
Und das war am Anfang auch völlig okay.
Ein bisschen Dauercamper-Atmosphäre lag natürlich in der Luft. Diese ganz eigene Campingplatzwelt, in der Leute ihre Parzelle so eingerichtet haben, als würden sie im Zweifel noch die nächsten 17 Sommer dort verbringen wollen. Ein bisschen Gartenzwergenergie, ein bisschen „das Vorzelt steht hier seit der Wiedervereinigung“, aber gut. Man kommt ja klar. 😄
Nur dann passierte das, was auf Campingplätzen zuverlässig immer dann passiert, wenn du glaubst, jetzt wird’s endlich ruhig.
Die Leute stellten sich direkt neben uns.
Warum?
Keine Ahnung.
Du hast gefühlt das halbe Gelände zur Auswahl, freie Sicht, freie Plätze, überall Möglichkeiten… und trotzdem kommt jemand und denkt sich offenbar:
Ach, die beiden da. Direkt daneben. Das fühlt sich richtig an. 😂
Nach vier Tagen Dauergeduld war es dann auch bei uns langsam vorbei.
Links neben uns, etwa einen Meter entfernt, zwei Zelter.
Vorne direkt ein älteres Ehepaar.
Und dazu… ein Papagei.
Ja.
Ein Papagei. 🦜😵💫
Ein Papagei, der offenbar den festen Auftrag hatte, den ganzen Platz akustisch zu begleiten. Unverständlich, laut, durchgehend irgendwas vor sich hin plappernd, als würde er heimlich einen Podcast aufnehmen, den wirklich niemand abonniert hat. Es war nicht mal charmant verrückt. Es war einfach… anstrengend. Sehr anstrengend. 😄
Und da saßen wir nun.
Meerblick, ja.
Schöner Platz, ja.
Aber links Zeltleben, vorne Papageienprogramm, ringsum mehr Campingplatzsozialkontakt als gewünscht.
Nichtsdestotrotz hatte das Ganze auch etwas Gutes.
Es machte uns eines sehr klar:
Der nächste Campingplatz wird noch besser.
Ganz sicher.
Das redeten wir uns zumindest mit einer Entschlossenheit ein, die fast schon religiös war 😂
Und eins kann ich dir schon sagen, liebe Leser und Leserin, wenn du hier noch mitliest:
Im nächsten Abschnitt wirst du lesen vom
schlimmsten Campingplatz seit über zwei Jahren.
Ja, richtig gelesen.
Wir dachten, es geht jetzt nur noch schöner weiter.
Das Leben dachte sich offenbar:
Ach, wirklich? Na, wartet mal ab.
Jetzt geht’s also weiter.
Auf zum nächsten Platz.
Und ich verspreche dir, das wird kein stilles Idyll.
Es wird hässlich. Es wird katastrophal. Und natürlich wird es wieder eine Geschichte. 😄🚐Læs mere
...Campingplatz innerlich zu löschen 😄🚐🌊
30.–31. maj, Grækenland ⋅ ☀️ 23 °C
Platamonas… oder wie man in Rekordzeit lernt, einen Hafen zu lieben und einen Campingplatz innerlich zu löschen 😄🚐🌊
Diesmal wollten wir wirklich Strecke machen.
Das wussten wir. Kein langes Rumgetüdel, kein großes Entdecken, kein „ach komm, lass uns hier noch drei Tage bleiben“. Platamonas war nur als Zwischenstopp gedacht. Einmal schlafen, weiterfahren, fertig. So jedenfalls der Plan.
Und trotzdem…
dieser Hafen.
Was für eine schöne Hafenanlage das war. Wirklich. So ein Ort, an dem man sofort denkt: Hier könnte man eigentlich richtig schön frei stehen, morgens aufs Wasser gucken, abends noch einmal am Kai entlanglaufen und sich still freuen, dass man genau dort gelandet ist. 🌊⚓❤️
Aber nein.
Wir mussten ja wieder vernünftig sein.
Wir mussten ja wieder denken:
„Ach komm, wir nehmen lieber einen Campingplatz.“
Tja.
Und genau da begann die falsche Abbiegung des Tages 😄
Denn was dann kam, war für uns ganz klar:
der schlechteste Campingplatz seit unserem Start.
Wir nennen natürlich wieder keinen Namen. Man muss ja nicht alles öffentlich abfackeln. Aber ich sage es mal so: Dieser Platz hat bei uns wirklich komplett verschissen. Komplett.
Nicht, weil die Leute dort unfreundlich gewesen wären. Im Gegenteil. Sie waren nett. Wirklich nett. Aber nett allein macht aus einem Platz noch lange keinen Ort, an dem man bleiben möchte.
Es war alles voller Dauercamper, überall etwas düster, irgendwie müde, irgendwie runter, irgendwie so, als hätte der Platz seine besten Zeiten schon lange hinter sich und würde jetzt nur noch aus Gewohnheit weitermachen. Wir sind drübergelaufen, auch mal ein Stück abseits… und ganz ehrlich: unterirdisch war noch freundlich formuliert 😬
So schlimm, dass wir dort weder duschen wollten noch die Toiletten benutzt haben. Und das will bei uns schon was heißen. Das war nicht mal mehr dieses klassische „naja, für eine Nacht geht’s schon“, sondern eher ein stilles inneres „bitte lass die Nacht schnell vorbeigehen“.
Morgens war es dann sogar so weit, dass wir dort nicht mal gefrühstückt haben.
So unangenehm war uns das Ganze.
Wir sind einfach losgefahren. Ohne großes Theater. Ohne Abschiedssehnsucht. Eher mit diesem Gefühl, das man sonst nur hat, wenn man aus einem schlechten Hotelzimmer endlich raus ist und sich wieder wie ein Mensch fühlt 😂
Gefrühstückt haben wir dann an einer Autoraststätte.
Und jetzt kommt das Verrückte:
Das war eine Wohltat.
Einfach nur auf einem Busparkplatz. Ganz gemütlich. Ganz allein. Heimlich fast schon schön. Da sitzt du zwischen Asphalt, etwas Wind und einem simplen Frühstück und denkst dir plötzlich:
Ja. Genau das brauchten wir jetzt.
Wie tief man im Campingplatz-Elend gewesen sein muss, damit ein Rastplatz sich wie Wellness anfühlt, darüber reden wir besser nicht weiter 😄
Aber dann ging es endlich dahin, wo es eigentlich hingehen sollte.
Weiter Richtung erster Finger, Richtung Kassandra.
Durch Thessaloniki, und dann am Ende auf den Campingplatz Ouzouni Beach.
Und Freunde…
dieser Campingplatz hat uns komplett erwischt.
Aber auf die gute Art.
Ich verspreche euch:
Der lässt uns nicht mehr los.
Nicht, weil irgendwas schiefgelaufen wäre. Sondern weil es hier einfach so gut ist, dass wir nicht mehr wegkommen. Und ich meine das wörtlich. Selbst jetzt, wo ich das hier schreibe, hängen wir immer noch dort fest 😄
Britti war heute Morgen sogar schon wieder los und hat noch ein paar Tage verlängert.
Warum?
Ganz einfach:
Weil wir es können.
Und weil wir alle Zeit der Welt haben. ❤️
Und genau das, lieber Leser, wünsche ich dir auch.
Nicht dieses Gehetze. Nicht dieses ständige Müssen.
Sondern dieses Gefühl, sagen zu können:
Hier ist es schön. Also bleiben wir.
Jetzt hänge ich hier am Strand.
Dem besten Strand, den wir bisher in Griechenland hatten.
31 Grad. Die Sonne brennt mir auf den Pelz. Das Meer liegt vor mir, als wollte es mich endgültig davon überzeugen, dass man an manchen Orten einfach nicht weiterfahren sollte. ☀️🌊
Und ich denke einfach nur:
Was ist das Leben schön.
Und genau das wünsche ich dir auch, liebe Leser, wenn du bis hier gelesen hast.
Aber…
warum wir hier geblieben sind,
warum wir nicht mehr weggekommen sind,
und warum wir hier wieder ganz tolle neue Freunde kennengelernt haben, mit denen wir eine Menge Spaß haben…
das kommt im nächsten blog! 😄
Und ich sage dir jetzt schon:
Da werde ich euch auch ein Foto zeigen von einem riesigen Monster-Wohnmobil, gegen das unser Silberpfeil plötzlich fast wie ein Spielzeug aussieht.
Also bleib dran. Das nächste Kapitel hängt schon in der Sonne und wartet.Læs mere










































































































































































































































































































































































































































































RejsendeDann bald eine gute Reise