• Tank & Rast

    February 10 in Iraq ⋅ ☁️ 19 °C

    Wenn der Tankwart seinen weitgereisten Kunden eine Runde Cola spendiert, die er hurtig im Nachbarladen besorgt - dann weißt du, dass Du im Irak bist.

    In der Raststätte nebenan ist das Hallo nicht minder groß. Bestellt wird mangels Sprach-Kompatibilität direkt in der Küche, und am Ende bekommt dann doch jeder das gemischte Kebap-Allerlei, das wir eigentlich einmal für alle wollten... Hier fühlen wir uns allerdings zum ersten Mal ein bisschen geneppt, als wir die 200.000-Dinar-Rechnung bekommen. 20 Dollar pro Nase sind nach unseren Maßstäben nicht viel - nach irakischen schon.

    Noch ein Gruppenbild mit einer Pilger-Busreisegesellschaft, und weiter geht's auf der gut ausgebauten, sechsspurigen, durchgehend beleuchteten Autobahn gen Westen. Die Gegend ist eher eintönig. Aufgelockert wird sie durch viel Militär und Polizei. Schwer bewaffnete Soldaten langweilen sich am Straßenrand.
    Alle paar Kilometer parkt eine Patrouille mit MG, und kleine, improvisierte Posten - überdimensionalen Sandburgen gleich - säumen die Strecke. Der Frieden, so scheint es, muss hier Tag für Tag verteidigt werden. Auch Spezialeinheiten zur Terrorbekämpfung sehen wir.

    Fotografieren? Besser nicht. Eine irakische Verhörzelle ist kein sonderlich erstrebenswertes Reiseziel.
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