WombieOnTour

Joined May 2017Living in: Halle (Saale), Deutschland
  • Day12

    Grenze Russland - Kasachstan

    August 7 in Russia ⋅ ⛅ 23 °C

    Von unserem Schlafplatz am Fluss geht es jetzt weiter zur kasachischen Grenze. Mitten am Tag und in der Woche soll es am schnellsten gehen.

    Ein paar Kilometer vor der Grenze hielten wir an einem Container am Straßenrand an. Hier wohnte eine ganze kasachische Familie, die uns eine Autoversicherung und eine Sim-Karte verkaufte. Dieses Mal wollten wir uns den Stress nach der Grenze, den wir in Russland hatten, sparen.
    Der Tarif für Urlauber kostete uns umgerechnet 2,13€. Für 2 Wochen bekommt man hier 2GB Internet, 500 Freiminuten und 20 GB für Social Media Sachen (YouTube etc.) Das ist krass.

    Nach ein paar Minuten Fahrt in Richtung Grenze befanden wir uns in einer endlosen Schlange. Während der 4,5-stündigen Wartezeit an der russischen Grenze erlebten wir den Zusammenhalt der wartenden Kasachen. Ständig überholten Autos die lange Schlange und ordneten sich vor der Schranke ein. Es kam so weit, dass die ganze Straße durch Transporter blockiert wurde, um das zu verhindern und der Gegenverkehr sich einen anderen Weg suchen musste. Die vorausgefahrenen Autos haben vermutlich den Grenzbeamten oder einen anderen Autofahrer bestochen, damit sie sich in die Schlange einordnen konnten.
    Vielen Dank an dieser Stelle an Ronny, durch sein Präsent konnten wir uns die Zeit sinnvoll vertreiben. 😅

    Nachdem wir alle Drängler abgedrängelt hatten und die Wartezeit vorüber war, ging alles ziemlich schnell. Zu uns waren die Grenzer auf russischer und kasachischer Seite nett.
    Besonders freundlich waren zwei Frauen bei der Passkontrolle. Sie sorgten für bestmöglichste Verständigung indem sie uns die Fragen teilweise auf Deutsch stellten. So viel Lächeln haben wir bei einer Passkontrolle noch nicht erlebt.
    Nicht so viel Glück hatte ein Kasache. Er wurde auf russischer Seite vor unseren Augen für eine Stunde in eine Zelle gesteckt, die nur ein kleines Guckloch hatte. 🔒
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  • Day11

    Orenburger Ziegen

    August 6 in Russia ⋅ ⛅ 19 °C

    485 Kilometer, 10,75 Stunden, 50 Liter Diesel, 1 Liter Benzin

    Um Orenburg lebt eine außergewöhnliche Ziegenart mit sehr flauschigem Fell. Die Haare haben eine Faserdicke von 16 Mikrometern und es ist damit die dünnste Wolle der Welt (Merinowolle im Vergleich ist bis zu 23 Mikrometer dick).
    Die Kleidung aus dieser Wolle hält im kalten russischen Winter besonders warm. Zur Vorbereitung auf die kalten Tage im Urlaub hat auch Anni sich für ein Tuch entschieden.

    Der Fluss Ural, der durch Orenburg fließt, wird als eine Grenze zwischen Europa und Asien angesehen. So richtig schlüssig ist man sich da nicht. Also sind wir ab jetzt wahrscheinlich in Asien unterwegs. 🤗
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  • Day11

    Auf nach Orenburg

    August 6 in Russia ⋅ ⛅ 14 °C

    Der Sturm hatte sich am Morgen fast gelegt. Durch unsere Pfützenfahrt und den vielen Regen am Vortag schauten wir zur Sicherheit nochmal in den Dachkoffer. Leider war etwas Wasser in den Koffer gelaufen.
    Zum Glück war alles in Säcke eingepackt, wir mussten fast nur auswischen und eventuelle Lecks mit Panzertape abdichten. Als das getan war, ging es los in Richtung Orenburg.Read more

  • Day10

    Unwetter an der Wolga

    August 5 in Russia ⋅ 🌧 14 °C

    440 Kilometer, 11,5 Stunden, 2 Stunden Stau, 65 Liter Diesel

    Unterwegs fing es dann schrecklich an zu regnen. Da wir bisher nur in einer Stadt eine Straßenentwässerung gesehen hatten, erwarteten wir Schlimmes.
    So kam es dann auch. Auf den Straßen waren überall riesige Pfützen, von der Größe eher wie ein Teich. Oft waren die mehr als 10cm tief und gingen über die halbe Straße.
    Unsere breiten Reifen haben so viel Verdrängung, dass das Wasser bei erhöhter Geschwindigkeit stets nach vorne spritzt und es dazu kommt, dass wir völlig blind fahren. Vier Sekunden Blindheit mit Gegenverkehr waren das Höchste der Gefühle. Glücklicherweise ist nichts passiert.

    Besonders schlimm trifft es breite Straßen in Städten. Wir passierten eine Stelle an der das Wasser an manchen Stellen bestimmt mehr als 40cm tief war. Dadurch standen wir zwei Stunden bei strömenden Regen auf einer 5 Kilometer langen Wolgebrücke im Stau. Wer noch etwas später als wir kam oder aus der anderen Richtung, den erwartete eine noch längere Überraschung.

    Die Feldwege, um unseren Schlafplatz zu erreichen, waren mittlerweile auch schon komplett schlammig. Für die Nicht-Offroad-Erfahrenen unter euch (so wie wir): wenn die Reifen einmal verschlammt sind kann man es sich vorstellen als würde man über Schnee fahren. Hat aber alles ganz gut geklappt. 🚘
    Am Abend gab es bei starken Windböen nur ein paar kalte Snacks auf den Vordersitzen, bevor wir ins Bett fielen.
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  • Day10

    Entlang der Wolga

    August 5 in Russia ⋅ 🌧 21 °C

    Nach unser ersten verregneten Nacht entdeckten wir Probleme, die wir ohne Regen noch nicht hatten. Hier und da ist etwas im Auto feucht, aber im Großen und Ganzen haben wir es gut überstanden.

    Über gewohnt lange, gerade Strecken ging es Richtung Norden, der Wolga entlang. So einen mächtigen Fluss haben wir beide noch nie gesehen. Ab und zu könnte man denken, es sei das Meer. Vor allem wenn man die andere Seite kaum noch sieht.

    Zum Mittag hielten wir an einem Schaschlik-Stand an der Straße. Hier wurden mit selbstgemachter Holzkohle leckere Schaschliks zubereitet. Die Fleischstücke durfte man sich sogar vorher selbst aussuchen.

    Während wir aßen hielt ein Mann am Stand an und fragte, ob das unser Auto ist. Es stellte sich heraus, dass der Mann schon viele Expeditionen gemacht hat. Er war zum Beispiel am Nordkap und in Singapur.

    Vor der Reise haben wir ein paar Orte auf Google Maps ausgesucht, die wir besuchen wollten. Leider führten uns heute zwei Strecken an ein bewachtes Betriebsgelände und mitten ins nirgendwo. Zum Glück waren die Umwege nicht weit.
    Unser Zeitverlust hat uns dafür aber noch so einiges Unglück beschert, dazu später mehr...
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  • Day9

    Park Pobedy II

    August 4 in Russia ⋅ ☁️ 21 °C

    Uns ist als erstes aufgefallen, dass der Park ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie ist.
    Besonders ungewohnt war es für uns die stolzen Eltern zu sehen, wenn ihr Kind über das Kriegsgerät klettert. Auf jeden Fall ist das hier keine Helikopter-Eltern Gesellschaft. 👍🏼
    Den ganzen Park kann man wohl auch kritisch sehen, es erinnert auf den ersten Blick an Kriegsverherrlichung. Es wird jedoch an vielen Stellen den Opfern des Krieges gedacht.
    Wir fanden es auf jeden Fall interessant!
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  • Day9

    Park Pobedy I

    August 4 in Russia ⋅ ☁️ 21 °C

    Der "Park des Sieges" wurde 1975 erbaut und zeigt größtenteils das Kriegsgerät der UdSSR aus dem 2. Weltkrieg.
    Zu sehen sind alle möglichen Mehrfachraketensysteme, viele Panzer, Artilleriegeschütze, Flugzeuge, Helikopter, Züge und sogar Schiffe.
    Auch einige Landwirtschaftsmaschinen sind dabei und man hat einen guten Blick über Saratow und Engels.
    Der Blick auf die Wolga ist sehr beeindruckend, wir sind immer wieder sprachlos wie groß der Fluss ist. Die Wolga-Brücke ist 2,8 Kilometer lang! 😲
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  • Day9

    Tret'yaki - Saratow - Marx

    August 4 in Russia ⋅ ⛅ 16 °C

    335 Kilometer, 11,5 Stunden

    Heute wollten wir etwas Strecke hinter uns bringen und unterwegs Saratow ansehen.

    Nach der schwierigen Parkplatzsuche haben wir einen Bummel durch das Zentrum unternommen.
    Aufgefallen sind uns dort einige Friseursalons, nach unseren kläglichen Kommunikationsversuchen sind wir im dritten Salon halbwegs fündig geworden.
    Unsere viel zu langen Haare hatten uns schon vor dem Urlaub gestört, aber da hatten die Urlaubsvorbereitungen eine höhere Priorität.
    Der komplette Friseurbesuch war für uns beide ziemlich Nerven aufreibend: keine Unterhaltung möglich, die Haare an dem Tag noch nicht gewaschen (das Waschen man hier im Express Salon scheinbar auch nicht), die Bezahlung vorerst unklar und der Schnitt nur schwer vermittelbar.
    Im Endeffekt haben wir pro Person 2,75€ bezahlt, für Schnitte mit denen wir mehr oder minder zufrieden waren. 💇🏻‍♀️

    Nach dem Besuch im Park des Sieges (siehe in den extra Footprints) haben wir uns Mal wieder auf Schlafplatzsuche begeben. Leider war das Wetter, nachdem wir im Park waren, nicht mehr auf unserer Seite. Wir mussten Dauerregen erwarten und den haben wir auch bekommen.

    Bei einem kurzen Supermarktbesuch hat uns die dortige Putzfrau gerettet, bei ihr konnten wir nämlich lauwarmes Wasser für eine spätere Dusche abzapfen ❣️

    Bei unserem Schlafplatz, an einem Nebenarm der Wolga, hat es nach unserer nötigen Dusche direkt angefangen zu regnen.
    Unser Abendbrot mussten wir aber trotzdem bereiten und so haben wir bei Wind und Wetter das erste Mal an einer halbwegs wetterfesten Konstruktion gearbeitet.
    Nach einigen Umbrüchen konnten wir uns unter unsere Plane ans Auto setzen, ganz ausgereift ist das ganze wohl aber noch nicht. Das Wasser tropfte dazu noch zu häufig von oben.
    Mal sehen wie wir die Nacht überstehen.
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  • Day8

    Anna

    August 3 in Russia ⋅ ⛅ 20 °C

    255 Kilometer, 6 Stunden, 40 Liter Diesel

    Die Fahrt ging nur geradeaus, wurde aber unter anderem durch eine renovierungsbedürftige Kirche und ein gerade im Bau befindliches Weltkriegsdenkmal in Anna aufgeheitert.

    Gute Gespräche hatten wir auch mit einem russischen Pajero-Fahrer an einer Tankstelle, er war sehr begeistert von unserer Tour und wollte unbedingt wissen ob wir auch durch seine Heimat Kaliningrad fahren. 🚐Read more

  • Day8

    Anni's Stadtführung durch Woronesch II

    August 3 in Russia ⋅ ⛅ 18 °C

    Der Admiralsplatz und das hölzerne Militärschiff aus dem 18. Jahrhundert waren unser eigentlichen Ziele.

    Auf dem Rückweg besuchten wir noch eine Markthalle und anschließend eine Kantine. Für gut 5€ schlugen wir uns die Bäuche mit heimischen Köstlichkeiten voll.

    Gut gesättigt liefen wir nun zum Auto und fuhren in Richtung Saratov los.Read more

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