• Lago Trasimeno

    October 17 in Italy 🌙 19 °C

    Eine schöne Fahrt durch das zentralitalienische Hochland hat mich hierher geführt. Man reist dabei immer wieder über beeindruckende, wellenförmige Hochebenen, die sich karg und rau zwischen den schroffen Gebirgsketten des Apennins erstrecken, bevor sich die Landschaft zur umbrischen Grenze hin wieder in sanfte, grüne Hügel verwandelt.
    Mein Ziel: San Feliciano direkt am Lago Trasimeno, dem viertgrößten See Italiens.
    Der See ist das aktuelle Sorgenkind der Region und dramatisch ausgetrocknet – der Pegel steht mittlerweile fast zwei Meter unter dem Normalwert.
    Das Problem ist die Natur des Sees selbst. Der Trasimeno ist extrem flach und hat keinen einzigen natürlichen Abfluss. Und es gibt nur zwei winzige natürliche Bäche, die hineinfließen wenn denn dort Wasser fließt. Er lebt ausschließlich von dem, was der Himmel an Regen hergibt. Wenn dann im Sommer die Hitze zuschlägt, verdunstet das Wasser rasanter, als es nachfließen kann. Das Ergebnis sieht man hier in San Feliciano leider überdeutlich: Wo eigentlich Boote dümpeln sollten, ragen die langen Holzstege der Fischer streckenweise nur noch trocken in den Schlamm und das zurückgewichene Schilf. Ein ziemlich morbides, aber faszinierendes Schauspiel, das einem den Klimawandel direkt vor dem Wohnmobilfenster vor Augen führt.
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