Kigali ist, wie bereits im vorherigen Beitrag angedeutet, recht hügelig, bisweilen steil. Anders als die (west-) afrikanischen Städte, die wir in der Vergangenheit bereits kennenlernen durften, scheint es hier recht sauber und grün. Quirlig ist es auch, aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte, also bleiben Abgase nicht aus.
Heute haben wir uns vormittags per Motorradtaxi dann in die Genozid-Gedenkstätte begeben, welche die Gräueltaten rund um den Genozid an den Tutsi im Jahr 1994 aufarbeitet. Die beklemmende Ausstellung ist wirklich eindrucksvoll, auf die schrecklichste Art und Weise - aber so soll sie ja auch wirken. Wenig überraschend sind die Geschehnisse in der 90ern (und auch früher) eng mit der Kolonialgeschichte des Landes bzw. umliegender Länder verknüpft und -wer hätte es gedacht- die Deutschen hatten auch dazu beigetragen, indem die bereits Ende des 19. Jahrhunderts Hutu und Tutsi nach oberflächlichen Kriterien "wissenschaftlich" eingeteilt und so gegeneinander aufgebracht haben (neben dem Aussehen floss die Anzahl der Rinder, die eine Familie besaß, in die Beurteilung ein...).
Nun ja, abends ging es dann auf der Suche nach etwas leichterer Kost zur "Car Free Street", dem Namen nach einer Fußgängerzone. Diese ist gespickt mit Restaurants und jedes von ihnen sei nach Auskunft der recht aufdringlichen Promoter das beste. Außerdem bekäme man nur heute etwas gratis und sein Geld zurück, sollte etwas nicht schmecken. Auch die Ausstattung ließ nicht zu wünschen übrig: Nicht 4G-, nicht 5G-, nein 60G-Internet gäbe es!
Am Ende sind wir dann beim am wenigsten aufdringlichen Restaurant Falafel essen gegangen und haben es nicht bereut.
Übrigens, absolute Empfehlung von Philipp: "African Tea" (Ingwer wird mit Gewürzen und warmer Milch aufgekocht und mit etwas Schwarztee versetzt) - sehr lecker!Read more