• Westafrika

    November 10, 2021 in Gambia ⋅ ⛅ 26 °C

    Vorbereitung ist alles - vor allem in Westafrika

    Schnell haben wir gemerkt, dass Tourismus hier anders funktioniert als in den Ländern, die wir bisher kennen. Auf eigene Faust hier etwas zu erkunden ist gar nicht so einfach, was unseren geliebten Individualtourismus natürlich deutlich erschwert. Scheinbar für alles muss man sich an einen Guide oder Tourenanbieter an die Seite holen.
    Auch deswegen wird es für uns nun doch frühzeitig weitergehen. Acht Monate wären einfach zu lange. Das Land ist zu klein, die Grenzen in jeglicher Hinsicht zu nah.
    Unser vorläufiger Plan sieht daher nun wie folgt aus: Im Dezember machen wir uns auf in Richtung Casamance, dem Südteil des Senegal, der Gambia bekanntlich ja komplett umschließt. Hier bleiben wir, bis Philipp den vorraussichtlich nochmal arbeitsintensiven Jahresabschluss hinter sich gebracht hat - alles in Halbtagsgeschwindigkeit versteht sich. Die Casamance soll übrigens wunderschön sein und Senegal an sich soll noch eine weitaus bessere Infrastruktur haben als Gambia.
    Im neuen Jahr dann möchten wir einen kurzen Abstecher nach Guinea-Bissau machen. Das kleine Land gilt zwar als failed state, weil Regierungsleute mit kolumbianischen Drogenbossen kooperieren, aber es soll trotz allem ein friedlicher Ort sein. Besonders reizvoll: Afrikas größtes Inselarchipel. Dieser Teil scheint sogar einigermaßen touristisch erschlossen zu sein.
    Da man von hier aus derzeit nicht weiter gen Süden kann (das große Guinea hat gerade einen Staatsstreich hinter sich), werden wir zunächst nach Senegal zurückkehren. Solange es die Temperaturen noch zulassen, werden wir dann einmal um Gambia außenrum in den Nordteil fahren. Das ist bis circa Ende Februar möglich. Danach wird es im Osten Senegals offensichtlich unerträglich heiß. Je nachdem wie lange wir dort dann zubringen und welche Landgrenzen zu diesem Zeitpunkt dann offen sind, ziehen wir entweder in Richtung Mauretanien oder Mali weiter.

    Haftungsausschluss: Guinea-Bissau und der Süden Malis sind nicht gefährlich. Wir würden uns nie vorsätzlich in Gefahr bringen. Außerdem stellt sich vor Ort die Lage meist ganz anders dar, als es in westlichen Medien portraitiert wird. Da wir mittlerweile zudem auch schon einige Kontakte hier haben, welche die Region wie ihre Westentasche kennen, haben wir solide Informationen aus erster Hand, wie sich die Lage in den entsprechenden Ländern tatsächlich darstellt.

    1: Reiseführer für diese Region sind rar. Obwohl der Lonley Planet für Westafrika nicht sehr gut sein soll, ist er doch einer der wenigen, die überhaupt existieren.
    2: Ja, wir lernen Französisch! Was hat uns damals bitte geritten Latein zu wählen 🤦 Vor allem für Senegal und eventuell eben Mali erhoffen wir uns so ein besseres durchkommen. In Guinea-Bissau ist dann aber wieder Portugiesisch angesagt 🤯
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