Der zweite Tag begann mit einer kurzen Überfahrt auf die gegenüberliegende Insel Janjanbureh. Assan erzählte uns eindrücklich welche Rolle die Insel zu Zeiten der Sklaverei spielte und welche Auswirkungen diese grausame Praxis noch heute auf die Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks hat.
Von der Insel führte uns eine Brücke schließlich ans Südufer des Flusses. Ein Dorfbesuch stand uns bevor und keiner von uns hatte so richtig Lust auf diese "Menschenschau". Immerhin wurde das Dorf spontan ausgesucht und uns erwartete niemand hübsch drapiert. Auch wurden wir nicht aufgefordert unsere mitgebrachten Gastgeschenke selbst zu verteilen, sondern Assan übernahm das für uns und wir konnten uns wunderbar im Hintergrund halten.
Wieder im Auto hatte unser Fahrer Lamin an diesem Tag dann eher wenig Lust zu bremsen und so änderte sich die Landschaft schnell und wurde deutlich hügeliger als am Nordufer. Letzter Stopp war dann die hübsche Tendaba Lodge direkt am Fluss. Hier aßen wir ein 3-Gänge-Menü und schauten uns noch die gemütlichen Zimmer an bevor es dann schlußendlich wieder zurück nach Kotu ging. Um 21 Uhr fielen wir dann totmüde ins Bett. Nur diesmal, anders als die Nacht zuvor, ohne Frosch.
1: Unser Camp für die Nacht. Selbstverständlich keine Zelte, sondern Steinhäuser.
2: Freedom Tree in Janjanbureh. Den Sklaven wurden verspochen, dass sie nach Erreichen des Baumes frei seien - das Gewehrbataillon im Rücken.
3/4: Street Art in Janjanbureh beschäftigt sich noch heute mit dem Thema Sklaverei.
5: Assan erklärt uns die Symbolik hinter der gambische Flagge.
6: Morgendlicher Gast.Read more