• Der Moloch des Orients

    February 8 in Iraq ⋅ ☀️ 19 °C

    Wenn etwa sieben Millionen Menschen in einer Metropole leben, dann muss dass zwangsläufig ins Chaos führen. So auch in Baghdad, Iraks Hauptstadt, einer der größten Städte Zentralasiens und die mit der zweithöchsten Luftverschmutzung der Welt.
    Stundenlang quält sich unser kleiner Konvoi Stoßstange an Stoßstange mit den fast auf Tuchfühlung fahrenden Einheimischen bis ins Zentrum, wo wir beim Restaurant Al Sultan einen nahezu idealen Stellplatz finden.

    Ein erster Erkundungsspaziergang offenbart zunächst nicht allzuviel Flair aus 1001 Nacht, dafür das übliche Kontrastprogramm eines solchen Molochs: Protz und Elend, Bau und Verfall, Hochglanz und Dreck. Vor der Kulisse eines modernen Wahrzeichens der Stadt, dem Turm der International Development Bank, wühlen am Ufer des Tigris Straßenhundewelpen in wilden Müllbergen. Luxuskarossen kämpfen mit klapprigen, ausgelaugten Taxis um jeden Zentimeter Straße. Die Rashid Street präsentiert sich erst in kubanischer Anmutung mit maroden Bauten aus der Kolonialzeit, dann als fein herausgeputztes Touristenquartier mit Kneipen, Shops und Portraitzeichnern. Was für ein faszinierendes Kontrastprogramm!
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