• Castel di Sangro

    September 24 in Italy ☁️ 22 °C

    Die weitere Reise Richtung Region Molise und ans Meer führt mich durch Castel di Sangro, das auch als das „Tor zu den Abruzzen“ bezeichnet wird. Eigentlich habe ich einen anderen Übernachtungsplatz im Sinn, aber ich halte auf dem Marktplatz, weil es so aussieht, als sollte ich einmal durch die steilen Gassen schlendern. Der Eindruck bestätigt sich: Der Ort gefällt mir, also bleibe ich einen Tag. Dabei stelle ich fest, dass ein Kirchenfest stattfindet – mit Umzug und Feuerwerk. Ich beschließe, bis zu diesem Ereignis vor Ort zu bleiben.

    Es lohnt sich tatsächlich, den Ort zu erkunden.

    Castel di Sangro liegt auf rund 800 Metern Höhe im Süden der Abruzzen, direkt an der Grenze zu Molise. Das Bergstädtchen am Fluss Sangro ist das wirtschaftliche Zentrum der umliegenden Gebirgsregion.

    Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort an der Gustav‑Linie fast vollständig zerstört und später originalgetreu wieder aufgebaut. Von den damaligen Schäden nimmt man heute nichts mehr wahr. Das Stadtbild prägt eine Mischung aus engen Gassen und der barocken Basilika Santa Maria Assunta, die über der Stadt steht. Sehenswert sind außerdem das archäologische Museum im ehemaligen Kloster La Maddalena sowie das internationale Museum für Fliegenfischen.

    Für Outdoor‑Urlauber ist Castel di Sangro eine strategisch gute Basis: Es liegt zwischen dem Nationalpark Abruzzen und dem Majella‑Nationalpark. Im Sommer eignet sich die Region ideal zum Wandern, im Winter ist sie das Tor zu den großen Skigebieten von Roccaraso und Rivisondoli.

    Auch kulinarisch hat der Ort einen Namen: Drei‑Sterne‑Koch Niko Romito betreibt hier in einem alten Kloster sein Restaurant Reale und zieht Feinschmecker aus aller Welt an.
    Read more