• Eine Straße soll das sein?!?

    8. marts, Oman ⋅ ☀️ 29 °C

    Es gibt sie noch, die Straßen, die zwar auf Google Maps als solche angepriesen werden, die aber in Wahrheit nur in Stein gemeißelte Ortsverbindungen sind - befahrbar für Einheimische und Wahnsinnige. Also genau das, was wir suchen nach tagelanger Ödnis auf gepflegten Teerstrecken, die uns zu Asphaltcowboys machen ob des Dauer-Rodeos über die omnipräsenten speed bumps im XXL-Format. Dann doch lieber holterdipolter im ersten Gang über Pisten, die eigentlich nur für Offroader gedacht sind. Durch eine Dauerbaustelle seit - gefühlt - 1824, auf der die Arbeiten scheinbar vor Jahrzehnten eingestellt wurden. Puderartiger Staub dringt durch jede Ritze (Wozu eigentlich? Unsere Fenster sind doch eh offen!), der Ölwannenschutz kracht unerbittlich auf Fels, die Reifen krallen sich an der Traktionsgrenze in losen Kies und Schotter. Links die Felswand, rechts der Abgrund, vor uns atemberaubend viel Gegend, wie sie noch kein Weißware-Wohnmobilist zu sehen bekommen hat. Einfach herrlich!

    90 herausfordernde, mühsame Kilometer sind es vom uralten Bergdorf Misfat al Abriyyin mit seinen traditionellen, offenen Bewässerungsrinnen zu den gar nicht mal so heißen Quellen bei Nakhal, wo Putzerfische sich kitzelnd der Hautpflege annehmen. Im Schatten einer trutzigen Burganlage beziehen wir unser Nachtquartier nach einem erfüllenden Rallyetag.
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