• Traumstrecke zum See aus Salz und Soda

    March 30 in Iraq ⋅ 🌧 12 °C

    Knapp 400 Kilometer sind es von Cizre an der irakisch-türkischen Grenze in Kurdistan bis zum Van-See in Ostanatolien. Die in weiten Teilen gut ausgebaute Straße durch die Berge und durch urwüchse Dörfer ist eine der schönsten Strecken, die ich kenne. Imposante Felsmassive und Schluchten wechseln sich ab mit sattgrünen Weiten, die an die Mongolei erinnern - nicht zuletzt wegen der nomadischen Hirten, die hier leben. Frischer Schnee setzt der Pracht das Sahnehäubchen auf. Eine willkommene Abwechslung nach Wochen in Sand und Staub und Hitze.

    Der Van-See liegt auf über 1600 Metern Höhe, umringt von weiß im Sonnenlicht funkelnden Viertausendern. Was für ein majestätischer Anblick! Ein eisiger Wind lässt bei einstelligen Temperaturen kein Bedürfnis nach der Badehose aufkommen. Doch zum Schwimmen lädt dieses Gewässer - bis zu 450 Meter tief und rund siebenmal so groß wie der Bodensee - auch im Sommer nicht ein. Denn der Van-See ist ein abflussloser Salzsee (Sodasee). Mangels Abfluss hat sich der Salzgehalt auf 2,27% eingependelt, dabei sind Soda und Kochsalz etwa im gleichen Anteil vertreten. Das heißt: Wer bekleidet baden geht, kann gleich noch seine Wäsche am Leib mitwaschen. Wie praktisch ist das denn?

    Der Van-See wartet mit mehreren Rekorden auf:
    - Größter See der Türkei
    - Einer der größten Gebirgsseen der Erde
    - Einer der zehn größten Steppenseen der Erde (Seen ohne natürlichen Abfluss)
    - Größter Sodasee der Erde
    - Fläche: 3522 Quadratkilometer (Bodensee: 536).
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